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Ziesar Gemeinde fordert wolfsfreie Zone in Brandenburg
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Gemeinde fordert wolfsfreie Zone in Brandenburg
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16:11 26.06.2018
Diese Aufnahme vom 21. Januar 2018 zeigt einen Wolf in Steinberg bei der Annäherung an ein Privatgrundstück. Quelle: privat
Buckautal

Neben dem Haushaltsplan für 2019 wird an diesem Dienstagabend der Wolf die Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung bestimmen. So wollen die Buckautaler Kommunalpolitiker die Landesregierung auffordern, das Gebiet ihrer drei Ortsteile Steinberg, Buckau und Dretzen im Wolfsmanagementplan als nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone auszuweisen.

Übergriffe auf Weidetiere

Hintergrund für den Antrag zur wolfsfreien Zone sind mehrere Übergriffe von Wölfen auf Weidetiere. In Steinberg gab es Sichtungen von Wölfen, die durch die Ortslage laufen. Außerdem sorgte ein Angriff auf einen Haushund in Steinberg für Schlagzeilen, der ebenfalls einem Wolf zugeschrieben wird. Die Einwohnerschaft ist beunruhigt.

In der vom Amt Ziesar eingebrachten Beschlussvorlage wird auf die Notwendigkeit des Schutzes der Bevölkerung sowie der Weidetiere und der heimischen Tierwelt verwiesen. Außerdem würden Wölfe einer unbeschwerten Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus entgegenstehen, heißt es in der Vorlage.

In Steinberg wurden bereits mehrfach Wölfe gesichtet. Quelle: Dirk Fröhlich

Die landesweit bislang einmalige Vorlage ist ein erneuter Versuch der Kommune, auf die Probleme im Zusammenhang mit der Rückkehr der Wölfe aufmerksam zu machen. Zuvor hatte Amtsdirektor Norbert Bartels, der selbst im Buckautaler Ortsteil Steinberg lebt, eine Niederlage einstecken müssen. Seinen im Februar 2018 gestellten Antrag auf Vergrämung von Wölfen nach der Brandenburger Wolfsverordnung hat das Landesumweltamt abgelehnt.

Keine gefährliche Situation

Die Behörde kommt nach einer eigenen Analyse der Situation in Steinberg zu dem Fazit, dass keine für den Menschen gefährlichen Situationen festgestellt wurden. „Die Überwachung mit automatischen Wildkameras im direkten Dorfumfeld und im Bereich der Autobahn ergab die sporadische Anwesenheit von bis zu drei Wölfen, die sich in den Nächten abseits der Dorflage abhalten“, heißt es in dem Ablehnungsschreiben des Landesumweltamtes.

Einen Antrag von Amtsdirektor Norbert Bartels zur Vergrämung von Wölfen hat das Landesumweltamt abgelehnt. Quelle: Silvia Zimmermann

Nach Ansicht von Frank Zimmermann von der Abteilung Naturschutz käme eine Vergrämung erst dann in Frage, wenn Wölfe über längere Zeit häufig in der Nähe der Siedlung anzutreffen sind. Dem Landesumweltamt liegen seit Ende Februar 2018 keine Meldungen mehr über Sichtbeobachtungen im Dorf vor. Die Installation von Wildkameras war den Steinbergern bei einer Bürgerversammlung zugesagt worden, nach dem vermutlich ein Wolf einem Terrier eine Pfote abgebissen hatte. Fotos von Anwohnern belegen die Anwesenheit eines Wolfes an dem betreffenden Grundstückszaun.

Für Aufnahme ins Jagdrecht

Für Amtsdirektor Norbert Bartels ist das Wolfsproblem mit der abgelehnten Vergrämung nicht aus der Welt geschafft: „Wir lassen in der Sache nicht locker.“ Zu den Forderungen der Gemeindevertreter gehört deshalb unter anderem auch die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht, um dessen Ausbreitung zu regulieren.

Von Frank Bürstenbinder

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