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Ziesar Letzte Ruhestätte in Görzke wird teurer
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Letzte Ruhestätte in Görzke wird teurer
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06:24 27.07.2018
Ab Herbst werden die Friedhofsgebühren in Görzke und Hohenlobbese um zehn Prozent ansteigen. Quelle: Fotolia
Görzke

 Die Friedhofsgebühren für die Ruhestätten in Görzke und in Hohenlobbese werden zum Herbst um zehn Prozent erhöht. Das entschied die Gemeindevertretung Görzke in der jüngsten Gemeindesitzung am vergangenen Montag.

Damit reagiert die Gemeinde laut Bügermeister Jürgen Bartlog auf die Abschreibungen, die sich in den letzten Jahren erhöht haben. Er verweist etwa auf den Hauptweg, der auf Görzkes Friedhof erneuert worden ist: „Allein durch den Weg ist die Abschreibung schon erheblich angestiegen und die Erhöhung der Gebühren notwendig geworden.“

Aktuelle Gebühren

Ab Herbst kostet also der Erwerb einer Einzelwahlstelle 320 Euro. Eine Doppelgrabstelle wird mit 640 Euro berechnet. Ein Reihengrab auf zugewiesener Stelle kostet 250 Euro. Eine Einzelstelle für ein Urnengrab kostet 260 Euro und eine Einzelstelle im Urnengemeinschaftsfeld mit liegender Grabplatte 400 Euro. Eine anonyme Begräbnisstätte auf zugewiesener Stelle kostet 320 Euro.

Diese Grabstellen können 20 Jahre lang genutzt werden. Menschen, die vor dem 31. Dezember 2013 beerdigt worden sind, hatten noch ein 30-jähriges Nutzungsrecht. Es kann gegen eine jährliche Gebühr um je fünf Jahre oder mehr verlängert werden. Die Gebühren liegen bei allen Grabstellen zwischen 15 und 30 Euro jährlich.

Andere Gemeinden teurer

Zu hoch findet der ehrenamtliche Bürgermeister die Erhöhung nicht. „Andere Gemeinden haben deutlich höhere Gebühren, deshalb halte ich die Anhebung um zehn Prozent durchaus für vertretbar“, antwortete er auf Nachfrage.

Deshalb bangt Jürgen Bartlog auch nicht um eine mögliche Verwaisung des parkähnlichen Friedhofs. „Der Trend geht eher zu kleineren, intimen Grabstätten oder Waldfriedhöfen. Aber in Görzke gehen wir auf die Bedürfnisse der Menschen ein“, sagt er.

Alternativen der Grabpflege

Damit spielt er auf Angebote für Grabstellen ohne Blumenbepflanzung und damit ohne aufwendige Grabpflege an. „Es kommt oft genug vor, dass die Angehörigen der Arbeit oder der Liebe wegen die Region verlassen müssen oder die Verstorbenen gar keine Angehörigen mehr haben“, sagt Bartlog.

Dabei gibt es anonyme und nicht anonyme Urnengräber. In einer Gemeinschaftsstelle für Urnen etwa kann ein Stein an der Friedhofsmauer oder im Boden eingefasst werden. Bei diesen Stellen ist in der Gebühr schon die Pflege der darüberliegenden Rasenfläche inbegriffen. „Trotzdem kann man dort natürlich Blumen oder anderen Schmuck ablegen“, sagt Jürgen Bartlog.

Die Grabplatte an der Wand anzubringen ist erst seit letztem Jahr möglich. Diese Bestattungsvarianten im Urnengemeinschaftsfeld werden laut Bartlog sehr gut angenommen.

Letztmalig ist die Friedhofsgebührensatzung im Jahr 2015 angeglichen worden.

Die neue Satzung soll ab Herbst dieses Jahres gelten. Sie ist unter den Satzungen auf der Internetseite des Amtes Ziesar unter www.amt-ziesar.de einsehbar.

Von Josefine Kühnel

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