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Ziesar Die Leiden des jungen Müllers
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16:34 02.08.2018
Gelungene Premiere für den Wenzlower Musiksommer in der Dorfkirche. Richard Neugebauer und Thorsten Fabrizi bei ihrem Auftritt. Quelle: Silvia Zimmermann
Wenzlow

Mit einem lang anhaltenden Applaus endete am Mittwochabend in der Dorfkirche der Liederabend des ersten Wenzlower Musiksommers. Thorsten Fabrizi am Klavier und Richard Neugebauer Gesang bedankten sich beim Publikum mit einer musikalischen Zugabe.

„Wir entführen sie heute mit diesem Liederabend in die Romantik. Ein junger Müller verliebte sich in die schöne Müllerin und konnte ihr Herz nicht gewinnen“, begrüßte Pfarrer Thorsten Minuth die Gäste. Es folgte eine musikalische Liebesgeschichte. Franz Schubert (1797-1828) vertonte „Die schöne Müllerin“, ein Liederzyklus für Singstimme und Klavier nach Gedichten von Wilhelm Müller. Thorsten Fabrizi, Initiator dieses Musiksommers, konnte für die erste Veranstaltung den aus Wollin stammenden Richard Neugebauer gewinnen. Beide kennen sich durch gemeinsame Musikprojekte aus den Vorjahren.

Gelungene Premiere für den Wenzlower Musiksommer in der Dorfkirche. Richard Neugebauer inmitten von Fans. Quelle: Silvia Zimmermann

Opernsänger Neugebauer konnte mit seiner Tenorstimme die Verliebtheit des Müllers, sein Hoffen, seine Eifersucht, aber auch die bittere Enttäuschung über das Scheitern seiner Bemühungen stimmlich gut darstellen. Der Vortrag begann mit dem Klassiker „Das Wandern“ und erzählt die Wanderschaft des Müllergesellen, um eine gute Stellung zu finden. Der Bach war sein Begleiter und Wegführer. Letztendlich wies er den jungen Müller den Weg zur schönen Müllerstochter. Seine Liebe vertraute er auch der Umgebung und dem plätschernden Bach an. Am Ende war es auch das Flüsslein, in dem er aus unerfüllter Liebe sein Leben beendete.

Thorsten Fabrizi begleitete den Sänger auf dem Klavier und unterstütze mit seiner Musik das wechselhafte Hoffen und Leiden des Müllers. Das Publikum war gebannt von dem musikalischen Vortrag, der 20 Lieder umfasste. „Ich brauchte etwa zwölf Tage, um dieses Repertoire einzustudieren. Mit Thorsten Fabrizi habe ich zwei Tage geprobt. Das Singen dieser Kunstlieder ist sehr anstrengend, weil hier alle Töne erfasst werden müssen“, sagte Neugebauer.

Gelungene Premiere für den Wenzlower Musiksommer in der Dorfkirche. Quelle: Silvia Zimmermann

„Die schöne Müllerin“ passt gut in die Region. Die Liebesgeschichte hätte sich auch in einer der Mühlen um Wenzlow und Wollin abspielen können. „Es war ein sehr schöner Liederabend und ein Heimspiel für unseren Richard. Das Ambiente in der Kirche ist auch gut“, sagte Ines Hartmann. „Die Künstler, die in den nächsten zwei Vorstellungen auftreten, finden das toll, in kleinen Kirchen aufzutreten. Hier kommen sie dem Publikum nahe, was bei großen Auftritten im Theater und großen Sälen nicht immer der Fall ist“, sagte Thorsten Fabrizi. Fabrizi freute sich über den guten Start des ersten Wenzlower Musiksommers, der vom Förderverein für Kirchenmusik Laudates iniziiert wurde. Das liebevolle Ambiente in der Kirche wurde von der untergehenden Abendsonne, die ihre roten Strahlen in den Innenraum schickte, betont. Pfarrer Thorsten Minuth schickte die Gäste mit den Worten in einen „schönen Abend: Bestimmt sind ihre eigenen Erinnerungen an eine unerfüllte Liebe wach geworden“.

Die nächste Vorstellung ist am 15. August.

Von Silvia Zimmermann

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