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Ziesar 60 Jahre und kein bisschen leise
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar 60 Jahre und kein bisschen leise
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10:19 15.07.2018
Serenadenkonzert auf der Burg. Quelle: Silvia Zimmermann
Ziesar

Weit angereist war am Sonnabend zum Serenadenkonzert Horst Weber aus Freiberg in Sachsen. Weber gehörte einst zu den Gründungsmitgliedern des Jugendblasorchesters Ziesar. Der ehemalige Ziesaraner wurde 1956 eingeschult und machte zwlf Jahre später sein Abitur. „Als 1958 das Orchester gegründet wurde, habe ich mich dazu entschlossen mitzumachen. Ich wurde am Tenorhorn ausgebildet. Solch schöne Musik wie sie beim Serenaden Konzert zu hören war, spielten wir damals nicht“, erinnerte sich der heute 68-jährige Weber.

Horst Weber in Paradeuniform im Orchester. Quelle: Sabine Blank

Horst Weber studierte an der Bergbauakademie in Freiberg und blieb dem Ort beruflich auch treu. Er spielte noch einige Jahre im Bergbauorchester mit. Musste es aus beruflichen Gründen aber aufgeben „Ich habe das Wirken und die Entwicklung des Jugendblasorchesters immer aus der Ferne verfolgt“, sagte Weber zum Publikum. Für ihn war es selbstverständlich, dass er in der Paradeuniform der Bergbauakademie zum Serenadenkonzert kam.

Musikalisch hat sich das Orchester seit seiner Gründung weiter entwickelt. Einst gefragt wegen der Arbeiter- und Kampflieder, entwickelte sich der Klangkörper zu einem ansehnlichen Orchester. „Wir waren mehrfach das beste Jugendblasorchester imBezirk Potsdam“, erinnerte sich Weber. Mit ihren Serenadenkonzerten unter freiem Himmel zeigten die Musiker, dass sie Hits aus allen Musikzeiten und Genres spielen können.

So gehörten Titel von Glenn Miller, Robby Williams, Helene Fischer, ABBA und viele andere dazu. Das Publikum auf dem Burghof war begeistert, gab reichlich Applaus und forderte immer wieder Zugaben. Durchs Programm führte Manuela Grosser, die jeden Titel kommentierte. Die Berlinerin sang sogar einige Stücke mit, forderte die Gäste zum Mitsingen auf. Das Orchester stand unter Leitung des langjährigen Dirigenten Heiko Au.

Zuschauer beim Serenadenkonzert. Quelle: Sabine Blank

Einen ganz besonderen Zuhörer hatte das Serenadenkonzert noch. Der bereits flügge gewordene Ziesaraner Jungstorch verweilte auf dem Dach der Burg und verfolgte aus sicherer Höhe die zweistündige Veranstaltung. Auch 2018 ist ein Hauptanliegen die Gewinnung und Ausbildung des Musikernachwuchses. Ab September wird das Förderprojekt „Kultur macht stark - Musik baut auf“ mit den Jüngsten in der Kita Ziesar fortgeführt.

Moderatorin Manuela Grosser führte durch das Programm. Quelle: Sabine Blank

Das Blasorchester kann man am 5. August beim Strandfest in Wusterwitz und am 12. August beim Blasmusikfest auf dem Burghof Ziesar hören. Zuvor erholen sich die Musiker ab dem 21. Juli im Ferienlager Sellin auf der Insel Rügen. Das Ferienlager wird ständig durch den Musikverein Ziesar, dem das Blasorchester angehört, betreut und renoviert. Am 21. Oktober begibt sich das Orchester mit Handwerksfirmen aus Magdeburg auf Kuba-Reise. Dort werden sie unter anderem in Havanna Konzerte geben.

Von Sabine Blank

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