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Ziesar Wolfsangriff fordert weiteres Opfer
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Wolfsangriff fordert weiteres Opfer
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14:04 14.03.2019
Emilia Wallbaum (15), unterstützt von ihrem Vater Heiko Wallbaum, kümmert sich hingebungsvoll um die Rettung der beiden Lämmchen. Die sind mittlerweile über den Berg. Quelle: HEIKE SCHULZE
Rottstock

In der Nacht zu Donnerstag ist in Rottstock (Potsdam-Mittelmark) ein weiteres Mutterschaf nach dem Wolfsangriff gestorben. Im Morgengrauen des 5. März hatte ein Wolf auf der Weide des Gasthofes Haug vier Mutterschafe getötet.

Zwei Jungtiere verschwanden. Zwei neugeborene Lämmer überlebten. Sie waren kurz vor dem Angriff auf die Welt gekommen. Das Muttertier fiel hingegen ebenfalls dem Wolfsangriff zum Opfer.

Sie hatte es gerade noch geschafft, ihren Nachwuchs trockenzulecken. Überlebt haben die Lämmer das Tierdrama, weil sie versteckt in einem kleinen Verschlag auf der Weide lagen. Der Fall hatte überregional große Aufmerksamkeit erregt.

Die beide neugeborenen Lämmchen liefen am Morgen nach dem Wolfsangriff zu ihrer getöteten Mutter und kuschelten sich an sie. Quelle: privat

Den beiden kleinen Lämmern geht es gut. „Sie sind über den Berg“, sagt Besitzerin Andrea Wallbaum-Haug, die den Gasthof betreibt. Eine Tierärztin hat einem der Lämmer noch eine Aufbauspritze gegeben, um seinen zwischenzeitlich kritischen Zustand zu stabilisieren.

Das nun verendete etwa einjährige Schaf hatte wie die anderen getöteten Tiere ebenfalls einen Kehlbiss erlitten, dies aber zunächst überlebt. Diese Verletzung war nicht sofort aufgefallen. Auch dieses Tier war trächtig.

Lämmer sollen am Leben bleiben

Die Familie Haug-Wallbaum päppelt die beiden Lämmer mit der Flasche auf. Danach sollen sie in eine Schafherde kommen. Neben den beiden Lämmern hat nur noch ein einjähriger Schafsbock den Wolfsangriff überlebt.

Angeschafft hatte die Familie die Schafe, um das Lammfleisch in ihrem Restaurant zu vermarkten. Nach dem Wolfsangriff sagte Heiko Wallbaum, die Schafhaltung aufgeben zu wollen. „Wir denken jetzt aber doch noch mal drüber nach und auch, ob wir nun einen Zaun um die ganze Weide ziehen werden“, sagte Andrea Wallbaum-Haug.

Die beiden Lämmer sollen auf keinen Fall geschlachtet werden, sagt die Familie. Das bringe sie nicht mehr über das Herz. Dazu sei das Geschehen zu schrecklich gewesen.

Von Marion von Imhoff

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