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Ziesar Hochzeit: Trauzeuge kam als Henker
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesar Hochzeit: Trauzeuge kam als Henker
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16:45 13.07.2018
Andreas Dietz steckt seiner Ehefrau Katrin den Ring an. Quelle: Silvia Zimmermann
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Ziesar

Wenn der 13. auf einen Freitag fällt, verbinden das viele Menschen mit einem Unglückstag. Nicht so Andreas Dietz und seine frisch angetraute Ehefrau Katrin. Beide haben beschlossen sich an diesem Freitag vor Standesbeamtin Viola Schröder im Kaminzimmer des Burg-Hotels das Jawort zu geben. Für die beiden Ziesaraner war es nicht das erste Mal, dass sie vor dem Traualtar stehen. Sie nutzten den angeblichen Unglückstag für ihre Hochzeit und besiegelten somit ihr Glück. Noch etwas machte diese Eheschließung zu etwas besonderem. Das Brautpaar hatte sich entschieden in mittelalterlichen Gewändern vor die Standesbeamtin zu treten.

Alle Gäste im Kostüm

„Wir wollten mal etwas ganz anderes. Trauungen in traditioneller Kleidung mit Brautkleid und Anzug hatten wir beide schon“, sagte Bräutigam Andreas Dietz. „Mein Mann ist Mittelalterfan und so stand es fest, dass wir beide in historischen Kleidern heiraten. Unsere Familien fanden diese Idee gut. Und so kamen alle Gäste in Kostümen“, freute sich die frischgebackene Ehefrau.

Die Braut fand ihr Kleid im Internet, der Bräutigam kaufte sein Outfit auf einem Mittelaltermarkt. Die Hochzeitsgesellschaft kleidete sich im Kostümverleih Seidel in Brandenburg ein. Ein bestimmtes Motto gab es da nicht, festlich und schick sollte es sein. „Ich fand die Idee nicht schlecht, als mir Andreas die Einladung zur Hochzeit überreichte und mich bat sein Trauzeuge zu sein. Meine Gewandung fiel auf den Henker. Dazu gehört das Beil“, sagte Trauzeuge Carsten Schmidt. Auch Zwillingsbruder Carsten Zagermann war sofort bereit für seine Schwester Katrin Trauzeuge zu sein.

Nach der Trauung wird im Burg-Hotel angestoßen. Quelle: Silvia Zimmermann

Der Entschluss an einem Freitag, den 13. zu heiraten war schon vor zwei Jahren gewachsen. „Wir haben uns 2015 näher kennengelernt. Mein Auto sprang nicht an, und da war Andreas zur Stelle. Er fuhr mich nach Hause“, erzählte Katrin Zagermann Dietz. Das Paar kannte sich durch den Schulbesuch der Kinder, aber gefunkt hatte es erst nach dieser Begegnung. Beide hatten ja bereits gescheiterte Beziehungen hinter sich und wurden vorsichtiger.

Ehefrau ist Glückstreffer

„ Meine zukünftige Frau wohnte in der Bahnhofstraße 13 und Katrin ist für mich ein Glückstreffer geworden. Daher sollte unsere Hochzeit an einem Freitag, den 13. geschehen. In diesem Jahr war es nun soweit“, sagte der gelernte Fleischer. „Heute liegt ein besonderer Zauber in der Luft, ein etwas anderes Flair, und das Paar ist aufgeregt.“, Mit diesen Worten begann Standesbeamtin Viola Schröder die Zeremonie.. Die Hochzeitsgesellschaft lauschte der festlichen Rede. Von gegenseitiger Achtung, herzlicher Sympathie und humorvoller Verliebtheit hörten die Gäste.

Die Ehepartner haben schon einige Höhen und Tiefen im Leben durchstanden, so dass ihre Beziehung noch intensiver gefestigt wurde. Beide bringen fast erwachsene Kinder mit in die Ehe. So nehmen in Zukunft die Zwillinge Sebastian und Dominic (18) und die Schwester Jessica (24) ihre 46-jährige Mutter Katrin in Anspruch. Sohn Robert (24) und Tochter Chantal (18) sind immer willkommen bei Papa Andreas. Nach der Trauung gehörten die Eltern, Geschwister und Freunde zu den ersten Gratulanten. Das Paar feierte nach der Trauung wie im Mittelalter weiter. Für die Gäste wurde ein kleines Turnier vorbereitet, bei dem jeder einige Aufgaben zu erfüllen hatte.

Von Sabine Blank

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