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Ziesars Schwemmpfuhl liegt auf dem Trockenen

Stadtteich wird ausgebaggert Ziesars Schwemmpfuhl liegt auf dem Trockenen

Jetzt liegt er trocken, doch auch in Zukunft soll der so genannte Schwemmpfuhl der Stadtteich von Ziesar bleiben. Darauf haben sich in dieser Woche die Stadtverordneten einmütig verständigt. Damit dürften die Gerüchte vom Tisch sein, wonach die Kommune mit einer Schließung des Wasserlochs an der Ecke Gartenstraße/Brandenburger Straße liebäugle.

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Mit einem Bagger wird der Teich von Schlamm befreit.

Quelle: SZ

Ziesar. "Vielleicht bekommt er eine neue Form oder wird etwas kleiner. Aber von Zuschütten war nie die Rede", stellte Bürgermeister Dieter Sehm (SPD) klar.

Der Schwemmpfuhl beschäftigt die Kommunalpolitiker, weil nach vielen Jahren wieder eine umfassende Säuberung und Restaurierung des umzäunten Wasserspeichers auf der Tagesordnung steht. Zwar hat die Stelle ihre historische Funktion als Pferdewäsche, Fischteich, Eisspender für Kühlzwecke und Feuerlöschquelle längst verloren, doch noch immer sammelt sich hier Oberflächenwasser und tummeln sich Schwäne und Enten auf der kleinen Oase der Ruhe. Für Ziesar sei der Schwemmpfuhl auch ein Wahrzeichen. Zuschütten käme deshalb nicht in Frage, meinte Renate Mielke (SPD).

Letztmalig berichtete der Anzeiger für Ziesar 1935 von der Trockenlegung des Schwemmpfuhls durch die Feuerwehr und die anschließende Entschlammung, wie sie derzeit durch die Firma Grigat Bau stattfindet. Eine Neugestaltung des Areals ist das aber noch nicht. Wie diese aussehen könnte, beschäftigt zahlreiche Ziesaraner. Bürgermeister Sehm präsentierte den Stadtverordneten elf Vorschläge, die von der Bauverwaltung mit einem Planer auf ihre Machbarkeit geprüft werden sollen. So jedenfalls der Auftrag, den die Abgeordneten der Verwaltung mit auf den Weg gaben. Im Dezember sollen Details vorliegen.

Ziel ist es, dem Schwemmpfuhl im kommenden Jahr einer gestalterischen Verjüngungskur zu unterziehen. Deshalb wird die Maßnahme in der Haushaltsdebatte für 2014 eine Rolle spielen. Aber es gibt auch zurückhaltende Stimmen. So warnte Wolfgard Preuß (Bauernverband und Freie Bürger) vor einem Schnellschuss: "Natürlich soll es den Schwemmpfuhl weiter geben. Doch ich warne vor zu großer Eile, ohne zu wissen, was eine Sanierung kostet." Deshalb sprach sich auch Bernd Gobel (CDU) für eine Realisierung in Etappen aus. Priorität habe für ihn jedoch der Schutz des Nachbargebäudes. Holger Lahne (CDU) aus Glienecke zeigte sich erstaunt über das Projekt: "Den Ortsteilen wird immer gesagt, das Geld sei knapp."

Von Frank Bürstenbinder

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