Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Ziesars Verwaltungschef führt nun Wusterwitz
Lokales Potsdam-Mittelmark Ziesars Verwaltungschef führt nun Wusterwitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 27.03.2017
Ziesars Amtsdirektor Norbert Bartels ist jetzt staatlich bestellter Amtsdirektor von Wusterwitz. Er soll das Verfahren um die Neubesetzung des dortigen Chefpostens begleiten. Quelle: Claudia Nack
Anzeige
Wusterwitz/ Ziesar

Das dürfte Seltenheitswert im Land Brandenburg haben: Der Amtsdirektor von Ziesar, Norbert Bartels, ist nun auch für die Geschicke des Amtes Wusterwitz mitverantwortlich. Das bestätigte am Freitag Kai-Uwe Schwinzert, Pressesprecher des Landkreises Potsdam-Mittelmark, auf MAZ-Anfrage. Hintergrund ist das bekanntlich höchst umstrittene Auswahlverfahren für den Posten des neuen Amtsdirektoren in Wusterwitz.

In einer Erklärung des Landratsamtes heißt es: „Herr Bartels wurde für den Zeitraum vom 7. März 2017 bis zum Ablauf des 31. März 2017 als Beauftragter zur Wahrnehmung der Funktion des Amtsdirektors des Amtes Wusterwitz bestellt, jedoch nur soweit es das Verfahren um die Besetzung der Stelle der Amtsdirektorin/des Amtsdirektors betrifft und zur Abgabe von Willenserklärungen.“ Nötig sei das, weil die zweite stellvertretende Amtsdirektorin im Urlaub sei.

Für die laufende Verwaltung sei Ramona Mayer zuständig, so Schwinzert. Die 51-jährige Mayer, bisherige Kämmerin im Amt Wusterwitz, wurde am 20. Februar nach einer Patt-Situation bei einer Abstimmung im Amtsausschuss per Losverfahren zur neuen Amtsdirektorin gewählt. Mayer hatte das Amt nach dem Weggang der früheren Amtsdirektorin Gudrun Liebener bereits kommissarisch geführt.

Ihre Rolle beim Auswahlverfahren indes ist höchst umstritten. Der Grund: Über Monate hielt Ramona Mayer ihre eigenen Bewerbungsambitionen geheim gegenüber dem Amtsausschuss. Deswegen steht der Vorwurf des Verstoßes gegen das Mitwirkungsverbot im Raum.

Gegen Mayers Wahl gehen zwei Mitbewerber vor. Stefan Dossow legte Widerspruch ein, Heiderose Gummert hat das Verwaltungsgericht Potsdam angerufen. Dessen Eilentscheidung wird für April erwartet, nachdem der Amtsausschuss um Fristverlängerung bis zum 31. März gebeten hat, um seine Stellungnahme abzugeben. Ziesars Amtsdirektor Bartels unterzeichnete nun die Einladung zur nächsten Amtsausschusssitzung am Montag, 27. März. Darin geht es um die Äußerung des Ausschusses zur Klage und zum Widerspruch.

Gummert war im September 2016 auch gegen das erste Auswahlverfahren für den Chefposten in der Wusterwitzer Verwaltung gerichtlich vorgegangen. In diesem hatte sich Mayer noch nicht beworben, nach Abbruch des Verfahrens aber im September eigenen Angaben nach beschlossen, sich nun auf die Stelle auch selbst zu bewerben.

Laut Protokoll der Amtsausschusssitzung vom 11. Mai 2016 fragte Mayer: „Beabsichtigen Mitglieder des Amtsausschusses, sich für die Wahl zum Amtsdirektor zu bewerben, gilt gemäß Paragraf 22 Absatz 1 in Verbindung mit Paragraf 140 Brandenburgischer Kommunalverfassung das Mitwirkungsverbot.“ Alle Ausschussmitglieder sollen dann persönlich von Mayer belehrt worden sein, falls jemand an dem Tisch beabsichtige, sich als Amtsdirektor zu bewerben, müsse er den Tisch nun verlassen.

Das zweite Verfahren begann bereits im Oktober 2016. Mayer hat jedoch erst in der Weihnachtszeit dem Amtsausschussvorsitzenden Ronald Melchert nach dessen Angaben anvertraut, dass sie sich bewerben werde. Sie soll ihn gebeten haben, dies für sich zu behalten.

Den Ausschuss informierte sie erst mit Abgabe ihrer Bewerbung im Januar. Auf die Frage der MAZ, warum sie ihre Bewerbung bis zuletzt öffentlich geheim gehalten habe, sagte Mayer, es gäbe keine Pflicht, dies vor der Wahl bekannt zu geben. So kam es dazu, dass sie die Ausschreibung, auf die sich selbst bewarb, eigenhändig unterzeichnete.

Von Marion von Imhoff

Ein 4-jähriger Jungen ist nach einer Geburtstagsfeier im Kreis Potsdam-Mittelmark durch einen Hundebiss so schwer verletzt worden, dass er stationär in einem Krankenhaus aufgenommen wurde. Durch das Eingreifen der Mutter konnte wohl Schlimmeres verhindert werden. Die Attacke hat für den Hundebesitzer Konsequenzen.

24.03.2017

Bio-Läden sind längst kein Großstadt-Trend mehr – bestes Beispiel ist der Hofladen in Lübnitz. Andrea Feinbier und ihre Mitarbeiter bieten dort seit über zehn Jahren ein ausgewähltes Sortiment an verschiedenen Bio-Produkten an. Dabei legen sie besonderen Wert darauf, dass die Waren aus der Region kommen. Hin und wieder stoßen sie dabei jedoch an ihre Grenzen.

27.03.2017

Feuerwehreinsatz in Börnecke bei Görzke: Vermutlich durch Selbstentzündung sind am Freitagvormittag mehrere hundert Tonnen Rindermist in Flammen aufgegangen. Das überdachte Lager gehört dem Landgut Reppinichen. Nicht alle alarmierten Feuerwehren kamen am Brandort an.

24.03.2017
Anzeige