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Zirkus-Nachwuchs aus der Waldorfschule

Werder Zirkus-Nachwuchs aus der Waldorfschule

Das Zirkusprojekt an der Freien Waldorfschule in Werder etabliert sich immer mehr. Unlängst haben die Schüler eine einstudierte Show öffentlich präsentiert. Ein Mitglied des Arbeitskreises für Öffentlichkeit berichtet von einem begeisterten Publikum in einem voll besetzten Zirkuszelt. Den Achtklässlern steht indes in diesem Jahr eine ganz besondere Klassenfahrt bevor.

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Der Zirkus wird nicht mehr nur in einer Arbeitsgemeinschaft gelebt, sondern auch im Sportunterricht der Waldorfschule.

Quelle: Patrick Ley

Werder. Das Zirkuszelt an der Waldorfschule steht seit Januar 2016. Etwa 50 Schüler nutzen es regelmäßig für die Zirkus AG. Hier wird zweimal die Woche fleißig trainiert, geübt, gelacht, und geschwitzt bis es wieder heißt: „Manege frei!“ Am zweiten Mai-Wochenende hatte die Projektgruppe eine Zirkusshow präsentiert. „In einem voll besetzten Zelt haben die jungen Artistinnen und Artisten mit einem mitreißenden Akrobatik-Programm, Jonglage, Balance und Trapez das Publikum begeistert“, sagt Simone Holzwarth, Mitglied des Arbeitskreises für Öffentlichkeit an der Waldorfschule. Zirkus ist dort zu einem festen Bestandteil geworden.

An zwei Nachmittagen in der Woche trainieren die verschiedenen Gruppen, die „Morgensternchen“ (von Klasse 2 bis 4) und die Jugendlichen, die „Morning Stars“ (ab Klasse 5). Zum Training gehören die Disziplinen Akrobatik, Drahtseil, Jonglage, Luftakrobatik und Balance. Begleitet werden die Trainingsgruppen von den beiden Zirkuspädagoginnen Sonni Ossapofsky und Lena van Remmen und seit Anfang dieses Jahres zusätzlich von Clemens Hölscher und Romy Emir. Einmal die Woche stoßen die Assistenztrainerinnen (Schülerinnen der 10. Klasse der Waldorfschule) Elisabeth Margraf und Anna Wild-Havely dazu.

Achtklässler haben in diesem Jahr noch Großes vor

Auch im Sportunterricht ist der Zirkus mittlerweile fest verankert.„Zirkus ist lebendig und vielfältig und gerade durch die Verbindung von Lernen und Spaß im schulischen Bereich so reizvoll“, erklärt Simone Holzwarth. Zum Gelingen einer gemeinsamen Aufführung seien sowohl soziale Kompetenzen wie Teamabsprachen, der Umgang mit Kritik und Konflikten oder das gegenseitige Mutmachen vor Aufführungen gefragt, als auch eine angemessene Selbsteinschätzung, Kreativität und das Entdecken eigener Stärken.

Im März diesen Jahres hat eine geförderte Weiterbildung zum Zirkusjugendübungsgleiter begonnen. An der Fortbildung nehmen insgesamt 20 Jugendliche aus Berlin und Brandenburg teil. Kooperationspartner sind der Zirkus Morgenstern der Waldorfschule Werder, der „Circus Montelino“ aus Potsdam und die Evangelische Jugendgemeinde Werder. Gefördert wird das Projekt von „Zirkus macht stark“. Dieser Verein ist bundesweit tätig und wurde 2012 auf Initiative von zwei Zirkussen aus Berlin und Hamburg gegründet. An der Waldorfschule in Werder sind künftig weitere Projekte geplant, wie zum Beispiel Zirkusferiencamps, sagt Simone Holzwarth.

Auf die Bühne der Schulaula hat die 8. Klasse kürzlich das Theaterstück „Die schwarzen Brüder“ nach einem Roman von Lisa Tetzner gebracht. Angeleitet wurde sie von Musiklehrerin Britta Hagels. In der Waldorfschule bildet das achte Schuljahr den Abschluss der Unterstufe und ist geprägt von gemeinschaftlichen Aktivitäten wie dem sogenannten „Achtklass-Spiel“ und einer großen Klassenfahrt. In diesem Fall werden die Schüler eine Alpenüberquerung machen.

Von Luise Fröhlich

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