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Potsdam-Mittelmark Zirkus Renz startet in die neue Saison
Lokales Potsdam-Mittelmark Zirkus Renz startet in die neue Saison
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00:17 07.04.2016
Beim neuen Programm des Zirkus Renz haben auch die fünf Kamele wieder einen Auftritt. Quelle: Anja Reinholz
Niemegk

„Wir sind ein Zirkus zum anfassen“, sagt Ilse Renz. Die 58-Jährige leitet gemeinsam mit ihrem Mann Stefan Renz den gleichnamigen Zirkus, der am vergangenen Wochenende in Niemegk gastierte. Aus dem Winterschlaf in Treuenbrietzen erwacht, können jetzt die Vorführungen mit neu einstudiertem Programm beginnen.

Um für die neue Saison vorbereitet zu sein, war die Winterpause dringend notwendig. Denn das Material musste gewartet, schwere Fahrzeuge auf Vordermann gebracht und neue Kunststücke eingeübt werden.

Sechs menschliche Hauptdarsteller und viele tierische Kollegen

Ilse Renz betreibt den Zirkus bereits in der siebten Generation. Ihr Mann stammt ebenso aus einer Zirkusfamilie. „Nicht jeder ist für die Manege geboren“, sagt die Zirkuschefin. „Man muss schon mit der Lupe nach Artisten suchen.“

Renz selbst stammt aus einer kinderreichen Familie mit elf Geschwistern. Gemeinsam mit ihrem Mann, ihren Kindern und den Enkelkindern im Alter zwischen zwei und 14 Jahren sorgt sie für professionelle Auftritte und Unterhaltung für jedermann. „Egal ob der Zirkus groß oder klein ist“, sagt Ilse Renz, „der Aufwand ist ähnlich.“ Der Zirkus Renz besteht neben den zumeist sechs menschlichen Hauptdarstellern aus sechs Ponys, fünf Kamelen, zwei Lamas, einer Ziege sowie den beiden Hunden Pancho und Buddy.

Bei so viel Verantwortung ist an Urlaub nicht zu denken. „Wir kennen keinen Urlaub, der Zirkus ist mein Leben“, sagt Renz. „Was anderes könnte und will ich gar nicht.“ Die resolute Chefin setzt sich auch schon mal selbst ans Lenkrad von einem ihrer großen Trucks.

Publikum wird von Jahr zu Jahr weniger

Der kleine Familienkzirkus muss sich zwischen vielen anderen behaupten können. Seine Zuschauer immer wieder aufs Neue begeistern und eine interessante Show abliefern. Das Publikum zu kalkulieren, sei aber nahezu unmöglich, weiß Renz. „Sind es an einem sonnigen Tag 50 Leute, kommen am darauffolgenden Tag vielleicht nur 15 Zuschauer und die Kosten werden nicht gedeckt.“ Spritkosten, Futter, der Stellplatz und die Unterhaltungskosten – alles müsse bezahlt werden. Das werde von Jahr zu Jahr schwieriger, weil das Publikum weniger werde. „Jugendliche verfolgen andere Interessen und Eltern haben weniger Zeit, um mit ihren Kindern den Zirkus zu besuchen“, weiß die vierfache Großmutter. Und sie ergänzt: „Zirkus ist Berufung.“

Die Familie wohnt das ganze Jahr über in gemütlich eingerichteten Wagen, beim Komfort scheint es an nichts zu fehlen. „In ein Haus kriegt uns keiner“, so Renz.

„Der Zirkus liegt uns am Herzen und aufhören ist unvorstellbar“

In der kälteren Jahreszeit treten die Zirkusleute auf Anfrage in Schulen, Kindergärten und Altersheimen auf – dann aber als geschlossene Veranstaltung. Ansonsten sind sie das Jahr über in ganz Deutschland unterwegs. Außerdem freut sich Familie Renz in diesem Jahr auf zwei persönliche Großereignisse: Enkelin Katy wird eingeschult und der einzige Sohn der Familie erwartet mit seiner Frau das zweite Kind.

Auch in der für Artisten schwierigen Zeit, will Familie Renz weitermachen. „Der Zirkus liegt uns am Herzen und aufhören ist unvorstellbar“, sagt Ilse Renz. Auch Tochter Manuela betreibe einen Zirkus unter ihrem Familiennamen, in Holland. Die Hoffnung liege also im Nachwuchs.

Von Anja Reinholz

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