Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Zirkus macht mobil

Angebot der Wredowschen Kunstschule Zirkus macht mobil

Darstellende Kunst mit den Sparten Theater und Zirkus ist das jüngste Angebot der Wredowschen Kunstschule. Mit dem Zirkusmobil ist man jedoch nicht in der Stadt Brandenburg unterwegs, wo es das Hoppla-Projekt von Andrea Lemke gibt, sondern in Geltow, Jeserig, Damsdorf und neuerdings auch in Groß Kreutz und Golzow. Aus Pritzerbe und Radewege liegen Anträge vor.

Voriger Artikel
Bad Belzig: Gedenken an die Geschwister Scholl
Nächster Artikel
Auf den Spuren einer großen Kämpferin

Nicht einfach für die jungen Artisten ist diese Nummer mit fliegenden Tücher auf dem Rola Bola.

Quelle: Privat

Brandenburg/H. Die darstellende Kunst mit den Sparten Theater und Zirkus ist das jüngste Angebot der Wredowschen Kunstschule. Mit dem Zirkusmobil ist man jedoch nicht in der Stadt Brandenburg unterwegs, wo es das Hoppla-Projekt von AH-Mitarbeiterin Andrea Lemke gibt, sondern in Geltow, Jeserig, Damsdorf und neuerdings auch in Groß Kreutz und Golzow. Aus Pritzerbe und Radewege liegen weitere Anträge vor.

Die Unterschriften unter den Kooperationsverträgen mit der Erich-Kästner-Grundschule in Groß Kreutz und der Golzower Rochow-Schule, die jeweils die Turnhallen zur Verfügung stellen, ist noch druckfrisch. Dort können sich sechs- bis zwölfjährigen Kinder ab der nächsten Woche in Kursen als Artisten, Akrobaten oder Clowns versuchen. „Durch das 2014 verabschiedete neue Musik- und Kunstschulgesetz werden die acht freien Kunstschulen vom Land Brandenburg mittlerweile entsprechend ihrer zertifizierten Leistung gefördert, wobei eine Spartenvielfalt ausdrücklich gewollt und vorgeschrieben ist“, erklärt Klaus Lietze, Geschäftsführer der Stiftung Wredowsche Zeichenschule.

Spartenvielfalt ist gewollt

Neben der angestammten Bildenden Kunst mit 30 Kursen, gebe es inzwischen vier angewandte Angebote in Design und Formgestaltung, wobei „Bühnenbild“ in Zusammenarbeit mit dem Brandenburger Theater ab April anlaufen soll. Bei der dritten Sparte darstellende Kunst laufen in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin und dem BT unter Anleitung von erfahrenen Theaterpädagogen seit Herbst vorigen Jahres acht Kurse für Kinder und Erwachsene, wobei zwei noch freie Plätze haben. Während die Wredowsche Kunstschule vor der Spartenvielfalt 75 Teilnehmer hatte sind es laut Lietze jetzt 352. „Das neue Gesetz hat uns zwar viel Kopfschmerzen bereitet, aber es kam für uns nach dem Abschluss der umfangreichen Haussanierung bei der inhaltlichen Ausrichtung zur rechten Zeit“, so Lietze.

Seit 20 Jahren „Zirkusdirektor“

Das Zirkusmobil der Wredowschen Kunstschule mit inzwischen zehn Kursen in fünf Orten erreicht knapp 100 junge Teilnehmer. Hervorgegangen ist es aus dem Projekt „Zirkus macht Schule“ . „Es war 1994/95 vom brandenburgischen Bildungsministerium mit Sportgeräten als Anfangsausstattung ins Leben gerufen worden“, erinnert sich Gerhard Schneider aus Wust. „Mit 15 Schüler fing ich damals in der Fühmann-Gesamtschule in Jeserig an“ . Die Gesamtschule gibt es nicht mehr, aber Schneider ist dabei geblieben. 20 Jahre lang war der ehemalige Sportlehrer als „Zirkusdirektor“ allein an Schulen unterwegs, um Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren mit diesem Projekt stark zu machen und etwas gegen die zunehmende Bewegungsarmut zu tun. Trainiert werden Fitness, Gewandtheit und Koordination, aber auch Hirntätigkeit, Sozialverhalten, Selbstbewusstsein und Willenskraft der Kinder gefördert. Der Spaß und die Begeisterung tun Schneider gut, obwohl er als inzwischen 72-Jähriger bei Organisation, Kostümen und Transport am Rande der Belastbarkeit angelangt war.

„Ballett“ auf Einrädern

„Ballett“ auf Einrädern.

Quelle: Privat

„Nun macht es wieder richtig Spaß“, sagt Kursleiter Schneider, der bei „Wredows“ jetzt Teil eines Honorarkräfte-Teams ist. Ihm zur Seite stehen die Theaterpädagoginnen Kathrin Weihrauch aus Tieckow und Regina Schwarz aus Bad Belzig, die sich auf Artistik und Clownerie spezialisiert haben. Während das Einradfahren für Schneiders Schützlinge am kniffligsten ist, weil das Beherrschen am längsten dauert, ist es für ihn am schwierigsten sie wegen der erforderlichen Feinmotorik an Kleingeräte wie Bälle, Teller oder Diabolo zu bringen. Seine von Anfang an geprägte Zirkusregel lautet: „Ich kann das nicht, gibt es nicht.“

Von Claudia Nack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg