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Zitz: Illegale Müllkippe wird wieder überwacht

Mittelmark Zitz: Illegale Müllkippe wird wieder überwacht

Zuletzt hatte der Landkreis Potsdam-Mittelmark das Grundwasser an der illegalen Mülldeponie in Zitz 2015 untersuchen lassen. Nun sind neue Untersuchungen in Auftrag gegeben, die Aufschluss darüber geben, wie giftig das Sickerwasser auf der Deponie ist.

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Meterhoch liegt geschredderter Plastikmüll auf der illegalen Deponie in Zitz.

Quelle: Marion von Imhoff

Zitz. Wie belastet ist das Grundwasser durch die illegale Mülldeponie in Zitz? Fest steht, dass Schwermetalle ins Grundwasser sickern. Eigentlich soll das jährlich untersucht werden im Auftrag der Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Doch obwohl ein jährlicher Untersuchungsturnus dafür gilt, kam der Landkreis dieser Aufgabe nicht nach. Im November nun wurde durch den Landkreis eine neue Beprobung auf Giftstoffe in den Deponien Zitz und Bensdorf veranlasst.

„Auf die Ergebnisse warten wir jetzt“, sagt die Wusterwitzer Amtsdirektorin Ramona Mayer. Zuletzt war die illegale Müllkippe, auf der seit tonnenweise geschredderter Abfall liegt, 2015 näher von der zuständigen Behörde in Augenschein genommen worden.

Das Amt Wusterwitz hat mittlerweile auch die Eigentümerin des Geländes aufgefordert, zur Gefahrenabwehr für einen Zaun zu sorgen. Dieser ist stellenweise nicht mehr existent. „Die Eigentümerin hat uns zugesagt, im Januar für eine Umzäunung zu sorgen“, sagt Ramona Mayer. Sollte das bis Februar nicht geschehen sein, wird das Amt einen Zaun ziehen lassen. Die Rechnung geht dann an die Grundstückseigentümerin.

Die Mülldeponie zu renaturieren, wird nach Angaben des Amtes Wusterwitz 3,1 Millionen Euro kosten. Kosten, die die Gemeinde Rosenau vom Müllpaten Bernd R. beansprucht. Doch das Landgericht hatte im Sommer entscheiden, Schadenersatzansprüche seien verjährt. „Dagegen gehen wir in Berufung“, sagt jetzt Ramona Mayer.

Nach der Wende sollte Bernd R. als angeblicher Entsorgungsfachmann die aus DDR-Zeiten stammende Müllkippe renaturieren. Doch statt dessen ließ er heimlich weiter lastwagenweise Abfall dorthin bringen. Umweltfahnder kamen ihm auf die Spur. 144 000 Tonnen soll R. insgesamt auf mehrere Deponien vergraben haben. Sanierungsaufwand 73 Millionen Euro. Der Umweltkriminelle wurde 2012 zu vier Jahren Haft verurteilt.

Von Marion von Imhoff

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