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Potsdam-Mittelmark Zündelei am Sportplatz gerät außer Kontrolle
Lokales Potsdam-Mittelmark Zündelei am Sportplatz gerät außer Kontrolle
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19:45 22.06.2017
Eine leichtsinnige Zündelei mit verheerenden Folgen. Quelle: Alle Fotos: Julian Stähle
Fichtenwalde

Durch leichtsinniges Spiel haben am Mittwochabend zwei 13- beziehungsweise 15-jährige Jugendliche am Sportplatz in Fichtenwalde einen folgenschweren Brand verursacht. Nach Angaben der Polizei hatten die Jugendlichen mit Wunderkerzen gezündelt. Die Wunderkerzen seien anschließend zwischen zwei Container gefallen und hätten den Waldboden entzündet. Von dort griff das Feuer auf die beiden Container über. Sie wurden vom örtlichen Sportverein als Umkleideraum und von der Dorfgemeinschaft als Lager für ein Festzelt sowie mehrere Bierzeltgarnituren genutzt. Die Container brannten vollständig nieder.

Die Freiwillige Feuerwehr Fichtenwalde bekämpfte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Waldbrand auf einer etwa 4000 Quadratmeter großen Fläche an der Glindower Straße zwischen Fichtenwalde und Klaistow, so dass die Feuerwehren aus Borkwalde und Borkheide, aus Neuseddin und Ferch, aus Buchholz sowie Reesdorf/Schäpe zur Unterstützung der Löscharbeiten nach Fichtenwalde gerufen werden mussten. Beim Eintreffen der Wehren sollen die Flammen schon meterhoch über den beiden Containern hinaus gelodert haben, berichten Augenzeugen.

Quelle: Julian Stähle

„Als wir in die Straße einbogen, war die Rauchentwicklung bereits so stark, dass wir fast nichts mehr sehen konnten“, schildert Einsatzleiter Maik Noack die Situation. Die Feuerwehrleute appellierten an die Einwohner in der Ortsmitte, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch Ortsvorsteher Tilo Köhn (Initiative Gemeinsam für Beelitz/SPD) war nach eigenen Worten geschockt, als er nach der Arbeit auf der Heimfahrt in seinen Ort die „Riesenrauchwolke“ sah. „Ich danke den Feuerwehrleuten aus der Region, dass sie einen zweiten großen Waldbrand verhindert haben. Fichtenwalde liegt mittendrin und ist völlig ungeschützt“, sagt er. Für den Ortsvorsteher ist der Brand schon eine „mittlere Katastrophe.“

Quelle: Julian Stähle

So sieht es auch Fichtenwaldes Sportvereinschef Manfred Bartel: „Mit unserem Container sind nagelneue Trikots und Bälle verbrannt, die sich unsere Fußballer extra für unser alljährliches Sommerfest „Viva la Fiwa“ am 14. und 15. Juli selbst gekauft hatten. Jetzt müssen wir erst mal eine Bestandsaufnahme machen, wie hoch der Schaden tatsächlich ist. Ich kann nur hoffen, dass die Eltern der Jugendlichen gut versichert sind.“

Quelle: Julian Stähle

Auch das Festzelt des Dorfes sowie die Bierzeltgarnituren und darüber hinaus auch einige Weihnachtsdekorationen für den Ort hat das Feuer komplett vernichtet, beklagt Ortsvorsteher Köhn. „Das Fest kann aber trotzdem stattfinden“, versichert er. Die Stadtverwaltung Beelitz hat den Fichtenwaldern sofort Hilfe zugesagt. Zum Sommerfest in drei Wochen werden erst einmal Festzelte und Sitzgarnituren aus den anderen Beelitzer Ortsteilen für den Ort zur Verfügung gestellt.

Quelle: Julian Stähle

Mehr als drei Stunden mussten rund 50 Feuerwehrleute in Fichtenwalde gegen das Feuer kämpfen, bis gegen 21.30 Uhr der Brand endgültig gelöscht war. Ebenso lange hatten die mehr als 70 Feuerwehrleute bei Klaistow mit dem Waldbrand zu tun. Auch dort ermittelt die Polizei zum Verdacht einer fahrlässigen Brandstiftung als Brandursache. Bei dem Unglück in Fichtenwalde geht sie von einem entstandenen Sachschaden in Höhe von mehr als 50.000 Euro aus.

Quelle: Julian Stähle

Von MAZonline

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