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Zum Abschluss noch mal was Gutes

Bad Belzig Zum Abschluss noch mal was Gutes

„Hochklassig“ war die Musik der Band „Vor Rotterdam“ am Samstagabend. Darin war sich die Jury des Vorentscheids zum Brandenburgischen Landesrockwettbewerbs einig. Beim wohl letzten Konzert im Pogo in Bad Belzig ging es um den Einzug ins Finale und um viele Erinnerungen an das Haus.

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Fünf, die von sich hören lassen: Als „hochklassig“ bewertete die Jury den Auftritt und die Musik der Nachwuchsband „Vor Rotterdam“.

Quelle: Danny Janetzky

Bad Belzig. Drei Bands traten am Samstag im Pogo auf. Eine von ihnen gewann an dem Konzertabend den Vorentscheid zum Landesrockwettbewerb Brandenburg. „Vor Rotterdam” hieß der Sieger nach einem Abend voller neuer Musik im Kultur-, Jugend- und Medienzentrum Pogo in Bad Belzig. Die fünf Musiker, die aus unterschiedlichen Teilen Brandenburgs kommen, haben sich damit für das Landesfinale am 1. Dezember im Waschhaus in Potsdam qualifiziert und haben die Chance, Brandenburg im Bundesfinale des Nachwuchswettbewerbs „Local Heroes“ zu vertreten.

„Natürlich war die Freude groß, als die Entscheidung der Band mitgeteilt wurde“, berichtet Danny Janetzky vom Brandenburgischen Rockmusikerverband, dem Veranstalter des Wettbewerbs. Eine Jury bewertete den Auftritt und erklärte den jungen Musikern im anschließenden Gespräch ihre Entscheidung.

„Neben den Tipps und Anmerkungen gab es überwiegend Lob und Begeisterung zu vermelden“, sagt Jurymitglied Danny Janetzky, „meckern konnten wir nur auf hohem Niveau“. Denn alle Auftritte seien „hochklassig” gewesen, darin war sich die Jury einig. Neben „Vor Rotterdam“ spielten auch die Band „Meine“, die den Landesrockwettbewerb 2016 gewann und Eric Zobel, der sich bereits beim Vorentscheid in Potsdam für das große Finale in knapp drei Wochen qualifiziert hatte Auch dem Publikum gefiel die junge Musik. Von allen drei Bands wurden Zugaben gefordert.

Im Sommer spielten „Vor Rotterdam“ bereits vor mehreren hundert Besuchern beim „Laut und Bunt“-Festival in Rathenow

Im Sommer spielten „Vor Rotterdam“ bereits vor mehreren hundert Besuchern beim „Laut und Bunt“-Festival in Rathenow.

Quelle: Uwe Hoffmann

Besonders glückliche Gesichter zeigten sich am Samstagabend in den Reihen der Vorentscheid-Gewinner „Vor Rotterdam“. Die fünf Musiker stammen größtenteils aus verschiedenen Städten des Landes Brandenburg: Sänger Christoph Wulsch kommt aus Rathenow, Gitarrist Christopher Damm stammt aus Golßen im Spreewald. Auch wenn auf ihrer Webseite „Band aus Berlin” steht, fühlen sie sich ihrer Heimat Brandenburg sehr verbunden. Selbst die gebürtige Erfurterin und Sängerin der Band, Felicitas Paula Kadelke, wechselt ihren Wohnsitz demnächst nach Cottbus.

„Die Musik der fünf ist modern und gefühlvoll“, beschreibt Danny Janetzky die Finalteilnehmer, die auf Deutsch singen. „Die Musik der Deutsch-Pop-Band ist mit einer minimalistischen Besetzung umgesetzt“, erklärt der Projektkoordinator des Verbands mit Sitz in Bad Belzig. Zwei Stimmen, einen Schlagzeuger, einen Gitarristen und einen Bass-Gitarristen – mehr brauchen „Vor Rotterdam“ nicht, um ihr Publikum und am Samstagabend auch die Jury von ihrem musikalischen Können zu überzeugen.

„Schade für alle, die den Vorentscheid und damit auch das wahrscheinlich letzte Konzert im Pogo verpasst haben“, resümiert Janetzky. Denn neben den normalen, maximal 25 Minuten langen Wertungssets spielten die Bands am Sonnabend auch jeweils einen zusätzlichen Konzertteil. „So konnte man bis kurz vor Mitternacht zu den Auftritten seine Erinnerungen an viele tolle Konzert in diesem Haus nachtrauern“, sagt er. „Trotzdem war die Stimmung unter den Besuchern und Musikern ausgelassen. Getreu dem Motto: Nach jedem Ende kommt ein Anfang.“

„Local Heroes“ – Der Wettbewerb für Nachwuchsmusiker

Im Jahr 1989 gründete sich der Verein „Aktion Musik“ aus Akteuren aus Ost- und Westdeutschland als Projekt zur Förderung des populär-musikalischen Nachwuchses.

Damit wurde der Musikwettbewerbs „Local Heroes“ ins Leben gerufen.

In den Bundesländern werden die Landeswettbewerbe von Vereinen, Verbänden und auch Veranstaltungsfirmen organisiert.

Anschließend findet ein Bundesfinale statt. Auch in Italien, Österreich und Ungarn gibt es den Wettbewerb „Local Heroes“.

30 Minuten eigenes Programm, also keine Cover-Songs, müssen die Bands liefern, um teilnehmen zu dürfen. Mindestens die Hälfte der Bandmitglieder muss in dem Bundesland wohnhaft sein, für das sie antreten. Der Altersdurchschnitt der Gruppe sollte nicht über 27 Jahren liegen.

„Subway to Sally“ und die „Band ohne Namen“ waren bereits in den 1990er Jahren für Brandenburg am Start.

Auch Bands wie „Tokio Hotel“ oder „Madsen“ starteten mit dem Nachwuchswettbewerb ihre deutschlandweite Karriere.

Von Victoria Barnack

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