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Potsdam-Mittelmark Zum Abschluss wird noch mal geklotzt
Lokales Potsdam-Mittelmark Zum Abschluss wird noch mal geklotzt
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00:20 25.08.2017
Auf insgesamt 400 Quadratmetern sind die Werke der Ausstellung „Traum und WIrklichkeit“ verteilt. Quelle: Helga Holz
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Wiesenburg

Sie wollten noch mal klotzen, sagen Wolfgang Becker von der Initiative „Kunstperle Fläming“ und Brigitte Heßler vom Kunstverein „Hoher Fläming“ über die vorerst letzte Ausstellung in der Wiesenburger Kunsthalle. „Und wir wollten die Notwendigkeit unterstreichen, dass der Ort auch nach dem Umbau für die Kunst erhalten bleiben sollte.“ Also bündelten die Kunstperle und der Kunstverein alle ihnen zur Verfügung stehenden Kräfte und entwickelten erstmals gemeinsam ein Thema und ein Konzept.

Herausgekommen ist die Ausstellung „Traum und Wirklichkeit“, die noch bis zum 24. September in der Kunsthalle am Goetheplatz zu sehen ist. Danach soll der Umbau des Gebäudes zum Familienzentrum beginnen. Die Werke von 19 Künstlern werden in den kommenden Wochen zu sehen sein.

Idee für Ausstellung bereits seit 2016 gereift

Darunter sind sowohl regionale Akteure wie Ute Paulmann-Boll aus Reetz, Katrin Möbius aus Lübnitz oder Michael M. Heyers aus Kleinmachnow, als auch internationale Gäste wie Lone Mørup und Behnaz Larsen aus Dänemark. Beide hat Wolfgang Becker über Behzad Fazeli, Betreiber der Galerie Einkaufsquelle in Görzke, entdeckt.

Die Idee für die Ausstellung sei bereits seit Ende 2016 gereift, erzählt Brigitte Heßler. Mitte Februar dieses Jahres sei dann schließlich der erste Aufruf zur Teilnahme gestartet worden, ergänzt Wolfgang Becker. Die Realisierung brauche mindestens vier Monate.

Bildhauer Manfred Sieloff aus Wünsdorf mit einem seiner Werke. Quelle: Josephine Mühln

„Auch die künstlerische Arbeit beginnt oft mit etwas traumhaften, einer Imagination“, sagt Heßler, die ihr Atelier in Bad Belzig hat. „Dann realisiert sich diese Imagination – aber häufig anders, als zuvor erdacht.“ Diese Wechselwirkung soll die Ausstellung verdeutlichen.

„Damit geht eine Ära zu Ende“, befindet Wolfgang Becker. „2003 hat hier in der Kunsthalle die erste Ausstellung stattgefunden.“ Das sei der Beginn dafür gewesen, überhaupt erst eine Kunstszene zu schaffen und der Kunst eine Heimat zu geben. „Auch das hat etwas traumhaftes – und jetzt sind wir an einer Stelle, wo die Wirklichkeit zuschlägt“, sagt Becker und lacht.

Angst, die Halle auf Dauer zu verlieren

Die Kunstschaffenden haben Angst, die Halle auf Dauer zu verlieren. Immerhin bietet sie auf 400 Quadratmetern auch Platz für große Werke – beispielsweise ein fünf mal vier Meter großes Bild von Eva Galonska, das ebenfalls in der aktuell laufenden Ausstellung zu sehen ist. Im Umkreis sei kein ähnlich großer Ausstellungsraum verfügbar.

Zwei Räume stehen nach dem Umbau für das Familienzentrum zur Verfügung. 300 Quadratmeter bleiben übrig, dort könnten auch weiterhin Ausstellungen stattfinden. „Ob das funktioniert, hängt vom Vertrauen der Partner ab“, sagt Wolfgang Becker. „Vielleicht will das Zentrum die Halle auch für dauerhafte Angebote nutzen.“

Ausstellung läuft bis 24. September

Mehr als 50 Exponate werden bei der Ausstellung „Traum und Wirklichkeit“ zu sehen sein.

Darunter neben
Gemälden, Aquarellen und Skulpturen aus Plastiken, Objekte und Kollagen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. September zu sehen.

Sie ist samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

An einige Ausstellungen können sich Becker und Heßler noch besonders gut erinnern. „Zum 15. Jahrestag des Mauerfalls hatten wir eine sehr politische und brisante Ausstellung mit Werken der gestaltenden und der bildenden Kunst“, sagt Heßler. Auch eine Ausstellung zu den vier Elementen – Feuer, Wasser, Erde, Luft – habe ihr sehr gut gefallen. „Die für mich eindrucksvollste Ausstellung war ’Schwarz – Weiß’“, sagt Wolfgang Becker. „Da ist es erstmals gelungen, den ganzen Raum zu bespielen und nicht nur Bilder an die Wand zu hängen.“

Gefragt nach erlebten Anekdoten aus den vergangenen 14 Jahre lachen die beiden Künstler und versichern dazu nur so viel: „Man hat als Ausstellungsmacher natürlich auch immer mit den Befindlichkeiten der einzelnen Künstler zu tun.“

Von Josephine Mühln

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