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Potsdam-Mittelmark Zum Jahresende so wenig Arbeitslose wie nie
Lokales Potsdam-Mittelmark Zum Jahresende so wenig Arbeitslose wie nie
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15:49 03.01.2018
Marko Wilke, Leiter der Arbeitsmarkt-Geschäftsstelle Bad Belzig, präsentiert erfreuliche Zahlen zum Jahresabschluss. Quelle: René Gaffron
Bad Belzig

Väterchen Frost lässt im Hohen Fläming weiter auf sich warten. Entsprechend gering sind die Folgen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. Demnach sind zum Ausklang des alten Jahres hierzulande 1557 Erwerbsfähige ohne feste Beschäftigung gewesen – 33 mehr als im November. Die Quote ist damit zwar von 7,3 auf 7,5 Prozent gestiegen. Allerdings: Sie liegt zum ersten Mal in einem Dezember und sogar deutlich unter acht Prozeit. Zum Vergleich Der Wert vor zwölf Monaten betrug 8,2 Prozent. Das geht aus der am Mittwoch Vormittag veröffentlichten Statistik hervor.

Demnach liegt die Entwicklung in Bad Belzig und Umgebung im allgemeinen Trend des Landes Brandenburg, wo ebenfalls eine um 0,1 Punkte gestiegene Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent zu verzeichnen ist.

„Es handelt sich um eine saisontypische Entwicklung, die jedoch lange nicht mehr so ausgeprägt ist wie in der Vergangenheit“, erklärt Marko Wilke. Seinen Aussagen zufolge waren 2016 im letzten Monat des Jahres 53 Arbeitlosmeldungen zu registrieren und im Vergleichszeitraum 2015 sogar noch 136. „Doch die Unternehmen stellen kaum noch Beschäftigte vorübergehend frei, weil sie dann ihr Personal tatsächlich häufig los sind“, so der Leiter der Arbeitsagentur-Geschäftsstelle.

„Von dieser Nachfrage profitieren mithin Langzeitarbeitslose“, betont der Behördenchef gegenüber der MAZ. Unter Berücksichtigung ihrer Voraussetzungen und mit intensiver Betreuung werden sie vermittelt. Ihrer Zahl hat sich im Lauf des Jahres von 712 auf nunmehr 669 verringert. Die sogenannte Unterbeschäftigung in Umschulungen oder Arbeitsförderungen sei der Situation entsprechend im Agenturbezirk Potsdam ebenfalls stark gesunken.

Nicht zuletzt gibt es ein stabiles Stellenangebot vor Ort. Aktuell sind 283 unbesetzt. Sie umfassen quasi alle Branchen und jegliche Qualifizierung, wie es heißt. Im Jahresverlauf hatten die Arbeitgeber insgesamt 816 Offerten unterbreitet, was für die allgemein Konjunktur spricht.

Im besonderen besteht noch die Herausforderung den Anteil der Jugendlichen zu verringern. Jeder zehnte Betroffene ist nämlich jünger als 25 Jahre. Dabei handelt es sich meistenteils um Ausländer, die noch nicht in den Arbeitsmarkt integriert sind. Immerhin ist deren Arbeitslosenzahl zwischen November und Dezember von 196 auf 184 gesunken.

Von René Gaffron

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