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Zum Wildnisnachmittag ins Familienzentrum

Besonderes Angebot in Borkwalde Zum Wildnisnachmittag ins Familienzentrum

Jeden zweiten Donnerstag im Monat findet der Familiennachmittag in Borkwalde als Wildnisnachmittag statt. Neben vielen natürlichen Spielmaterialien wie Blättern, Bäumen und Wurzeln, können sich die Teilnehmer außerdem auf spannende Geschichten der Wildnispädagogin Sophie Buller freuen. Sie weiß, warum Natur für jeden wichtig ist.

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Die Wildnispädagogin Sophie Buller hilft dem vierjährige Valentin, auf einen Baumstamm hochzuklettern.

Quelle: Johanna Uminski

Borkwalde. Lautstark erobern die Kinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren das Terrain im Wald – nicht unweit der Kita „Regenbogen“ in Borkwalde. Neben vielen natürlichen Spielmaterialien wie Blättern, Bäumen und Wurzeln können die jungen Teilnehmer auch die zwei selbst gebauten Tipis in Beschlag nehmen. Doch noch viel spannender finden die Kinder die Aktionen, die sie mit der Wildnispädagogin Sophie Buller im Wald unternehmen. Bereits zum zweiten Mal fand der Wildnis-Familiennachmittag des Familienzentrums Borkheide-Borkwalde statt und fand großen Zuspruch.

Staunende Kinder auf Entdeckungstour

Staunende Kinder auf Entdeckungstour.

Quelle: J. Uminski

Mit großen Augen sitzen die Kinder im Kreis um Sophie Buller herum und hören der 33-Jährigen gespannt zu. „Die wichtigste Waffe der Indianer war, dass sie sich im Wald ganz leise bewegen konnten“, sagt die Wildnispädagogin. Gar nicht so einfach es den Indianern nachzumachen – diese Erfahrung machten zumindest die Kinder, während sie über den Waldboden liefen. Trotz ihrer größten Bemühungen knackten unter ihren Füßchen kleine Ästchen oder raschelten die heruntergefallenen Herbstblätter.

Die Kinder hören gespannt zu

„Ein vierjähriges Indianerkind konnte sich an einen Wolf heranschleichen, sich selbst versorgen und schwimmen“, erzählt Buller. Vorsichtig hangeln sich die Teilnehmer mit verbundenen Augen an einer Schnur entlang, die die Wildnispädagogin an ein paar Bäumen entlang gespannt hat. „Damit kann man das leise Schleichen gut lernen.“

Wildnisnachmittag an jedem zweiten Donnerstag im Monat

Jeden zweiten Donnerstag im Monat findet der Familiennachmittag in Borkwalde als Wildnisnachmittag statt. Die nächsten Termine: 14. April, 15. Mai und 9. Juni.

Sophie Buller ist in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) geboren und hat mit Anfang 20 ihre Ausbildung in der Wildnisschule „Wildniswissen“ in Hannover absolviert. Neben der Wildnispädagogik werden dort verschiedene Lehrgänge wie Fährtenlesen, Wildlederkleidung, Steinzeit-Ausrüstung, Wildniswissen, Gerben und Traditioneller Bogenbau angeboten.

Dabei gehe es in der Ausbildung vor allen um die Suche nach einer tiefen Verbindung zur Natur und nach Fertigkeiten, die helfen mit der Natur im Einklang zu leben.

Laut der Wildnisschule basieren die Kurse auf dem Wissen von Tom Brown Jr. und seinem Lehrer Stalking Wolf, einem Apachen-Scout.

Weitere Informationen zur Wildnispädagogin Sophie Buller unter www.erfahrungswege.de.

Genügend Zeit zum freien Spiel haben die Kinder bei den Ausflügen in den Wald immer. Das sei sehr wichtig, betont Buller. Der siebenjährige Richard ist bereits zum zweiten Mal beim Wildnisnachmittag dabei. Der Grundschüler spielt sehr gerne in der Natur. „Am liebsten klettere ich“, sagt der Junge. Das mache auch die siebenjährige Marlene sehr gerne. „Schön finde ich auch die Tipis und dass ich so hoch klettern kann“, betont die Grundschülerin. Auch der sechsjährige Max spielt und bewegt sich sehr gerne draußen in der Natur. Das Ziel, das Interesse für die Natur zu wecken, hat die Wildnispädagogin erreicht.

Ziel: Interesse für die Natur wecken

Die meisten Menschen haben sich bereits von der Natur entfremdet. „Das zeigt sich in Orientierungs- und Lustlosigkeit“, sagt Sophie Buller. Abhilfe bringe, wenn man sich mit lebendigen Dingen umgebe, die Sonne auf der Haut spüre oder die Erde anfasse. „Das löst ein Gefühl von tiefer Zufriedenheit aus“, betont die 33-Jährige, die während ihrer Ausbildung vier Wochen am Stück ohne Hilfsmittel in der Natur lebte. Das seien aber nicht die einzigen Vorteile. „Die Kinder entdecken in der Natur auch ihre eigenen Grenzen.“ Auch das Selbstbewusstsein der Kinder werde gestärkt. Krankheiten, die auf Bewegungsmangel zurückzuführen sind, könne entgegengewirkt werden.

Ertasten und Erfühlen mit verbundenen Augen

Ertasten und Erfühlen mit verbundenen Augen.

Quelle: J. Uminski

„Natur entschleunigt die Welt und lässt Kreativität entstehen“, sagt Buller. In einer Zeit, in der immer mehr Bäume abgeholzt werden, sei es wichtig wieder ein Bewusstsein für die Natur zu bekommen. Die dreifache Mutter Romy Schönfeld aus Borkwalde freut sich sehr über das besondere Angebot des Familienzentrums. „Meine Kinder sind immer ganz aufgeregt, wenn wir hier herkommen.“ Bewegung an der frischen Luft mache den Kindern nicht nur Spaß und sei gesund. „Die Kinder sind abends ganz ausgeglichen“, betont die Borkwalderin.

Von Johanna Uminski

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