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Zur Audienz bei Joachim Gauck

Borkwalder beim Bundespräsidenten Zur Audienz bei Joachim Gauck

Der aus Borkwalde stammende Stefan Penzel erlebte einen aufregenden Jahresbeginn. Zwei Tage verbrachte er in der Bundeshauptstadt Berlin. Penzel war einer von 70 Bürgern, die am Freitag von Bundespräsident Joachim Gauck für ihren ehrenamtlichen Einsatz gelobt wurden.

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Stefan Penzler

Quelle: Andreas Koska

Borkwalde. Ein Neujahrsempfang beim Bundespräsidenten braucht seine Zeit. „So wurden es zwei spannende Tage in Berlin“, bestätigt Stefan Penzel. Der Borkwalder war einer von 70 Bürgern, darunter fünf Brandenburger, die am Freitag von Joachim Gauck für den ehrenamtlichen Einsatz gelobt wurden.

Mit Tochter Anneli war er schon am Donnerstag angereist. „Vor Ort wurde uns der Ablauf geklärt“, berichtet die 15-Jährige, ehe ein Rundgang durch das Schloss Bellevue folgte. „Wir durften sogar in sein Arbeitszimmer “, schwärmt die Gymnasiastin von der Visite beim höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik. Beim eigentlichen Empfang am Freitag durfte sie dann nicht mehr dabei sein.

Dass ihr Vater überhaupt eingeladen wurde, verdankt er der Hans-Grade-Grundschule. Deren Gremien hatten ihn für die Auszeichnung vorgeschlagen, ohne jedoch zu wissen, ob es wirklich dazu kommen würde. Stefan Penzel leitet die Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung. Der „Propeller“ ist vor kurzen sogar in englischer Sprache erschienen und wurde schon zweimal beim Wettbewerb der Nachwuchsjournalisten des Landes Brandenburg ausgezeichnet. „Ich erhielt den Brief mit der Einladung kurz vor Weihnachten und war erstaunt“, erinnert sich der 46-Jährige. Ein bisschen zweifelte er, ob es nicht andere Zeitgenossen gäbe, die es viel mehr verdient hätten. „Aber der Stolz auf diese Ehrung ist auch da, sie tut gut“, verhehlt er nicht.

Das feierliche Zeremoniell war exakt organisiert: Sicherheits-Überprüfung, Sammeln im Salon. Pünktlich, 10 Uhr, ging es los: Zuerst defilierten kirchliche Würdenträger am Joachim Gauck und seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt vorbei. Danach folgten die ausgewählt Bürger. 10.45 Uhr war Stefan Penzels Moment. Ein kurzer Händedruck, Neujahrswünsche. „Schön, dass es so junge Journalisten gibt. In der DDR wäre es für mich solches Engagement nicht möglich gewesen“, mit diesen Worten wandte sich Gauck an Penzel, wie sich dieser erinnert. Als er dann sagte, dass sicher noch später Gelegenheit zum Gespräch gäbe, war dies der vorab erklärte Hinweis weiterzugehen. Denn Wissenschaftler, Kulturschaffende, Landes- und Bundespolitiker machten Joachim Gauck ebenfalls die Aufwartung. „Angela Merkel stand nur wenige Schritte weit weg und wartete ebenso wie wir“, berichtet Stefan Penzel. Dann wurden die Ehrenamtlichen zum Essen gerufen.

Vorher nochmals lobende Worte von Joachim Gauck. „Die Rede wirkte fast persönlich, nicht aufgesetzt“, resümiert Stefan Penzel. So ist es wohl z verkraften, dass es keine weitere Möglichkeit des Dialogs mit dem Bundespräsdienten gab, wie er sagt. „Da hätte ich mich drängeln müssen. Das ist nicht meine Art“, so der zurückhaltende Borkwalder.

Von René Gaffron

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