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Potsdam-Mittelmark Zur Zukunft der Förster-Funke-Allee
Lokales Potsdam-Mittelmark Zur Zukunft der Förster-Funke-Allee
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19:11 15.02.2017
Verkehrsplaner Florian Zaharanski an der Förster-Funke-Allee: Hier könnten die Busparktaschen weg- und ein Mittelstreifen hinkommen. Quelle: Martin Steger
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Kleinmachnow

Es brauchte nicht den Bürgermeisterwahlkampf, um die Verkehrsproblematik in Kleinmachnow stärker in den Fokus zu rücken. Beschwerden gibt es seit längerem über Staus zu Stoßzeiten besonders in der Förster-Funke-Allee oder über zu viel Lkw-Verkehr und Lärm im Meiereifeld. Ständig bekommt das der wiedergewählte Bürgermeister Michael Grubert (SPD) auch über das Maerker-Portal zu hören – und von der Opposition. Jetzt erarbeitet die Verwaltung mit dem kürzlich eingestellten Verkehrsplaner Florian Zaharanski ein „Komplettkonzept“, das voraussichtlich bis Sommer 2018 vorliegen und den Verkehr unter „klimafreundlichen Aspekten“ lenken und „die Lebensqualität erhöhen soll“.

Als erstes werden die Problemschwerpunkte Förster-Funke-Allee und Meiereifeld untersucht, wie Grubert sagte. Dabei gehe es nicht darum, „gleich den großen Wurf“ im Millionenbereich hinzulegen, sondern Varianten zu diskutieren, die in ein Konzept zur schrittweisen Umsetzung münden. Vielleicht genügten auch „kleinere Optimierungen“, wie es Bauamtsleiter Jörg Ernsting formulierte. Eine Bedarfsampel etwa ein Stück neben der Gorki-Gesamtschule wäre schon für 14 000 Euro zu haben, so Grubert. In der Förster-Funke-Allee gilt bereits Tempo 30. Deshalb könnten „nicht alle 100 Meter“ noch Fußgängerüberwege kommen, meint die Untere Verkehrsbehörde. Ein Zebrastreifen wurde auf Höhe des Rathausmarktes 2012 angelegt.

Die Förster-Funke-Allee verläuft in Ost-West-Richtung zentral durch die Gemeinde und verbindet den Zehlendorfer Damm mit der Straße Hohe Kiefer. Im zentralen Bereich befindet sich der Rathausmarkt mit zwei Supermärkten und mehreren Fachgeschäften als Zentrum der Gemeinde. Entlang der Straße stehen eine Seniorenpflegeeinrichtung, die Maxim-Gorki-Gesamtschule und im näheren Umfeld weitere Schulen und ein Kindergarten. Eine aktuelle Verkehrszählung habe ergeben, dass täglich bis zu 10 000 Fahrzeuge die Allee in beiden Richtungen befahren. Stoßzeiten sind 7 bis 8.15 Uhr und ab 15 Uhr.

Jetzt hat die Verwaltung Varianten, die zum Teil schon vor zehn Jahren besprochen wurden, den Gemeindevertretern zur Diskussion gegeben. Noch 2017 sollte ein Konzept für die Allee zum Beschluss führen. Bis dahin wolle man auch mit den Bewohnern und Gewerbetreibenden gesprochen haben. „Das Konzept stelle ich zuerst den Gemeindevertretern vor“, betonte Grubert. Nicht neu sind die Vorschläge für einen Minikreisverkehr an der Einmündung zum Adolf-Grimme-Ring, eine Verschmälerung der Straße und der Ausbau/Verbreiterung der Geh- und Radwege. Selbst der Status quo könnte erhalten bleiben.

Neu indes sind Überlegungen, einen „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ mit begehbarem Mittelstreifen zu schaffen. Dazu müssten allerdings die Parkbuchten für Busse und Taxen im Bereich Rathausmarkt aufgehoben werden. Haltende Busse auf der Fahrbahn und Pkw-Staus wären die Folge. „Wir müssen alles abwägen und Kompromisse finden“, warnte Grubert. Fakt ist: Die Förster-Funke-Allee hat nicht viel Spielraum. „Man hätte im Jahr 2000 etwas mehr Verkehrsraum schaffen müssen. Nicht unbedingt als Straße“, resümierte Grubert. Die dichte Bebauung am Rand beweist sich nun offenbar als Hemmnis.

Für das Meiereifeld hingegen sieht die Verwaltung keinen Handlungsbedarf. Seit 2003 sei dort die Kfz-Belastung von 5000 auf 3000 pro Tag zurückgegangen seit das Rathaus dort aufgegeben wurde. Es gilt Tempo 30 und auch der Lkw-Verkehr sei „nicht so, wie der subjektive Eindruck“ von Anwohnern. Laut Grubert und Zaharanski wurden an einem Donnerstagmorgen zwischen 5 und 7 Uhr von ihnen beiden nur sieben Laster gezählt.

Verkehrsplaner für die Gemeinde

Auf Wunsch der Gemeindevertretung hat die Verwaltung zum August 2016 einen Verkehrsplaner eingestellt.

Er heißt Florian Zaharanski und wurde gestern der Presse vorgestellt. Der 28-Jährige stammt aus Baden-Württemberg und ist Geograf. Er hat seinen Bachelor in Bayreuth und seinen Master in den Niederlanden gemacht. Auslandsaufenthalte etwa für Praktika führten ihn nach Japan und in die USA.

Auf die Stelle in Kleinmachnow habe er sich „bewusst beworben“, weil er hinter dieser Tätigkeit „voll stehen kann“, auch im Hinblick auf Klimaschutz.

Sein erster Eindruck: „Es gibt hier viele Bäume und hier wurde schon sehr vieles für Radfahrer getan. Die Leute sind direkter und nehmen kein Blatt vor den Mund“.

Von Claudia Krause

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