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Zusätzliche Sonntagsöffnung auf der Kippe

Werder Zusätzliche Sonntagsöffnung auf der Kippe

Zum Weihnachtsmarkt am Werderpark im Dezember sollen auch wieder die Geschäfte ihre Türen öffnen dürfen. Daher hat das Einkaufszentrum einen Antrag an die Stadt gestellt, über die nun zuerst der Hauptausschuss beraten hat. Mehrheitlich gab es grünes Licht, aber auch einen rechtlichen Hinweis, den es nun zu prüfen gilt.

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Am 5. Oktober soll entschieden werden, ob die Werderaner am 17. Dezember shoppen dürfen.

Quelle: dpa

Werder. Der Werderpark hat bei der Stadt einen zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntag beantragt. Am 17. Dezember will das Einkaufscenter parallel zum Weihnachtsmarkt auf dem Strengfeld seine Türen öffnen. Ob das möglich sein wird, ist noch unklar. Der Werderaner Hauptausschuss hat bei seiner Sitzung am Donnerstagabend zwar mehrheitlich zugestimmt. Kritik gab es aber seitens SPD und Linke dafür, dass es dann im Dezember zwei verkaufsoffene Sonntage hintereinander geben würde.

Anja Spiegel (SPD) gab zu bedenken, dass ein Gericht entschieden hätte, zwei aufeinander folgenden Sonntagsöffnungen zu verbieten. Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) will das bis zur Sitzung der Stadtverordneten am 5. Oktober, bei der die Entscheidung fallen soll, prüfen. „Wir haben einen regelrechten Konsumrausch und sollten an die Mitarbeiter denken, die vielleicht auch den Advent feiern wollen“, sagte Anja Spiegel. Peter Hinze (Linke) stimmte ihr zu.

Verkaufsoffene Sonn- und Feiertage können den Händlern bei besonderen Ereignissen gewährt werden. Bereits im Februar wurden die entsprechenden Tage für dieses Jahr beschlossen (28. Mai, 16. Juli, 10. September und 10. Dezember). Laut Brandenburgischem Ladenöffnungsgesetz darf es jährlich höchstens sechs verkaufsoffene Sonn- und Feiertage geben. Die Öffnungszeiten liegen zwischen 13 und 20 Uhr. Für den jeweiligen Anlass gelten bestimmte Kriterien, die der Weihnachtsmarkt, der seit drei Jahren stattfindet, laut Verwaltung erfüllt. Es muss sich beispielsweise um eine Veranstaltung mit Tradition und überregionalem Status handeln. Diese soll hinsichtlich der geöffneten Läden im Vordergrund bleiben. Die Sonn- und Feiertagsöffnungen untermalen die Veranstaltung laut Kriterien nur.

In diesem Jahr soll es auf dem Weihnachtsmarkt am Werderpark vier Stände mehr geben, die hauptsächlich traditionellen und regionalen Charakter haben und Basteleien, Spezialitäten oder Köstlichkeiten anbieten, wie es in der Vorlage der Stadtverwaltung heißt. Außerdem bleibt das Kinderprogramm mit Puppentheater, Karussell, Stockbrot am Lagerfeuer und Zuckerwatte fester und wesentlicher Bestandteil. Als direkter Nachbar soll diesmal auch der Frischemarkt mit etwa 35 Ständen in das Konzept integriert werden. Die Veranstalter erwarten 500 bis 1000 Besucher.

Von Luise Fröhlich

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