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Potsdam-Mittelmark Zusammenhang mit Todesfall von 2012 geprüft
Lokales Potsdam-Mittelmark Zusammenhang mit Todesfall von 2012 geprüft
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02:16 24.12.2015
Im April 2013 suchten Polizisten auch mit Berliner Spürhunden bei Treuenbrietzen-Süd nach dem Kopf einer Leiche. Quelle: Dirk Fröhlich
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Treuenbrietzen

Gerichtsmediziner prüfen derzeit den möglichen Zusammenhang zweier Skelettfunde im Abstand von zweieinhalb Jahren im Raum Treuenbrietzen. Im Rahmen des von ihr geführten Todesermittlungsverfahrens lässt die Staatsanwaltschaft Potsdam aktuell die Identität der Leiche untersuchen, deren skelettierter Schädel wie berichtet am 12. Dezember von einem Spaziergänger in der Nähe des Solarparkes „Selterhof“ gefunden wurde. Mit Hilfe eines DNA-Vergleiches werde auch geprüft, ob der Schädel zu dem Torso gehören könnte, der im Sommer 2013 unweit von Treuenbrietzen-Süd entdeckt worden war.

DNA-Untersuchungen brauchen gewisse Zeit

Das bestätigte Nils Delius auf Nachfrage der MAZ. Da DNA-Untersuchungen „jedoch eine bestimmte Zeit in Anspruch nehmen, rechnen die Experten erst in der letzten Woche dieses Jahres mit einem verbindlichen Ergebnis“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam am Montag. „Die Kriminalpolizei kann erst mit vorliegenden Untersuchungsergebnissen weitere Rückschlüsse auf die Herkunft des Schädels ziehen“, so Oliver Bergholz, Sprecher der für die Ermittlungen zuständigen Polizeidirektion West.

Sterbliche Überreste im Gebüsch gefunden

Womöglich handelt es sich bei dem Fund um den Schädel von Rainer F. aus Jüterbog. Der stark verweste Leichnam des damals 65-Jährigen Mannes war am 23. April 2013 in der Nähe des Treuenbrietzener Krankenhauses aufgefunden worden. Er galt seit 29. September 2012 als vermisst. Damals war der dringend auf Medikamente angewiesene Patient aus den Johanniter-Kliniken verschwunden. Ein Spaziergänger hatte die sterblichen Überreste des Mannes 2013 dann in einem Gebüsch neben einem viel genutzten Waldweg in Verlängerung des Kiefernweges entdeckt. Verschwunden blieb damals der Kopf des Toten. Auch spezialisierte Spürhunde der Berliner Polizei konnten ihn damals bei einer zweitägigen Suchaktion im näheren Umfeld nicht auffinden. Rechtsmediziner schlossen ein Gewaltverbrechen aus. Aus ihrer Erfahrung hielten es die Ermittler indes für möglich, dass der Kopf des Toten von Tieren verschleppt worden sein könnte. Der Fundort des jetzt entdeckten Schädels liegt circa drei Kilometer durch ein Waldgebiet entfernt vom damaligen Fundort des Torsos.

Von Thomas Wachs

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