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Potsdam-Mittelmark Zuzug ungebrochen: Kita-Boom in Lehnin
Lokales Potsdam-Mittelmark Zuzug ungebrochen: Kita-Boom in Lehnin
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02:15 19.03.2017
Auch die Netzener Kita Dreikäsehoch ist voll ausgelastet. Sie gilt als übernachgefragt, das heißt, mehr Eltern möchten dort ihre Kinder umsorgen lassen als Plätze vorhanden sind. Quelle: Marion von Imhoff
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Kloster Lehnin

Die Gemeinde Kloster Lehnin betreibt sechs Kitas. Noch vor wenigen Jahren hieß es seitens des Landratsamtes, die Kitas in Grebs und Göhlsdorf könnten wegen drohender mangelnder Auslastung guten Gewissens geschlossen werden. Das Gegenteil ist eingetreten. Alle Kitas der Gemeinde sind gut ausgelastet bis sogar übernachgefragt. Letzteres gilt etwa für die Kindergärten in Netzen und Lehnin.

Dort wollen mehr Eltern ihre Kinder gerne anmelden als Plätze für diese vorhanden sind. Grund dafür sind nach Angaben der Gemeindeverwaltung gestiegene Geburtenzahlen in Kloster Lehnin seit 2013 und Zuzug junger Familien. Das geht aus einer Kita-Analyse der Kommune hervor, die die Verwaltung jetzt öffentlich den Gemeindevertretern vorgestellt hat.

Dringende Entlastung benötigt danach die Damsdorfer Kita Kinderland, die überdurchschnittlich viele Krippenkinder betreut. So plant die Gemeindeverwaltung nun, den Göhlsdorfer Kindergarten Buddelkiste zu sanieren, die Platzzahl von 38 auf 39 zu erhöhen, wovon, und das ist eine Neuerung, zehn Plätze für Kinder unter drei Jahren vorbehalten sein sollen. Die Planungen laufen dafür nun mit einstimmigen Segen der Gemeinderatsversammlung an.

Die Göhlsdorfer Kita Buddelkiste soll saniert werden. Quelle: JACQUELINE STEINER

Gemeindevertreter Ralf Kähne (CDU) wies auf die Situation der Lehniner Kita Knirpsentreff in der Lindenstraße hin: „Der Zuzug nach Lehnin ist ungebrochen. Da sind wir auch bald am Ende der Fahnenstange angekommen. Die Organisation der Kinderbetreuung in zwei Gebäuden sei schwierig, so Kähne. „Ich möchte anregen, dass wir schon auf der Agenda und in der langfristigen Finanzierung haben, dass auch dort über Erneuerungen nachgedacht werden muss.

Harry Grunert (CDU), Vize-Ortsvorsteher aus Grebs und stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertreterversammlung, betonte die „großen Einwohnerzuwächse“ in Göhlsdorf, Grebs und Lehnin mit positiven Auswirkungen auf die Kindergarten-Landschaft und den Lehniner Schulcampus, der seit 2016 auch eine Gesamtschule mit Oberstufe umfasst.

Geburten und Zuzug in Kloster Lehnin

Je zwischen 60 und 91 Kinder sind in den Jahren 2011 und 2016 in der Gemeinde Kloster Lehnin zur Welt gekommen. Geburtenstärkstes Jahr war mit 91 neuen Erdenbürgern 2014. Allein in Lehnin kamen im vorigen Jahr 26 Kinder zur Welt. 2015 waren es nur elf.

In diesem Jahr rechnet die Gemeinde mit 70 Neugeborenen. Zwei bis drei Jungen und Mädchen im Jahr werden nicht in Kitas, sondern von ihren Eltern zuhause betreut. Etwa fünf Kinder pro Einschulungsjahr werden vom Schulbesuch für ein Jahr meist auf Wunsch der Eltern zurückgestellt. Im Rathaus wird nicht damit gerechnet, dass künftig weniger Paare und junge Familien zuziehen.

Zudem erwartet die Gemeinde Kloster Lehnin Zuzug durch die Ansiedlung von Firmen im neuen Damsdorfer Gewerbegebiet. Das könnte zu einer weiteren Nachfrage nach Kitaplätzen führen.

Die Göhlsdorfer Kita soll mit Gemeinde- und Fördermitteln saniert werden und die Planung jetzt beginnen. Eine genaue Summe steht noch nicht im Raum.

Göhlsdorf ist mit 1132 Einwohnern der drittgrößte der 14 Ortsteile Kloster Lehnins. Bisher nahm die Göhlsdorfer Kindertagesstätte nur Kinder ab zwei Jahren auf. Jüngere Kinder aus dem Dorf gehen derzeit in die Damsdorfer Kita, die laut Rathaus eine Pufferfunktion für die übrigen fünf Kitas hat. Fest steht: Die Damsdorfer Kita, in der momentan 142 Jungen und Mädchen betreut werden, ist die größte Einrichtung in Kloster Lehnin und damit Auffangkita, wie es im für Kindertagesstätten zuständigem Fachbereich für Recht, Ordnung und Soziales heißt.

Die Kapazitäten liegen bei der Damsdorfer Einrichtung regulär bei 128 Plätzen, 151 wären eigentlich nötig. Als problematisch gilt wegen der großen Arbeitsbelastung für die Erzieher, dass 43 Kinder derzeit unter drei Jahren dort sind. 73 Kinder sind älter als drei Jahre. Sobald Kinder das entsprechende Aufnahmealter erreicht haben, wechseln sie häufig in ihre Wunschkita. Für die Verwaltung gilt das wegen des Umfeldwechsels und der Gewöhnung an neue Bezugspersonen als ungünstig für das Kind, wie Bürgermeister Uwe Brückner (SPD) hervorhob.

Auch deswegen soll jetzt Göhlsdorf auch jüngere Kinder im Krippenalter aufnehmen. 21 kleine Göhlsdorfer besuchen derzeit die Kita in Damsdorf, sechs von ihnen sind unter drei Jahren alt. Vier Kinder besuchen Tageseltern in Groß Kreutz.

In der Lehniner Kita Knirpsentreff in der Lindenstraße werden die Jungen und Mädchen in zwei Gebäuden betreut. Quelle: JACQUELINE STEINER

Hannelore Wolf, Leiterin der Netzener Kita Dreikäsehoch, kennt die Situation: „Wir betreuen derzeit 37 und bald 39 Kinder. Wir haben mehr Nachfrage als Plätze.“ Vier Erzieherinnen und eine Angehende betreuen die Kinder in der hübsch sanierten Kita.

Der Netzener Kindergarten Dreikäsehoch, der in zwei benachbarten Gebäuden beheimatet ist, ist beliebt bei Eltern in der Region. Quelle: Marion von Imhoff

Von Marion von Imhoff

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