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Zwei Bewerber für das Burghotel Bad Belzig

Vergabevotum vertagt Zwei Bewerber für das Burghotel Bad Belzig

Die Entscheidung, wer in Zukunft das Burghotel in Bad Belzig führen wird, ist vorerst vertagt. Dabei kam es in der außerplanmäßigen Parlamentssitzung noch gar nicht zur Qual der Wahl zwischen den zwei vorgelegten Konzepten. Vielmehr gibt es Klärungsbedarf mit dem aktuellen Betreiber zu den Modalitäten des Übergangs.

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Desiree Haberzettl und Praktikantin Cellina Heine (links) decken im Burghotel Bad Belzig die Tische ein. Mindestens bis Jahresende ist die Aktiva-Potsdam-gGmbH noch dessen Betreiber.

Quelle: Dirk Fröhlich

Bad Belzig. Die Entscheidung, wer in Zukunft das Burghotel führen wird, ist vorerst vertagt. Dabei kam es noch gar nicht zur Qual der Wahl zwischen den zwei vorgelegten Konzepten. Vielmehr gibt es Klärungsbedarf mit dem aktuellen Betreiber.

Denn die Aktiva-gGmbH, die nach der Hälfte der Laufzeit die Auflösung des bis 2021 bestehenden Mietverhältnisses anstrebt, will die Trennung möglichst zum Jahreswechsel vollziehen. „Dazu sind aber noch Gespräche nötig“, bestätigt Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) das Ergebnis der nichtöffentlichen Debatte. „14 Tage sind noch kein dramatischer Verzug“, findet die Bürgermeisterin. Sie hofft, dass sich die Stadtverordneten bei der nächsten Zusammenkunft in der Lage sehen, einen Beschluss zu fassen, wer Nachfolger der Tochtergesellschaft des Oberlinhauses Potsdam wird.

Denn ginge es nach deren Vorstellungen, käme nur ein Folgepächter in Betracht. Den nahtlosen Übergang am 1. Januar kann nach eigenen Angaben lediglich die Wi-Lafim-Gesellschaft garantieren. Das überrascht nicht. Schließlich ist das Wirtschaftsunternehmen des Landesausschusses für Innere Mission – in Bad Belzig vor allem bekannt durch Fliedners Wohn- und Werkstätten – seit zwei Jahren mehr als nur beratend an der Seite der Aktiva-GmbH tätig gewesen. Mit Gabriela Beckers stellt Wi-Lafim sogar die Hoteldirektorin, die sich künftig nur noch auf diese Aufgabe konzentrieren und ihre Verantwortlichkeit für ein zweites Haus in Kloster Chorin aufgeben würde.

Außerplanmäßig und außergewöhnlich

Eigens für die geplante Neuvergabe des Burghotels war eine außerplanmäßige Stadtverordnetenversammlung angesetzt worden. Es war obendrein eine außergewöhnliche Parlamentssitzung mit einer Premiere:

Denn: Alexander Muschert und Janine Flegel befinden sich gerade auf Hochzeitsreise in den USA. Die beiden waren deshalb per Videotelefon mehrfach ins Bürgerhaus am Marktplatz geschaltet worden.

Die Übertragung hatte gute Qualität. Nach der Präsentation ihrer Vorhaben konnten die Abgeordneten ihrerseits Fragen beatworten lassen.

Im Anschluss hatten Daniel Engler und Gabriela Beckers die Gelegenheit, die Ideen des Wi-Lafim darzustellen. Sie waren vor Ort.

„Der Neustart ist für uns seriös nur ab 1. März machbar“, sagen dagegen Janine Flegel und Alexander Muschert aus Mörz. Sie sind die alternativen Bewerber für Gastronomie und Hotel auf dem Wahrzeichen der Kur- und Kreisstadt.

Das Paar, beide sind 33 Jahre alt, hat nach eigenem Bekunden einschlägige Erfahrungen in Berlin gesammelt. Gleichwohl es die Eigenverantwortung betont, kann seinen Angaben zufolge auf die wirtschaftlichen und familiären Kontakte vor Ort gebaut werden. Denn der Bruder bzw. Schwager, Gabriel Muschert, führt bereits erfolgreich das Hotel „Springbachmühle“ vor den Toren der Kur- und Kreisstadt.

Einen Partner hätte nicht minder die Wi-Lafim-GmbH im Boot. Vermittelt von der Stein-Therme in Bad Belzig und dem Medical Wellnes Verband sollten – der neuen Gesetzgebung nächstes Jahr folgend – IHK-zertifizierte Fortbildungskurse für Prävention im Gesundheitswesen veranstaltet werden, um unter der Woche eine bessere Auslastung der 36-Zimmer-Herberge zu erreichen. Darüber hinaus wird die Essenversorgung in Schulen und Einrichtungen ausgebaut.

Beide Interessenten erklären sich ebenfalls im Grunde erst einmal bereit, das Personal zu übernehmen. Gleichwohl die ursprüngliche Idee des Betriebs als Integrationshotel als gescheitert gilt und längst nicht so viele Menschen mit Handicap wie dafür nötig zur Belegschaft zählten. Immerhin: Nötigenfalls würde das Oberlinhaus in seinen Einrichtungen nach Perspektiven für betroffene Behinderte suchen, hieß es, als der Betreiber im Sommer seine Rückzugsabsichten aus dem historischen Gemäuer, das Eigentum der Stadt Bad Belzig ist, erläutert hat.

Von René Gaffron

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