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Potsdam-Mittelmark Der Lego-Porsche aus Brandenburg
Lokales Potsdam-Mittelmark Der Lego-Porsche aus Brandenburg
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09:53 17.06.2015
Ein echter Hingucker: Der in Niemegk gefertigte Lego-Porsche 911 wird nun zwei Jahre lang weltweit die Blicke auf sich ziehen. Quelle: privat
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Niemegk

Ein in Niemegk gefertigte Porsche 911, der zur Hälfte aus Legosteinen besteht, soll nicht in den Hohen Fläming zurückkehren. Wochenlang hatten Axel Al-Rubaie und René Hoffmeister von der Firma „Design in Stein“ gebaut, um den Wagen zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans fertig zu bekommen. Nun wurde er präsentiert – allerdings in Frankreich.

Da die Arbeiten an dem Rennwagen in Niemegk im Verborgenen stattfinden mussten, hat kein Einheimischer in dieser Zeit den Boliden gesehen. Und auch jetzt sieht es schlecht aus. Der Wagen wird nun zwei Jahre lang weltweit eine Rennserie begleiten und kommt schließlich ins Porsche-Museum nach Zuffenhausen.

„Schade“, findet Niemegks Bürgermeister Hans-Joachim Linthe (SPD). „Ein Besuch des Rennwagens bei uns hätte gut zu unserem städtischen Konzept ,Stadt der Steine’ gepasst und tolle Werbung dafür gemacht.“ Doch vielleicht macht der Porsche auch so Werbung für die kleine Stadt im Hohen Fläming. Denn wer immer sich dafür interessiert, wo der detailgetreue Nachbau produziert wurde, wird in Niemegk landen.

Axel Al-Rubaie (links) und René Hoffmeister bei der Arbeit. Quelle: privat

Aber nicht fahren: Das Auto hat keinen Motor. Man kann diesen Porsche schieben und lenken. Auch fehlt eine Federung. Die schwere Lego-Hälfte hätte dem Modell ordentlich Schlagseite beschert. Das mediale Interesse an dem Designstück ist schon jetzt riesig. „Innerhalb von drei Tagen haben mehr als 300 Leute meinen Eintrag mit den Bildern vom Auto in Le Mans geteilt. Die Fotos sind dabei auf über 61.000 Monitoren aufgetaucht – allein bei Facebook.“ Überall haben die Menschen die Bilder geteilt, die sie von dem Renner gemacht haben.

380.000 Steine

Der Porsche 911 wurde der Länge nach aufgeschnitten. Eine Hälfte besteht aus originalen Materialien, die andere wurde von der Niemegker Firma Design in Stein mit Lego-Steinen aufgebaut.

Dafür haben Axel Al-Rubaie und René Hoffmeister insgesamt 380.000 Lego-Steine mit einem Gewicht von 450 Kilogramm verwendet.

Das finanzielle Volumen des Auftrags, der von Lego und Porsche gemeinsam ausgelöst wurde, wollen Axel Al-Rubaie und René Hoffmeister nicht verraten, geben ihn aber im hohen fünfstelligen Bereich an.

„Das begann schon am Tag vor der eigentlichen Präsentation“, so Legobauer Axel Al-Rubaie. An dem Tag war er in Le Mans angekommen und lud den Porsche vom Sattelschlepper.

Zu diesem Zeitpunkt war die größte Sorge von Deutschlands einzigen zertifizierten Legobauern schon verflogen: Der Wagen war trotz Zwischenstopps und Fotoshootings in Köln sicher in Le Mans angekommen. „Ich musste nur noch den Heckspoiler anbringen, den Strom für die Front- und Heckleuchten legen und alles noch einmal putzen“, berichtet Axel Al-Rubaie.

Noch bevor das Rennen am Wochenende startete, war er wieder zurück in Niemegk. „Der Auftrag war einer der interessantesten aber auch einer der zeitaufwändigsten für uns. Nun müssen wir uns um Liegengebliebenes kümmern. Und davon gibt es reichlich“, so René Hoffmeister.

Von Stefan Specht

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