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Potsdam-Mittelmark Zwei Obstbauern sind besonders erfolgreich
Lokales Potsdam-Mittelmark Zwei Obstbauern sind besonders erfolgreich
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14:43 19.04.2018
Toni Geißhirt (l.) und Marcel Lehnst haben abgesahnt: Beide holten jeweils eine Bronzene, Silberne und Goldene Kruke. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Die Potsdamer Straße in Werder könnte bald auch „Potsdamer Weinstraße“ heißen, stellte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) am Donnerstag bei der Prämierung der besten Obstweine fest. Denn dort leben die meisten Berufs- und Hobbyproduzenten, die in diesem Jahr Preise für ihre Kreationen abgesahnt haben. Die Nase vorn hatten Toni Geißhirt und Marcel Lehnst aus Elisabethhöhe. Beide holten jeweils eine Goldene, eine Silberne und eine Bronzene Kruke. Der 19-jährige Geißhirt wurde mit Gold für Sauerkirsche, mit Silber für Pfirsich-Benedictus und mit Bronze für Erdbeere/Holunderblüte ausgezeichnet. Weiße Johannisbeere, Himbeere und Erdbeere kamen von Lehnst am besten bei der Jury an.

„Ein voller Erfolg, das neue Konzept ist aufgegangen“, sagte Walter Kassin vom Werderschen Obst- und Gartenbauverein, der den Wettbewerb gemeinsam mit der Stadt ausrichtet. 32 Juroren probierten sich am vergangenen Mittwochabend durch insgesamt 231 Weinproben in neun Kategorien. Nach der neuen Verkostungsmethode, die in diesem Jahr zum ersten Mal angewandt wurde, testete jeder 29 Sorten und vergab Schulnoten von 1 bis 6. Manfred Lindicke, der Winzer vom Wachtelberg, zählte die Noten anschließend zusammen und ermittelte die Sieger.

Auch neue Gesichter unter den Gewinnern

Zufrieden mit dem neuen Verfahren zeigte sich auch die Bürgermeisterin. „Der Obstwein war ja einer der Ausgangspunkte des Baumblütenfestes und die Goldene Kruke steht mittlerweile für Qualität, die nachgefragt ist“, sagte Saß. 1997 versuchte sie sich selbst an einem Hagebuttenwein, der nach ihrem Empfinden zwar gut gelang, aber für eine Goldene Kruke nicht ausgereicht hätte. Daher habe sie sich entschlossen, das Obstweinkeltern den Könnern zu überlassen.

Jurymitglieder, Weinproduzenten, die Stadtoberhäupter und die Baumblütenkönigin: Bei der Verleihung der Obstweinkruken darf keiner von ihnen fehlen. Quelle: Luise Fröhlich

Der beste Erdbeerwein kommt in diesem Jahr von Familie Rzegotta. Stefan Lindicke überzeugte mit seiner Schwarzen Johannisbeere und Thomas Herzog mit dem Himbeerwein. Rolf Rogler holte die Goldene Kruke mit seinem Pflaumentropfen und Ulrich Gaube mit Birnenwein. In der Kategorie „Heimische Raritäten“ überzeugte die Sorte Rhabarber von Detlef Lapp und in die Kategorie „Mehrfrucht“ dominierte Bernd Lorenz mit einer Mischung aus Apfel und Quitte. Neben den alten Bekannten im Werderaner Weingeschäft lugten aber auch ein paar neue Gesichter hervor. Carsten Bredow beispielsweise holte im dritten Anlauf zum ersten Mal eine Silberne Kruke. Allerdings nicht mit seiner Spezialität Himbeere-Physalis, sondern mit Rhabarber. „Für meine Eigenkreation müssen sie wahrscheinlich erst noch eine neue Kategorie erfinden“, sagte er. Bredow wird, wie im vorigen Jahr auch, zum Baumblütenfest an zwei Obstweinständen verkaufen.

Sorgen über Spätfrost

Toni Geißhirt gab sich bescheiden mit dem Erfolg: „Ich habe nicht damit gerechnet. Die Anzahl der Proben und die Konkurrenz werden immer größer.“ Dass gerade die Sorten Sauerkirsche, Pfirsich und Erdbeere/Holunderblüte überzeugt haben, hat ihn hingegen nicht überrascht. Schließlich gebe er nur die Weine ab, die auch wirklich was geworden sind. Den Pflaumenwein habe er in diesem Jahr daher lieber gleich zu Hause gelassen.

Nach all der Freude über die Auszeichnungen und das bevorstehende Blütenfest bleibt aber die Sorge der Obstbauern über den Spätfrost. Nicht nur die Blüten der Süßkirschen hätten schon Schaden genommen, auch die Apfelbäume seien gefährdet, sagte Manfred Lindicke am Rande der Verleihung.

Von Luise Fröhlich

Das hatten sich die beiden Jugendlichen sicher anders vorgestellt. Am Mittwoch hatten sich zwei 15-Jährige in Caputh eine ältere Dame auf der Uferpromenade als Opfer ausgesucht. Die Beiden näherten sich der 76-Jährigen von hinten, schubsten sie und forderten Bargeld. Doch die Frau dachte gar nicht daran, ihr Geld herauszurücken.

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