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Zwei Orchester suchen noch Mitspieler

Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) Zwei Orchester suchen noch Mitspieler

Lea Tullenaar und Theresia May sind hochmotiviert, ihre beiden Ensembles als feste Angebote der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark zu etablieren. Nur fehlt es den beiden bislang noch an ebenso tatkräftigen Mitspielern. Deshalb veranstaltet die Bad Belziger Regionalstelle zwei Projekttage mit offenen Orchesterproben.

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Lea Tullenaar (Mitte) hat vor gut einem Jahr begonnen, das Neue Musikschulorchester der Kreismusikschule in Bad Belzig aufzubauen.

Quelle: Josephine Mühln

Bad Belzig. Der Proberaum bietet ausreichend Platz, die Zahl der Musiker ist momentan jedoch noch recht übersichtlich. Deshalb gehen das Neue Musikschulorchester sowie das Ensemble „Saitenspiel“ – beide ein Angebot der Kreismusikschule in Bad Belzig – jetzt in die Offensive und wollen mit zwei Projekttagen für neue Impulse sorgen.

Das Neue Musikschulorchester unter der Leitung von Lea Tullenaar ist vor gut einem Jahr gegründet worden und richtet sich an Musiker ab zwölf Jahre. „Alle Instrumente sind willkommen – egal ob Bläser, Streicher oder Schlagzeug. Und wir suchen zum Beispiel dringend ein Klavier“, sagt die Pädagogin. Zudem solle generationenübergreifend musiziert werden. „Eltern können zum Beispiel mit ihren Kindern kommen oder mehrere Geschwisterkinder könnten zusammen bei uns spielen.“

Zwei Projekttage

Der erste Projekttag mit einer offenen Probe der beiden Ensembles findet am Sonntag, 14. Januar, von 15 bis 17 Uhr in den Räumen der Kreismusikschule, Puschkinstraße 13 in Bad Belzig, statt. Ein zweiter Projekttag folgt am Sonnabend, 3. Februar, von 10 bis 13 Uhr.

Die Teilnahme an den Projekttagen ist kostenlos. Auch das Mitspielen bei den Ensembles ist für Mitglieder der Musikschule kostenfrei. Externe Mitspieler zahlen einen Ensemblebeitrag von aktuell 7 Euro monatlich.

Anmeldung zu den Projekttagen unter 033841/4 54 30 oder an nicolas.bajorat@kms-pm.de

Aktuell nehmen etwa neun Musiker regelmäßig an der immer mittwochs um 18.30 Uhr stattfindenden Probe teil – nach oben sei keine Grenze gesetzt, sagt Tullenaar, die seit anderthalb Jahren an der Musikschule Saxofon und Klarinette unterrichtet. „Ich wäre aber auch schon völlig glücklich, wenn ich immer so 15 Leute in der Probe hätte.“ Das Ziel soll sein, wieder ein großes, gemischtes Orchester für die Region Bad Belzig aufzubauen – wie es die Musikschule schon einmal hatte.

„Stilistisch wollen wir alles abdecken, auch wenn wir ein Orchester sind“, sagt Tullenaar. „Von Jazz über Pop bis hin zum Walzer – es sind keine Grenzen gesetzt und jeder Musiker darf Wünsche äußern, was er gerne mit dem Orchester spielen würde.“ So sei es beispielsweise der Wunsch einer Cellistin gewesen, das Stück „Viva La Vida“ der britschen Popgruppe Coldplay einzustudieren. Für Lea Tullenaar kein Problem. Sie arrangiert die Stücke für die vorhanden Instrumente und kann so auch auf individuelle Fähigkeiten Rücksicht nehmen.

Ensemble „Saitenspiel“ soll etabliert werden

Die Pädagogin hofft, dass an der offenen Probe zu den Projekttagen neue Mitglieder teilnehmen und diese sich hinterher entscheiden, wiederzukommen. Diesen Wunsch hat auch Theresia May, die seit August des vergangenen Jahres an der Musikschule unterrichtet. Sie will das Ensemble „Saitenspiel“ etablieren, das sich an Streicher bis zwölf Jahre richtet. Hier sollen die ersten Erfahrungen im gemeinsamen Musizieren gesammelt werden.

„Die Nachfrage an der Musikschule war immer da und das Ensemble kann gut als Grundlage für das große Orchester von Lea Tullenaar dienen“, sagt May. Sie arbeite gerne mit Kindern und so sei im Wechselspiel die Idee für dieses zweite, kleinere Orchester für Streicher entstanden. Die regulären Proben finden immer dienstags um 17.15 Uhr statt.

Kleines Abschlusskonzert

„Saitenspiel“ steht mit seinen aktuell zwei Mitgliedern noch ganz am Anfang, ein paar zusätzliche Anfragen habe sie aber schon bekommen, sagt Geigenlehrerin May. Weitere sollen bei den Projekttagen folgen. Gemeinsam mit den neuen Teilnehmern wird ein Stück erarbeitet, das dann in einem kleinen internen Abschlusskonzert präsentiert wird. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Von Josephine Mühln

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