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Zwischen Trommeltauben und Haubenenten

Geflügelzüchter-Vereinsschau in Werder Zwischen Trommeltauben und Haubenenten

Werders Rassegeflügelzüchter des Vereins „Hoffnung 1948“ haben am Wochenende ihre schönsten Tiere bei der jährlichen Vereinsschau in Sporthalle der Karl-Hagemeister-Grundschule präsentiert. Der traditionsreiche Verein hat nicht nur die Schönheit der Tiere im Auge. Den Vereinsvorsitzenden Christian Kärger plagen allmählich die Nachwuchssorgen.

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Nico Drinkewitz mit seinem Rhodeländer-Huhn.

Quelle: Luise Fröhlich

Werder. Als wäre es mit Honig eingeschmiert, glänzt das Gefieder des rotbraunen Hahns. Aufrecht steht er in seinem Käfig, als wüsste er, dass es auf seine Schönheit ankommt. „Hervorragend“ steht in roter Schrift auf der Plakette geschrieben. Der 33-jährige Züchter Nico Drinkewitz aus Groß Kreutz ist stolz auf seinen „Rhodeländer“. Der amtierende Landesmeister aus dem vergangenen Jahr hat auch bei der Schau des Rassegeflügelzüchtervereins „Hoffnung 1948 Werder“ abgesahnt.

Am Wochenende präsentierten die Züchter aus Werder und Umgebung ihre schönsten Tiere bei der Vereinsschau in der Turnhalle der Karl-Hagemeister-Grundschule. Zu sehen gab es nicht nur Haubenenten, Zwerghühner und Lockentauben, sondern auch Russische Gänse und Smaragdenten. Denn die Groß- und Wassergeflügelzüchter des Kreises schlossen sich der Ausstellung an. „Die meisten dieser Tiere sieht man in freier Wildbahn nicht“, erklärte Vereinsvorsitzender Christian Kärger.

„Hoffnung 1948“ zählt zu den größeren Vereinen in der Region

Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU), Schirmherrin der Veranstaltung, besuchte die Züchter am Sonntag. „Die jährliche Zuchtausstellung zieht Besucher aus nah und fern an, besonders Kinder bestaunen mit großen Augen die gefiederte Vielfalt“, heißt es in ihrem Grußwort.

Russische Gänse

Russische Gänse

Quelle: Luise Fröhlich

Etwa 300 Tiere gackerten, quakten und gurrten in der Sporthalle. Der Werderaner Verein zählt mit rund 40 Mitgliedern zu den größeren in der Region. Kärger züchtet seit mehr als 45 Jahren Geflügel, unter anderem Zwerghühner der Rasse „Orpington“. Sorgen macht er sich um den Nachwuchs. „Züchten wird zum Problem, weil es immer öfter Ärger mit dem Nachbarn gibt. Ein Hahn fängt nun mal um 7 Uhr an zu krähen“, sagte er. Das werde von vielen nicht mehr geduldet. „Die meisten Züchter sind schon lange dabei und es kommen nur wenige nach. Auch manche Rassen sind mittlerweile vom Aussterben bedroht“, so Kärger weiter. Mit Anfang 30 sticht Nico Drinkewitz da heraus. Im Verein ist er mit der Zuchtgemeinschaft Drinkewitz seit 20 Jahren und hat schon einige Auszeichnungen für seine Rhodeländer bekommen.

Spaß und Spannung beim Züchten

„Es macht Spaß, die Küken großzuziehen und die Tiere so zu kreuzen, dass die Eigenschaften dabei herauskommen, die man sich erhofft“, erzählte Drinkewitz. „Das ist spannend. Manchmal geht es gut und manchmal nicht.“ Bei der Auszeichnung der Hühner etwa kommt es auf den Kamm, den Glanz des Gefieders, die Körperform und die Augen an. Nach einem Kriterienkatalog bewerten die Punktrichter die Tiere und vergeben Ehren- und Zuschlagspreise sowie Wanderpokale.

Von Luise Fröhlich

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