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Potsdam-Mittelmark Neue Brandschutz-Technologie aus Mittelmark
Lokales Potsdam-Mittelmark Neue Brandschutz-Technologie aus Mittelmark
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19:10 03.03.2016
Das neue Schließsystem für die Brandschutztore hat sich im Probelauf bewährt: Philip Capellen (l.) und Hartmut Schultz an der Testanlage. Quelle: Heinz Helwig
Stahnsdorf

Ein spezielles System zur Weiterentwicklung ihrer Brandschutzanlagen hat die Gesellschaft für technische Entwicklung (gte) Brandschutz AG in Stahnsdorf entworfen und sich jetzt patentieren lassen. Das Unternehmen entwickelt, baut, installiert und betreut komplette individuelle Brandschutzlösungen für Brandwände bei Förder- und Fließbandstrecken auf Flughäfen, in Logistikzentren sowie in Industrieanlagen der ganzen Welt.

Mit der neuen Vorrichtung, die es zuvor nicht gab, wird ein Stückgut, das sich in einem Brand- oder Störfall auf dem abgeschalteten Förderband genau im Bereich des Brandschutztores befindet, von seitlichen Flügeln und ohne zusätzliche fremde Hilfe hinter das Tor geschoben, so dass dieses sich schließen und den abgeschotteten Bereich schützen kann. Das System hat sich im Dauertest in Stahnsdorf sowie bei einem der größten Frachtdrehkreuze in Deutschland in Leipzig bereits bewährt und wird gegenwärtig auch in einen Neubau für zwei namhafte Brauereien am Autobahnkreuz München sowie bei einem bekannten bayrischen Automobilhersteller eingebaut.

„80 Prozent unserer Kunden befinden sich in der ’DACH’-Region“, sagt gte-Vorstand Philip Capellen. Der Begriff steht für die Länder Deutschland (D), Österreich (A) und für die Schweiz (CH). Der mittelständische Betrieb hat aber auch Zulassungen für ganz Europa und arbeitet von Stahnsdorf aus mit Partnern in den USA und Südafrika zusammen. Unzählige Flaschenrücknahmen in Einkaufsmärkten oder Gepäckbänder auf den Flughäfen durchlaufen die Brandschutztore, -türen und -klappen aus Stahnsdorf. Mit dem zunehmenden Onlinehandel hat sich das Geschäft für die gte Brandschutz AG gerade beim Versandhandel enorm erweitert. Für das entstehende Logistikzentrum bei Großbeeren hat sich das Unternehmen ebenfalls beworben und hofft nun auf den Zuschlag.

Längst hatte die erste Produktionshalle im Techno-Park Stahnsdorf aus dem Jahre 2003 nicht mehr ausgereicht, um den Bedarf des Marktes decken zu können. Aus diesem Grund kam vor zwei Jahren eine zweite Halle und ein Bürogebäude dazu. Das Umsatzwachstum der Firma liegt bei durchschnittlich etwa 20 Prozent jährlich. Im Betrieb wird über die Bildung von Serviceniederlassungen nachgedacht, um noch schneller bei Kunden zu sein.

Inzwischen hat im Familienunternehmen auch ein Generationswechsel stattgefunden. Die beiden Firmengründer Bernd Capellen und Hartmut Schultz haben die Leitung der gte Brandschutz AG in jüngere Hände gelegt und widmen sich wieder besonders den technischen Entwicklungen im Betrieb. Nicole Schultz und Philip Capellen führen seit Oktober des vergangenen Jahres die Erfolgsgeschichte der Firma weiter.

Im Unternehmen arbeiten 65 Mitarbeiter

Die gte Brandschutz AG in Stahnsdorf beschäftigt derzeit nach eigenen Angaben 65 Mitarbeiter und sechs Ausbildende. Bei ihrer Gründung 2003 waren es 40 Mitarbeiter.

Begonnen hatte das Unternehmen 1999 mit einer einfachen Produktionsstätte, die angemietet worden war.

Die Brandschutztore müssen mindestens 120 Minuten einem Brand standhalten können.

Weitere Infos unter www.gte.ag

Von Heinz Helwig

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