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Potsdam-Mittelmark Irische „Dance Masters“ faszinieren Bad Belzig
Lokales Potsdam-Mittelmark Irische „Dance Masters“ faszinieren Bad Belzig
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18:10 01.02.2016
Franziska (6 Jahre), Pauline (7 Jahre) und Matilda (2 Jahre) holten sich nach der Show Autogramme.
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Bad Belzig

Die Bühne vibriert unter den Schritten der Tänzerinnen und Tänzer. Sie bewegen sich in ihren Steppschuhen mit atemberaubendem Tempo über die Fläche. Mit wechselnden farbenfrohen Kostümen und choreographisch beeindruckenden Stepptänzen entführten die Künstler am Sonntagabend das Publikum in der fast ausverkauften Albert-Baur-Halle in die Welt des irischen Tanzes.

Der facettenreiche Stepptanz, live gesungene und gespielte, traditionelle irische Musik sowie auf eine Leinwand projizierte Fotos von der grünen Insel lassen die Zuschauer in die Geschichte des irischen Tanzes eintauchen. Wie ein roter Faden durchzieht die Liebesgeschichte von Patrick und Kate das zweistündige Programm „Dance masters – Best of irish dance“.

Akrobatik auf der Bühne. Quelle: Uminski

Sichtlich zufrieden und beeindruckt zeigten sich die Zuschauer von der irischen Show. Ellen Niendorf tanzt selbst seit mehreren Jahren mit ihrem Mann Gesellschaftstänze und ist fasziniert vom Können der Akteure. „Ich weiß, dass Kreistänze sehr schwierig zu tanzen sind“, sagt die Baitzerin, die vom irischen Tanz restlos begeistert ist.

Nancy Ratzmann und ihre zwei Töchter Pauline (7) und Matilda (2) hören auch zu Hause gerne irische Musik. Vor allem die ältere Tochter ist vom irischen Tanz sehr angetan. Da lag es auf der Hand, dass die Familie sich die irische Show anschaut, die auf ihrer Tour durch ganz Deutschland auch in Bad Belzig Halt machte. „Ich bin sehr zufrieden, die ganze Show war sehr schön“, sagt die 34-jährige Bad Belzigerin.

Tour durch ganz Deutschland

Zur Showtruppe der irischen Stepptänzer und Musiker zählten in Bad Belzig Mairead Finnegan, Cian Farrelly (Gesang, Flöte, Banjo), Shane Moran (Gesang, Gitarre, Banjo), Aaron Dolan (irischer Dudelsack), Asher Larnach sowie Kellie Anne Purtil, Xander Cross und Peter Somfai.

Auf Tour durch ganz Deutschland ist die Stepptanzgruppe seit dem 5. Januar.

Ende März ist die Formation erneut in Reichweite des Flämings zu erleben. Letzte Station der Tour in Deutschland ist am 28. März der Potsdame Nikolaisaal.

Seit Jahren begeistert das Programm „Dance Masters – Best of Irish Dance“ in bisher mehr als 400 Shows allein in Deutschland Zehntausende Besucher.

Helga Bärmann ist von der perfekten Aufführung der Stepptänzer begeistert. „Mich würde interessieren, wie oft die Tänzer täglich dafür üben“, sagt die Wiesenburgerin. Die 79-Jährige, die selbst in einer Sportgruppe aktiv ist, interessiert sich schon sehr lange für den Stepptanz. „Ich komme aus Dessau und war da immer viel im Theater.“ Wolfgang Peschel kennt den irischen Stepptanz nur aus dem Fernsehen und wollte sich die Tanzshow nun unbedingt mal live ansehen. „Das ist sehr interessant zu sehen und ich wundere mich, dass sich die Füße der Tänzer dabei nicht verheddern“, sagt der Bad Belziger.

Dass sich die Beine der zwölf begnadeten Männer und Frauen beim Steppen eben nicht verknoten, dafür sorgt die jahrelange Übung. Die Künstler aus der international gemischten Gruppe blicken auf eine zum Teil jahrzehntelange Tanzkarriere zurück, die bereits im Kindesalter begonnen hat. So auch beim Hauptdarsteller Xander Cross. Er spielt in der Show die Rolle von Patrick. Die Seele des 24-jährigen Australiers ist so grün wie Irland selbst, das durch seine Naturschönheiten weltbekannt ist. Bereits als Kind hat sich der Tänzer in die irische Musik und den Stepptanz verliebt.

Gruppenfoto der Truppe. Quelle: Uminski

„Als ich sechs Jahre alt war, habe ich während unser Ferien in Irland irische Stepptänzer im Fernsehen gesehen“, erinnert sich der Australier. Für Xander Cross war sofort klar: „Das möchte ich machen“, erzählt er der MAZ. Während seiner Tanzausbildung lernte der 24-Jährige auch andere Tanzstile kennen. Der irischen Kunst ist er aber bis heute treu geblieben. „Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen und die Reaktionen der Leute zu sehen“, betont der Australier. Noch zieht es den Künstler auf die Bühne.

Nach der Tour durch Deutschland geht es für den Australier zur nächsten in die USA. Langfristig hat der 24-Jährige aber noch andere Pläne: „Ich möchte gerne auf die andere Seite der Show, vielleicht als Manager oder Produzent.“ Doch bis das so weit ist, bleibt der Künstler der Tanzwelt noch auf der Bühne erhalten.

Von Johanna Uminski

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