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Kulturscheune beendet Lutherjahr

Kähnsdorf Kulturscheune beendet Lutherjahr

Mit einem literarisch-musikalischen Programm zum Thema Martin Luther und sein Weib Katharina von Bora beendet die Kulturscheune in Kähnsdorf am 28. Oktober ihr Lutherjahr. Moderatorin Gisela M. Guru, Schauspieler Lusaka Karonga und Pianist Armin Babtist setzen das Stück über die berühmteste Pfarrfrau der Welt und ihren widerspenstigen Mann in Szene.

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Der Widerspenstige und seine unentbehrliche Gefährtin: In dem „Luther“-Film des MDR spielt Karoline Schuch die Katharina von Bora und Devid Striesow den Martin Luther.

Quelle: MDR

Kähnsdorf. Die alljährliche Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“, die diesmal zum 13. Mal stattfindet, ist für die Heimatstube und Kulturscheune in Kähnsdorf der krönende Saisonabschluss ihres Luther-Jahres. Dazu hat die Kulturscheune für Samstag, den 28. Oktober, mit dem benachbarten Findlingsgarten Kähnsdorf ein literarisch-musikalisches Programm vorbereitet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die um 16 Uhr in der Dorfstraße 15 beginnt, stehen Martin Luther und sein Weib Katharina von Bora. Das Programm trägt den Titel „Meine herzliebe Jungfer Käthe“.

Als die entflohene Nonne 1525 „ihren“ Martin Luther zum Manne nahm, teilte sie fortan mit ihm ein Leben, ständig im Widerstreit mit den Mächtigen in Kirche und Welt, mit dem päpstlichen Bannfluch belegt, angefeindet und von seinen Anhängern gefeiert. Sie teilte es mit Luther, der polterte und aufbrausend war und niemals Ruhe gab. Aber so raubeinig er nach außen hin wirkte, so rührend und liebevoll war er als Ehemann und Vater. „Meine Schale mag hart sein, aber mein Kern ist weich und süß“, sagte „Dr. Martinus“ von sich selbst.

Noch nach mehr als 500 Jahren sind die deftigen Tischreden des großen Reformators berühmt und vieles davon ist bis in die Gegenwart aktuell. Katharina, seine beste Kameradin, führte ihm den großen Haushalt und die Haushaltskasse. Sie war ihrem Mann eine unentbehrliche Gefährtin und Beraterin.

Das „Kaliope-Team“ aus Berlin setzt an dem genannten Samstagnachmittag das Stück über die berühmteste Pfarrfrau der Welt und ihren widerspenstigen Mann in Szene. Moderatorin Gisela M. Guru, Schauspieler Lusaka Karonga sowie Pianist Armin Babtist lassen vor der Kulisse des Kähnsdorfer Klostergartens, den Wildenbrucher Grundschüler in diesem Frühjahr gestalteten und aufbauten, das Leben vor 500 Jahren sozusagen wieder auferstehen. Eintrittskarten für diese Vorstellung können noch telefonisch unter der Rufnummer 033205/6 41 04 reserviert werden.

Im Findlingsgarten Kähnsdorf geht es danach etwa ab 17.30 Uhr bis gegen 20 Uhr bei freiem Eintritt weiter. Nachdem der Spielmannszug Neuseddin die Besucher der Kulturscheune hinüber zur großen Freianlage gebracht hat, gibt er dort ein kleines Konzert. Ihm folgt die „Samba-Fiber-Band“ aus Fichtenwalde mit ihrem rhythmisch-mitreißenden Percussion-Auftritt. Dann wird es etwas waidmännisch, wenn Andreas Konrad und seine Gruppe „Stückener Heide“ ins Jagdhorn blasen. Während des Musikprogramms können sich die Besucher mit Schmalzbroten stärken und mit Glühwein in Stimmung bringen und dabei ein wenig Lagerfeuerromantik genießen.

Nach dem Ende der Saison wird die Heimatstube und Kulturscheune Kähnsdorf keineswegs in den Winterschlaf verfallen. Die ARD hat das letzte erhaltene und etwa um 1700 erbaute Fachwerkhaus im Dorf als geeignete Filmkulisse entdeckt. Die Dreharbeiten für die Serie „Eiffel-Praxis“ sollen schon im November beginnen. Parallel dazu wird sich wie in jedem Winter die Gruppe „Kunst am See“ in der Kulturscheune zu einer Werkstatt treffen, um ein Projekt für die nächste Saison im kommenden Jahr vorzubereiten.

Die Heimatstube und Kulturscheune Kähnsdorf gehört zur sogenannten Route 2, auf der Interessierte in der Aktion „Feuer und Flamme für unsere Museen“ am 28. Oktober auch die „Alte Mühle“ in Michendorf, die Alte Posthalterei in Beelitz, die Bockwindmühle sowie das Hans-Grade-Museum in Borkheide besuchen können.

Das gesamte Programm des Aktionstages kann im Internet unter www.potsdam-mittelmark.de eingesehen werden.

Von Heinz Helwig

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