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Potsdam-Mittelmark Neues Wohnviertel soll erweitert werden
Lokales Potsdam-Mittelmark Neues Wohnviertel soll erweitert werden
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17:32 29.09.2015
Zwischen dem Stadthafen und der Teltower Altstadt soll ein neues Wohnviertel entstehen. Quelle: Repro: MAZ
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Teltow

Die Stadt will ihren Bebauungsplan für ein weiteres Wohnviertel zwischen der künftigen Marina Teltow und der Altstadt erweitern. Ursprünglich sollten südlich des Zeppelinufers einige mehrgeschossige Punkthäuser errichtet werden. Jetzt hat ein Investor, der noch anonym bleiben will, der Stadt ein Projekt „Marine Quartier Teltow“ vorgestellt, das mit Weiher und Wehr, Uferpromenade und unterschiedlich großen Einfamilienhäusern sowie Geschosswohnungen über die bisherige Planung hinausgeht. Nun diskutieren die politischen Gremien in Teltow über dieses Projekt. Das letzte Wort haben Teltows Stadtverordneten, die am 7. Oktober wieder zusammenkommen.

Grundvoraussetzung für die Zustimmung ist die verbindliche Klärung des Vorkaufsrechts, das die Stadt für das Gelände hat. Laut einem Rahmenplan waren auf der Stellfläche Parkplätze für Besucher der Altstadt beziehungsweise des nahen Jahnsportplatzes vorgesehen, die der Investor berücksichtigen muss. Außerdem darf das Projekt keine Maßnahmen enthalten, die Teltow zwingen würden, Fördermittel für den Stadthafen zurückzahlen zu müssen. Dass das Wasser ins neue Viertel hinein und damit die Altstadt näher an die Marina gebracht werden soll, ist unstrittig. Doch die Umsetzung dieses Details darf den Voraussetzungen zur Fördermittelfreigabe nicht entgegenstehen, hieß es am Montag in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses.

Dessen Mitglieder befürworteten zwar mehrheitlich den erweiterten Bebauungsplan Nummer 64 „Altstadt – südlich des Zeppelinufers“, meldeten aber teilweise zuvor doch einige Bedenken an. Es seien noch zu viele Fragen offen, um kompetent entscheiden zu können, sagten einige Ausschussmitglieder. Ihnen fehlten unter anderem konkrete Aussagen zur Finanzierung und die Zusicherung, dass Teltow nicht irgendwann auf Bauruinen sitzenbleiben werde.

Dies schloss der Vertreter des Investors aus, weil die Finanzierung nachgewiesen werden müsste, wie er sagte. Seine Worten zufolge habe die Mittelbrandenburgische Sparkasse wohl bereits signalisiert, das Projekt eventuell finanziell betreuen zu wollen. Allerdings würden die Geldgeber auch sehr genau auf die Voten der politischen Gremien in den Kommunen achten und ihre Zusage davon abhängig machen.

Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD) erinnerte daran, dass es zunächst erst mal um einen Grundsatzbeschluss zum Projekt gehe. „Geben Sie der Idee eine Chance“, appellierte er an die Ausschussmitglieder.

Von Heinz Helwig

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