Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam 1600 Euro für Hinweise auf Taubenquäler
Lokales Potsdam 1600 Euro für Hinweise auf Taubenquäler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:02 14.03.2018
In Potsdams Innenstadt wurden mehrmals Tauben mit Pfeilen beschossen. Quelle: Screenshot
Anzeige
Potsdam

Seit Anfang vergangener Woche wurden in der Umgebung der Friedrich-Ebert-Straße und der Hegelallee in Potsdam mehrere verletzte Tauben gefunden. In ihren Körpern steckten Blasrohrpfeile, die ein unbekannter Täter auf die Tiere geschossen hatte.

Die AG Potsdamer Stadttauben hat zusammen mit dem Verein „Animals care“ eine Belohnung von 600 Euro für Hinweise zum Täter ausgesetzt. Die Tierrechtsorganisation Peta hat nun die Belohnung um 1000 Euro auf jetzt 1600 Euro erhöht.

Die AG Potsdamer Stadttauben setzt sich für die Vögel, die als Symbol für Frieden gelten, ein. Quelle: Christel Köster

Die Arbeitsgemeinschaft Potsdamer Stadttauben versuchte über mehrere Tage gemeinsam mit der Tierrettung Potsdam die verletzten Vögel zu fangen. Bislang wurde nur eine Taube gerettet. Mindestens drei weitere, schwer verletzte Tiere konnten noch nicht eingefangen werden.

„Wer Vögel zum Spaß quält, der schreckt auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück“

„Helfen Sie bitte mit, diese brutalen Angriffe auf die friedvollen Tauben aufzuklären“, sagte Judith Pein von Peta am Mittwoch. „Tiere müssen vor derartigen Übergriffen geschützt werden. Wer Vögel zum Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“ Die AG Potsdamer Stadttauben hat bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, teilte Organisation mit. Ein Verstoß gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes ist eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Tauben können unter guten Umständen 15 Jahre alt werden

Im Schlaatzweg befindet sich einer von zwei Taubenschlägen in Potsdam. Quelle: Volker Oelschläger

Stadttauben sind häufig die Nachfahren von Zuchttauben oder so genannten „Brieftauben“. Etwa 40 Gramm Futter am Tag benötigt eine ausgewachsene Taube zum Überleben.

In den Innenstädten finden die Körnerfresser nicht einmal einen Bruchteil der benötigten Menge, also essen sie hungrig alles, was als Abfall auf den Straßen landet. Unter diesen Bedingungen überleben die Tiere selten länger als zwei Jahre, obwohl sie eine natürliche Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren haben.

Mehr zum Thema

> Grünen fordern mehr Hilfe Stadttauben in Potsdam

> Stadttaubenschläge in Potsdam

Von MAZonline

Warum steigt er nachts bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in ein Boot, um eine Ausfahrt auf der Havel zu unternehmen? Diese Frage mussten Feuerwehr und Polizei einem Potsdamer stellen. Er kam in der Nacht zu Dienstag auf diese Idee – die natürlich schief gehen musste.

14.03.2018

Die Oberbürgermeisterkandidatin der Linken, Martina Trauth, beginnt ihren Wahlkampf um den Chefposten im Rathaus mit einem Diskussionsabend zum Thema Mobilität. Am Mittwochabend will Trauth mit dem Geschäftsführer der Potsdamer Verkehrsbetriebe und dem Regionalvorsitzenden des Bahnkundenverbandes sowie den Bürgern diskutieren.

14.03.2018

Gerade wurden die 20 finalen Vorschläge der Potsdamer Bürger von den Stadtverordneten abgestimmt, nun wollen Verwaltung und Fraktionen die Pause bis 2019 nutzen, um das Konzept des Bürgerhaushalts zu überdenken. Dabei stellt sich auch erneut die Frage, ob ein eigenes Budget für die Umsetzung eine Mehrheit findet.

17.03.2018
Anzeige