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Potsdam 2010 eingemottete „Transparente Weltkugel“ soll zum Ulanenweg, doch für den Aufbau fehlt das Geld
Lokales Potsdam 2010 eingemottete „Transparente Weltkugel“ soll zum Ulanenweg, doch für den Aufbau fehlt das Geld
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09:56 14.06.2013
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Potsdam

“ Komplettiert wurde das mit einem zweiten, die Polkappen verbindenden Schriftband. Doch war es nicht die Schwere der Gedanken, sondern ein schlichter Fabrikationsfehler, der die Kugel etwas in sich zusammensinken ließ. Der Schöpfer des 1977 aufgestellten Werkes, Günter Junge, sprach von einer „unerwünschten Eiform“.

Mehr als 30 Jahre stand die „Unsichtbare Weltkugel“ inmitten niedriger Rabatten am unteren Ausgang des Treppentunnels, der zwischen Bibliothek und dem Gebäude der heutigen Fachhochschule zum Staudenhof hinaufführte. Im September 2010 wurde sie im Zuge des Umbaus der Stadtmitte auf einen Lkw geladen und auf den städtischen Bauhof gebracht. Dort ist sie noch heute. Zwar ist beabsichtigt, die Metallskulptur auf dem Hof des Oberstufenzentrums am Ulanenweg wieder aufzustellen, wie Kulturamtsleiterin Birgit-Katherine Seemann am Donnerstagabend im Kulturausschuss bekannt gab, doch einstweilen fehlt das Geld dafür.

Die Unterhaltung von Kunst im öffentlichen Raum war schon immer ein Problem. Der Etat war über Jahre so gering, dass im Zweifelsfall alle Finanzreserven für eine Reparatur der Keramik „Familie Grün“ an der Brandenburger Straße aufgebraucht waren, die öfter mal von einem Auto angefahren wird. Seit einigen Jahren gibt es im Baudezernat einen speziellen Posten zur „Unterhaltung von Kunst und Baudenkmalen“, der in diesem Jahr erstmals von bislang 75 000 auf 195 000 Euro aufgestockt wurde. Doch auch das reicht nicht. Denn nach Angaben von Thomas Schenke, Bereich Grün- und Verkehrsflächen, wird aus dem erhöhten Budget auch die Unterhaltung der Stadttore bestritten. Und allein die laufende Reparatur von Wasser- und Korrosionsschäden am Jägertor wird in diesem Jahr mit schätzungsweise 150 000 Euro zu Buche schlagen.

Die „Transparente Weltkugel“ ist eine von diversen Skulpturen in der Stadt, die mangels Geld entweder nicht repariert oder aber nach ihrer Demontage nicht an einem neuen Ort platziert werden können. Exemplarisch dafür sind zwei Werke von Christian Roehl – die Wandskulptur „Flugschiff“ vom abgerissenen Haus des Reisens, die in der Schiffbauergasse einen neuen Platz bekommen soll, und das von Rowdys schwer beschädigte Karl-Foerster-Denkmal auf der Freundschaftsinsel, bei dem noch niemand weiß, was die Reparatur kosten wird. Mit dem Bogen der 2001 aus dem Staudenhof abmontierten „Wasserharfe“ gibt es allerdings auch ein Werk Christian Roehls, dessen Umsetzung an einen neuen Ort beispielgebend ist: Der weit ausgreifende Bogen schmückt nun schon seit Jahren das Havelufer am Schillerplatz. (Von Volker Oelschläger)

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