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250.000 Euro für die Garnisonkirche

Kirchenkreis Potsdam 250.000 Euro für die Garnisonkirche

Der Kredit für den Wiederaufbau des Kirchturms an der Breiten Straße wird aus einem Erbe finanziert, das dem Kirchenkreis testamentarisch zugefallen ist. Bedingung: Das Vermögen soll wohltätig verwendet werden. Durch den Kredit des Kirchenkreises Potsdam schrumpft die Finanzierungslücke für den Turmbau auf 750.000 Euro. Baustart soll im nächsten Herbst sein.

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Joachim Zehner, Superintendent Ev.Kirchenkreis Potsdam, vor der Friedenskirche im Park Sanssouci.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Das Garnisonkirchenprojekt hat eine weitere Hürde genommen: Am Sonnabend bewilligten die Vertreter des Kirchenkreises Potsdam auf ihrer Herbstsynode einen zinsfreien Kredit in Höhe von 250.000 Euro mit einer Laufzeit von 30 Jahren für den Wiederaufbau des Kirchturms an der Breiten Straße. Somit sind nur noch 750.000 Euro notwendig, bis die 26,1 Millionen Euro für die abgespeckte Turmvariante zusammen sind. Wie berichtet, möchte die Garnisonkirchenstiftung zunächst auf Glockenspiel, Turmhaube und Zierrat verzichten. Derzeit läuft ein Antrag, dass die vom Bund in Aussicht gestellte Förderung von zwölf Millionen Euro auch für diese Turmstumpf-Variante freigegeben wird.

Bereits im Frühjahr hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein zinsloses Darlehen von 1,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die evangelische Landeskirche wird einen zinsfreien 3,25-Millionen-Kredit geben.

Am Sonnabend votierten 30 Kirchenkreisvertreter in geheimer Abstimmung für den Kredit, 20 stimmten dagegen. Es gab vier Enthaltungen. Der 250.000-Euro-Kredit wird aus einem Erbe finanziert, das dem Kirchenkreis testamentarisch zugefallen ist. Bedingung: Das Vermögen soll wohltätig verwendet werden. „Nach Einschätzung der Landeskirche wäre dies bei der Versöhnungsarbeit gegeben“, hieß es am Sonnabend.

In der Debatte wurde vor allem die bessere Verzahnung zwischen der Arbeit im Nagelkreuzzentrum – es befindet sich am Standort der alten Garnisonkirche – und dem Kirchenkreis gefordert. Die Synodalen stimmten einem entsprechenden Änderungsantrag von Stern-Pfarrer Andreas Markert zu. Außerdem soll die „äußere Erkennbarkeit des Turmes als Versöhnungszentrum“ gewährleistet sein. Derzeit ist allerdings noch nicht klar, wie diese Erkennbarkeit tatsächlich umgesetzt werden soll, räumte Verwaltungsvorstand Peter Leinemann von der Kirchenstiftung ein. Laut Kommunikationsvorstand Wieland Eschenburg muss die Errichtung des Turms in einem Jahr beginnen, damit die dreijährige Bauzeit eingehalten werden kann. Die bis 2019 geltende Baugenehmigung ist nicht verlängerbar.

Von Ildiko Röd

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