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34 Erstklässler ohne Platz an der Wunschschule

Anmeldezahlen für Potsdam 34 Erstklässler ohne Platz an der Wunschschule

In Potsdam werden im September 1775 Kinder eingeschult, 34 von ihnen erhielten keinen Platz an Schulen ihrer Wahl. Vor allem in Babelsberg war die Lage wieder schwierig. Zehn Schulen im Stadtgebiet hatten hingegen noch Plätze frei.

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Wer sich zuerst meldet, hat deswegen noch lange keinen Schulplatz sicher.

Quelle: dpa

Potsdam. Am 4. September beginnt für 1775 Potsdamer Kitakinder ein neuer Abschnitt: Sie werden eingeschult. Doch nicht alle Erstklässler werden an ihrer Wunschschule Lesen und Schreiben lernen. Für 34 Kinder in der Landeshauptstadt konnte weder der Erst- noch der Zweitwunsch realisiert werden. Das geht aus Daten des Bildungsministeriums hervor, die der MAZ vorliegen.

Bei einer Gesamtzahl von 1775 einzuschulenden Kindern seien für 1741 der Erst- oder der Zweitwunsch für den Schulbesuch realisiert worden, teilt das Ministerium auf Anfrage mit. Die Zahl beziehen sich auf den Stand vom 10. Mai. An dem Tag fand die Ausgleichskonferenz zwischen den Potsdamer Schulleitern und dem staatlichen Schulamt statt, bei der evaluiert wird, wie viele Anfragen wie vielen Schulplätzen gegenüberstehen.

Die Eltern werden grundsätzlich von ihrer zuständigen Grundschule in Wohnortnähe angeschrieben und können dann zwei Wunschschulen angeben, die ihr Kind besuchen soll. Ausschlaggebend bei der Zuteilung der Plätze ist in erster Linie die Wohnortnähe, aber auch Gründe wie ein bestimmtes Profil – Eltern möchten beispielsweise eine Schule, in der katholischer Religionsunterricht angeboten wird – sind ausschlaggebend. Landesweit gekippt wurde trotz Protesten die sogenannte Geschwisterregelung. Das heißt, Kinder bekommen nicht mehr automatisch einen Platz an einer bestimmten Schule, nur weil Bruder oder Schwester dort schon unterrichtet werden. In Härtefällen können die Schulen darauf aber trotzdem eingehen. Einer alleinerziehenden, berufstätigen Mutter etwa muss nicht zugemutet werden, ihre Kinder zu verschiedenen Schulen zu bringen.

Ungleiche Situation an den Schulen

Besonders problematisch war die Lage wie berichtet wieder in Babelsberg. Stadtweit hatte bei 21 Kindern die jeweils zuständige Grundschule keine Aufnahmekapazität – davon betreffen nach Ministeriumsangaben 19 Fälle die Goethe-Grundschule in Babelsberg. Eine der betroffenen Familien ist die Familie Rühlemann. Sie hatte als Erstwunsch die Goethe-Schule und als Zweitwunsch die Grundschule am Griebnitzsee angegeben – und bekam beide Wünsche nicht erfüllt. „Wir haben nun, wie einige andere Eltern, die an der Goethe-Grundschule abgelehnt wurden, einen Platz an der Grundschule am Humboldtring“, sagt Vater Christian Rühlemann. „Damit können wir leben, auch wenn das grundsätzliche Problem der fehlenden Schulplätze in Babelsberg bestehen bleibt.“

Den 34 Kindern, deren Schulwunsch nicht erfüllt werden konnte, standen 96 freie Schulplätze gegenüber, die sich auf zehn Schulen verteilen. Nicht komplett ausgelastet waren zum Stand 10. Mai neben der Grundschule am Humboldtring im Zentrum-Ost auch die Grundschulen am Pappelhain (Stern) und in Bornim sowie die Zeppelin-Grundschule (Potsdam-West), die Fontane-Schule (Waldstadt), die Dortuschule (Innenstadt), die Weidenhof-Grundschule (Schlaatz), die Grundschule „Ludwig Renn“ in Eiche, die Grundschule Bornstedter Feld II/Rote Kaserne und die Regenbogenschule in Fahrland. Letztere hatte nur deshalb freie Kapazitäten, weil auf Drängen der Eltern in diesem Jahr eine dritte 1. Klasse aufgemacht wird. Anderenfalls hätten wie berichtet nicht alle Fahrländer Kinder an der Ortsteil-Grundschule aufgenommen werden können.

Insgesamt gibt es in der Landeshauptstadt 22 städtische Grundschulen und zwei städtische Oberschulen mit Primarstufe. Darüber hinaus können Kinder auch elf Grundschulen in freier Trägerschaft besuchen.

Von Marion Kaufmann

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