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385 Lehrstellen sind unbesetzt

Potsdam 385 Lehrstellen sind unbesetzt

385 betriebliche Lehrstellen sind momentan in Potsdam unbesetzt. „Es fehlen interessierte Jugendliche“, sagte Ramona Schröder, Chefin der Potsdamer Arbeitsagentur. 1092 Ausbildungsplätze waren in der Stadt insgesamt gemeldet worden – ein Plus von 20,8 Prozent gegenüber 2015.

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Potsdams Arbeitsagenturchefin Ramona Schröder.

Potsdam. Es sind noch Ausbildungsplätze da! Und zwar eine Menge: 385 betriebliche Lehrstellen sind momentan in Potsdam unbesetzt – sagenhafte 35,6 Prozent mehr als im Vorjahres-Juli. „Es fehlen interessierte Jugendliche“, sagte Ramona Schröder, Chefin der Potsdamer Arbeitsagentur bei der Präsentation der aktuellen Arbeitsmarktzahlen. 1092 Ausbildungsplätze waren in der Stadt insgesamt gemeldet worden – ein Plus von 20,8 Prozent gegenüber 2015.

Nach derzeitigem Stand sind 242 Bewerber noch unversorgt. Der Tipp der Agenturchefin: Sich auch mal rechts und links des Wunschberufes umgucken. Dabei wird in nahezu allen Branchen händeringend Nachwuchs gesucht, insbesondere im Einzelhandel, in der Energie- und Gebäudetechnik, in der Hotel- und Gastronomiebranche, im Holz- und Bautenschutz.

Auf eine Ausbildungschance dürfe auch hoffen, wer einen Hauptschulabschluss oder gar keinen Abschluss habe. Ramona Schröder appellierte an „Eltern und Großeltern“, in den Ferien mit ihren Heranwachsenden zur Berufsberatung zu gehen. „Wir suchen jeden Schüler. Wir bleiben eher auf den Stellen als auf den Bewerbern sitzen.“ Das Ausbildungsjahr beginnt am 1. September, wahlweise am 1. Oktober. 592 Schüler meldeten sich auf freie Lehrstellen – 4,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

60 Prozent der Schüler machen Abitur

In diesem Jahr haben in der Region etwa 60 Prozent der Schüler Abitur gemacht. Der Wert werde 2017 noch einmal steigen. 2015 lag der Anteil der Abiturienten noch bei 53 Prozent. Die Mehrzahl der Abiturienten strebt ein Studium statt eine Lehre an. Doch gerade, wer einen technischen Beruf anstrebt, „für den ergibt eine Ausbildung Sinn“, wirbt Ramona Schröder. Ein Studium könne man dann immer noch anschließen.

In Potsdam waren im Juli 5861 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet – 143 mehr als im Juni, aber 229 weniger als im Juli 2015. Die aktuelle Quote liegt bei 6,5 Prozent. Der leichte Zuwachs sei laut Ramona Schröder „saisonal völlig normal“. 14,2 Prozent der Erwerbslosen sind Ausländer, 17,7 Prozent älter als 55 Jahre. Am deutlichsten stieg die Zahl junger Arbeitsloser zwischen 15 bis 25 Jahre. Im Juli hatten in dieser Altersgruppe 413 keinen Job. Im Juni waren es „nur“ 335, im Juli 2015 396. Diese Zahlen führt Ramona Schröder unter anderem auf junge Flüchtlinge zurück.

Unterdessen laufen mehrere Maßnahmen zur beruflichen Integration der Neu-Bürger. Eine Benachteiligung einheimischer Arbeitsloser werde es nicht geben, so die Agenturchefin. „Stellen und Ausbildungsplätze sind für alle da.“ Im Juli waren in Potsdam 1739 offene Stellen gemeldet - 378 mehr als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn sind 3486 Stellen eingegangen – 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Von Ricarda Nowak

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