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4,4 Millionen für neue Radwege in Potsdam

Verkehr in der Landeshauptstadt 4,4 Millionen für neue Radwege in Potsdam

Die Landeshauptstadt arbeitet weiter an ihrem ehrgeizigen Plan, zu den fahrradfreundlichsten Städten zu gehören: Auch im Doppelhaushalt 2018/19 stehen wieder Millionenbeträge für die Radinfrastruktur – etwa für die Brücke von Potsdam nach Werder oder für Lückenschlüsse in den nördlichen Ortsteilen. 2,4 Millionen der Summe kommen aus Fördermitteln.

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Potsdam will Fahrrad-Mekka werden und arbeitet stark an seiner Fahrrad-Infrastruktur. Zu den Rundfahren durch Babelsberg war es immer voll.

Quelle: Archiv/Bernd Gartenschläger

Potsdam. Rund 4,4 Millionen Euro stehen der Stadt Potsdam ab 2018 für den Neubau und die Ausbesserung der Radwege zur Verfügung. Das sagte der Radverkehrsbeauftragte der Stadt, Torsten von Einem, am Dienstagabend im Bauausschuss. Im Doppelhaushalt 2018/19 bringt die Stadt knapp zwei Millionen Euro als Eigenmittel dafür auf (2018: 836 100 Euro, 2019: 1 172 500 Euro), rund 2,4 Millionen Euro kommen in Form von erwarteten oder in Aussicht gestellten Fördermitteln hinzu.

Zu den größten Brocken in den kommenden Jahren gehört die seit Längerem geplante Brücke zwischen Potsdam und Werder, die einen Fuß- und einen Radweg aufnehmen wird. 2018 wird wohl vor allem noch für Planungen gebraucht, aber spätestens 2019 soll dann auch real gebaut werden. Mit 2,3 Millionen Euro werde das Projekt „groß gefördert“, so von Einem. Ebenfalls 2019 wird der kleine Lückenschluss des Uferwegs in der südlichen Speicherstadt am Wasserwerk vorbei Richtung Hermannswerder vollendet, versprach von Einem. Auch hier wird das kommende Jahr noch für exakte Planungen benötigt, vorrangig wird 2019 gebaut. 2018 sollen aber schon Anbindungen an den Uferpark gelegt werden, auch der Bau einer Rampe ist erforderlich. Von Einem kündigte an, dass der heutige Pflasterweg wegen seiner schlechten Befahrbarkeit einer asphaltierten Strecke weichen müsse.

Mehr Fahrradparkplätze geplant

Ebenfalls ausgeweitet wird das Fahrradparken. So hat sich die Stadt diesmal den Bahnhof Griebnitzsee vorgenommen und will dort 400 Stellplätze auf beiden Seiten errichten, wo möglich, gern auch überdacht. Das Geld und die Bereitschaft sind da, allerdings muss die Deutsche Bahn als Eigentümer des Grundstücks dem Vorhaben noch zustimmen. Mit großem Gegenwind rechne man dort aber nicht, zumal der „Parkdruck“ für Radler dort recht hoch sein.

Aufrüsten will die Stadt auch die Zahl der Radparkplätze am Bahnhof Park Sanssouci: Auf dessen Nordseite soll es „deutlich mehr Abstellplätze“ geben. Wie viel mehr, ließ Torsten von Einem offen. Im Süden des Bahnhofs gebe es ebenfalls das Interesse und die Notwendigkeit für weitere Stellplätze, jedoch ist dort ein Park-and-Ride-Parkplatz geplant, und bevor der nicht stehe, sei eine möglicherweise nur provisorische Abstellanlage sinnlos.

Der Doppelschlag – 2018 planen und schließlich 2019 bauen – wird nach Auskunft der Stadt auch den Kuhforter Damm und dem Werderschen Damm treffen, denn dort ist mit wenig Aufwand ein Lückenschluss zweier bestehender Wege möglich.

Lange auf der Wunschliste steht schon der Radweg von Satzkorn nach Fahrland, auch hier gibt es mit dem Doppelhaushalt Hoffnung: Zwischen dem Ortseingang Satzkorn bis zur Ketziner Straße soll zumindest ein Teilstück, das auch als Schulweg dient, errichtet werden. Ein Radweg an der Max-Eyth-Allee kann erst im Jahr 2020 gebaut werden, von Einem hofft aber darauf, ab 2019 mit den Planung beginnen zu können.

Weitere Radfahrstreifen sollen auf der Heinrich-Mann-Allee und auf der Wetzlarer Straße markiert werden – letzteres sorgte für etwas Unmut im Ausschuss, weil die Wetzlarer Straße in diesem Bereich vierspurig ist und der markierte Weg dann zwischen Spuren und illegal geparkten Autos am Straßenrand verliefe. „Da werden die Radler gleich doppelt bedroht“, monierte Wolfgang Schütt, sachkundiger Einwohner für die CDU-Fraktion. Torsten von Einem versprach, die Lage dort vor Ort noch einmal zu prüfen und die Pläne gegebenenfalls anzupassen.

2017 war ein Erfolgsjahr für den Radverkehr

Auch wenn es noch viele Aufgaben beim Radverkehr ins Potsdam – insbesondere auch bei der Anbindung der Ortsteile – zu erledigen gibt, so ist die Stadt doch auf dem Wege zur Erfüllung des selbst vorgelegten Radverkehrskonzeptes einige große Schritte vorangekommen.

Dazu gehört in erster Linie der seit vielen Jahren von vielen Bürgern geforderte Radweg vom Schlaatz nach Drewitz, der teils entlang der Fernwärmetrasse führt. Die Umsetzung dieses Vorhabens scheiterte weder am Willen der Stadt noch am Geld. Aber um den teils schlammigen Grund zu befestigen, brauchte Potsdam Eigentumsrechte oder zumindest Dienstbarkeiten von den Grundstückseignern entlang der Strecke. Das gestaltete sich an einigen Stellen als schwierig, weshalb die Umsetzung des Projekts sich seit Jahren hinzog.

1,5 Millionen Euro gab die Stadt in diesem Jahr für den Radverkehr aus – ein Großteil floss in den Bau der Radabstellplätze am Bahnhof Charlottenhof. Die August-Bebel-Straße wurde verbreitert, um dort einen Radstreifen zu markieren.

Von Jan Bosschaart

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