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Potsdam 4000 Jahre alten Feuersteindolch entdeckt
Lokales Potsdam 4000 Jahre alten Feuersteindolch entdeckt
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13:09 24.03.2016
Bei Ausgrabungen in der Tschudistraße wurde dieser fast 4000 Jahre alte Feuersteindolch entdeckt. Quelle: Landeshauptstadt Potsdam /Gundula Christl
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Potsdam

Einen fast 4000 Jahre alten Feuersteindolch und rund 350 weitere archäologische Befunde sind in den vergangenen Wochen in der Tschudistraße auf der Insel Neu Fahrland freigelegt worden. Es sind Spuren von Siedlungen aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Römischen Kaiserzeit.

Wie die Stadtverwaltung Potsdam am Donnerstag mitteilte, hatten Archäologen der Unteren Denkmalschutzbehörde bei der Kontrolle einer Baustelle in der Tschudistraße die ersten Funde entdeckten. Daraufhin beauftragte die Wohnpark Immobiliengesellschaft mbHCo.KG als Grundstückseigentümerin ein Team der Archäologie Manufaktur GmbH unter der Leitung von Jonas Beran mit den notwendigen Untersuchungen.

Die durch einen Kanaldurchstich 1904 zur Insel gewordene frühere Landzunge zwischen Weißem See, Jungfernsee und Lehnitzsee war wohl schon vor Jahrtausenden ein attraktiver Platz zum Wohnen. Denn allein auf der Baustelle in der Tschudistraße, auf der Wohnhäuser und eine Tiefgarage entstehen, sind inzwischen etwa 350 archäologische Befunde freigelegt und dokumentiert worden. Sie zeugen von einer intensiven Nutzung des Grundstückes in verschiedenen ur- und frühgeschichtlichen Zeitperioden.

Zu den besonderen Funden zählt ein fast 4000 Jahre alter Feuersteindolch der Aunjetitzer Kultur der frühen Bronzezeit, der in einer Siedlungsgrube zurückgelassen worden war. Feuersteingeräte und Scherben belegen jedoch noch ältere Siedlungsperioden in der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur etwa im 3. Viertel des 4. Jahrtausends vor Christus und in der späten Jungsteinzeit um 2500 vor Christus. Ein Grubenhaus ist wahrscheinlich Teil eines germanischen Gehöftes aus dem 1./2. Jahrhundert nach Christus und steht vielleicht mit der über fünf Jahrhunderte existierenden germanischen Siedlung in weniger als 500 Meter Entfernung in Verbindung, die 2012 bis 2014 am Campus Jungfernsee untersucht wurde.

Die zahlreichen Ausgrabungen in Potsdam in den vergangenen 20 Jahren haben gezeigt, dass vor allem entlang der Havelufer noch mit Überraschungen und vielen neuen Erkenntnissen zu rechnen ist.

Von MAZonline

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