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4600 Unterschriften für Potsdams Mercure

Potsdam-Forum zur Bürgerbeteiligung 4600 Unterschriften für Potsdams Mercure

Viele Potsdamer wollen das Hotel Mercure behalten. Seit 13 Tagen werden in der Landeshauptstadt Unterschriften für ein entsprechendes Bürgerbegehren gesammelt. Jetzt liegt eine erste Auswertung vor: 4600 Menschen haben sich mit einer Unterschrift gegen Abriss ausgesprochen.

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Blick über das Neptun-Becken zum „Mercure“-Hotel.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam/Innenstadt. Im Bürgerbegehren gegen den Abriss des „Mercure“-Hotels, der alten Fachhochschule und des Wohnblocks am Staudenhof sind nach dem Auftakt vor 13 Tagen bereits mehr als 4600 Stimmen gesammelt worden. Das teilten der Kreischef der Linken, Sascha Krämer, und Lutz Boede von der Wählergemeinschaft Die Andere am Mittwochabend auf MAZ-Anfrage mit.

Krämer wies bei der Gelegenheit die am Vortag von CDU-Fraktionschef Matthias Finken herausgegebene Erklärung zurück, das Bürgerbegehren verhindere „die Weiterentwicklung unserer Stadt“. Das Bürgerbegehren wende sich „vielmehr gegen die angebliche Alternativlosigkeit der Abrisspolitik und gibt den Bürgern die Möglichkeit, außerhalb von Wahlen, ihre Stimme abzugeben“, so Krämer.

Thematisch flankiert wird das Bürgerbegehren am heutigen Donnerstag vom Stadt-Forum Potsdam, das sich in seiner 55. Sitzung ab 18 Uhr im Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64, mit dem Thema „Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung – Konflikte und Chancen“ befasst.

Angekündigt ist neben einem Beitrag von Saskia Hüneke (Grüne) über „Potsdamer Erfahrungen im bürgerschaftlichen Engagement“, sowie Referaten über die Werk-Stadt für Beteiligung und den Bürgerhaushalt auch ein Bericht zum „Beteiligungsverfahren Garnisonkirche/Plantage/Rechenzentrum“, das in Reaktion auf das jüngste, gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche gerichtete Bürgerbegehren eingeleitet wurde.

Erinnerungen aus 46 Jahren

Das heutige Hotel „Mercure“ war das zehnte in der DDR errichtete Interhotel. Es wurde am 1. Mai 1969 eröffnet.

Auf 17 Etagen hatte das Interhotel Potsdam mehr als 420 Gästezimmer. Im Sockel waren der Empfang, ein Großteil der Gastronomie und ein Intershop untergebracht. Im Dachgeschoss gab es das „Café Bellevue”, das tagsüber zum Imbiss mit Weitblick einlud und nachts zur höchst gelegenen Tanzbar der Stadt wurde.

Nach der Wende wurde das Hotel mehrfach umgebaut: 1994 wurde das Panoramacafé geschlossen. 2002 wurden die Räume unterm Dach für Konferenzen umgebaut.

Waren Sie einmal Gast im Interhotel? Haben Sie Fotografien von diesem Besuch und möchten Ihre Erinnerungen teilen? Die Organisatoren der Bar-Renaissance sind via E-Mail zu erreichen: 17etage@gmail.com

 

Von Volker Oelschläger

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