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500 Potsdamer gegen Pogida auf der Straße

Nur 30 Teilnehmer bei fremdenfeindlicher Demo 500 Potsdamer gegen Pogida auf der Straße

Nach sechswöchiger Pause haben am Mittwochabend wieder Pogida-Anhänger in der Potsdamer Innenstadt demonstriert. Zwei Gegenveranstaltungen mit insgesamt rund 500 Teilnehmern stellten sich am Potsdamer Hauptbahnhof und in Zentrum-Ost der fremdenfeindlichen Bewegung entgegen.

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Insgesamt rund 500 Menschen demonstrierten am Mittwochabend am Hauptbahnhof und im Zentrum Ost gegen Pogida.
 

Quelle: Julian Stähle

Innenstadt/Zentrum-Ost. Nach sechswöchiger Pause haben am Mittwochabend wieder Pogida-Anhänger in der Potsdamer Innenstadt demonstriert. Rund 30 Teilnehmer, einige mit Deutschlandfahnen, versammelten sich am Hauptbahnhof in der Babelsberger Straße.

Darunter befand sich, entgegen vorheriger Ankündigungen, auch der mehrfach vorbestrafte Pogida-Aktivist Christian Müller gehörte, der dem „Abendspaziergang“ durch Zentrum-Ost eigentlich fernbleiben wollte.

- Ausführliche Infos im Liveticker zum Nachlesen >

- Pressemeldung der Polizei im Wortlaut

Zwei Gegenveranstaltungen mit insgesamt rund 500 Teilnehmern stellten sich der fremdenfeindlichen Bewegung entgegen. Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ hatte zu einer Kundgebung vor den Nordausgang des Hauptbahnhofs eingeladen. Mit Blick auf die Pogida-Anhänger sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), man wolle „rechtsradikalen Tendenzen in der Stadt etwas aktiv entgegen setzen“.

18. Mai: Zum 11. Mal demonstrieren Pogida-Anhänger in Potsdam. Gegen die Kundgebung der fremdenfeindlichen Bewegung gibt es erheblichen Widerstand und mindestens zwei Gegendemos. Die MAZ ist mit mehreren Reportern vor Ort und berichtet. Sehen Sie hier Bilder des Demo-Abends.

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Die Versammlung der Pogida-Anhänger wurde von Trommeln, Pfeifen und „Nazis raus“-Rufen des Bündnisses begleitet. Vom Bahnhof zog Pogida über die Babelsberger Straße nach Zentrum-Ost.

An der Kreuzung Lotte-Pulewka-Straße /Am Humboldtring wurden die Pogida-Anhänger von etwa 200 linken Gegendemonstranten mit „Haut ab, haut ab“-Rufen empfangen.

Hunderte Beamte waren im Einsatz, beide Seiten wurden auf Distanz gehalten. Die Pogida zog über Lotte-Pulewka- und Wiesenstraße zurück zum Hauptbahnhof. Vereinzelt schauten Anwohner aus Fenstern oder von Balkonen auf den Marsch. Gegendemonstranten, die wieder versuchten, die Pogida-Leute zu erreichen, wurden von der Polizei abgedrängt.

Die bisherigen Pogida-Demos

11. Januar, Bassinplatz : Erstmalig versucht ein Ableger der Pegida-Bewegung in Potsdam zu demonstrieren. Ausnahmezustand am Bassinplatz. Der geplante „Abendspaziergang“ findet nicht statt. Am Rande ist es zu Krawallen durch linke Gegendemonstranten gekommen.

 20. Januar, Bassinplatz : Erneut ein Großaufgebot der Polizei in der Innenstadt. Knapp 300 Pogida-Anhängern stehen mehr als 1000 Menschen gegenüber. Der „Abendspaziergang“ setzt sich in Bewegung – und stoppt nach wenigen Metern.

27. Januar, Hauptbahnhof zum Filmmuseum : Erstmalig zieht Pogida durch die Landeshauptstadt – zumindest ein Mal über die Lange Brücke bis hin zum Filmmuseum und zurück. Rund 150 Teilnehmer.

 3. Februar, Schlaatz: Etwa 130 Anhänger der islamfeindlichen Bewegung ziehen durch einen Randbereich des Schlaatz, behindert von rund 1000 Gegendemonstranten. Die Route geht an einem Asylbewerberheim vorbei.

10. Februar, vom Bahnhof Rehbrücke nach Drewitz : Riesiges Polizeiaufgebot und erhebliche Verkehrsbehinderungen:  Rund 100 Pogida-Anhänger sind da, etliche werden von der Polizei nicht mehr zum Kundgebungsort gelassen. Es gibt drei Gegendemos in Sichtweite.

 17. Februar in Babelsberg: Pogida muss den „Abendspaziergang“ vom Bahnhof Medienstadt zum Rathaus Babelsberg auf der Großbeerenstraße nach wenigen hundert Metern beenden und wegen einer massiven Sitzblockade von Gegnern umkehren.

 24. Februar am Bornstedter Feld: Rund 1000 Menschen in mehreren Kundgebungen demonstrierten an der Kirschallee gegen Pogida, die nur etwa 80 Anhänger aufbot. Erneut behinderte eine Sitzblockade die Islamfeinde.

9. März, vom Hauptbahnhof zum Filmmuseum: Genau wie am 27. Januar heißt es: Lange Brücke hin und her“. Keine 100 Pogida-Teilnehmer nehmen teil. Größter Aufreger: eine skurrile Fahrrad-Aktion.

22. März, von der Glienicker Brücke bis zur Nuthestraße: Rund 50 Pogida-Anhänger marschieren begleitet von rund 700 Polizisten durch die berliner Verkehrschaos. Die Folge: ein Verkehrschaos.

 7. April, Innenstadt : Nur wenige Teilnehmer ziehen auf Pogida-Seite über die Lange Brücke bis zum Filmmuseum. Auch dieses Mal gab es auf Seiten der Gegendemonstranten deutlich mehr Teilnehmer. Auch Liedermacher Konstantin Wecker sprach zu den Gegendemonstranten. Er gab an dem Abend ein Konzert in der Landeshauptstadt.

Von Ricarda Nowak

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Hunderte Menschen haben am Mittwoch gegen Pogida demonstriert.

Am Mittwochabend haben mehrere hundert Menschen gegen eine Kundgebung der fremdenfeindlichen Pogida-Bewegung demonstriert. Die Polizei spricht von einem Abend ohne wesentliche Störungen. Lesen Sie hier die Pressemeldung der Polizei im Wortlaut.

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