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Potsdam 700 Jahre Uetz
Lokales Potsdam 700 Jahre Uetz
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11:08 01.07.2013
Potsdam/Uetz

1313 wurde die damals Uzzytz genannte Ackerbauernsiedlung erstmals urkundlich erwähnt. Mehr als 330 Jahre lang war das Rittergut des Dorfes später in der Hand der Adelsfamilie von Hacke – wahlweise auch Hake geschrieben. Der Hofdame Editha von Hacke konnten die Festbesucher am Fährhaus begegnen. Mit Reifrock, Hut und Fächer flanierte die Dame über die Wiese, von der früher die Fähre über die Wublitz ablegte. Der Hofkoch von König Friedrich Wilhelm IV. wollte sich mit ihr an dem romantischen Ort treffen. „Leider ist er erkrankt“, säuselte Editha von Hacke – mit bürgerlichem Namen Annette Paul, Gästeführerin in Potsdam.

Das Fährhaus von 1838, das derzeit von Henry Sawade und seiner Frau denkmalgerecht restauriert wird, war einer der Anziehungspunkte für die paar hundert Besucher, die sich auch von Regen und Wind nicht abschrecken ließen. In dem Fachwerkhaus, das nach den Plänen des Potsdamer Hof-Architekten Ludwig Persius entstanden ist, war neben der Unterkunft für den Fischer auch ein Zimmer für den König eingerichtet.

Während es im 19. Jahrhundert eine Weile dauerte, bis der König mit der Pferdekutsche in Uetz angekommen war, gleicht der Weg in das zwölf Kilometer außerhalb des Potsdamer Stadtkerns gelegene Dorf auch heute noch einem Ausflug aufs Lande. Und doch ist die Doppelgemeinde Uetz-Paaren seit 2003 ein Ortsteil der Landeshauptstadt. „Das war anfangs mit vielen Ängsten verbunden“, sagte Hans Becker, seit der Eingemeindung Ortsvorsteher der beiden Dörfer in Potsdams Norden. Ein ländlich geprägter Raum und eine Stadt hätten völlig andere Interessen. „Das ist bis heute ein Lernprozess auf beiden Seiten“, so der 59-Jährige. Das Dorf habe von der Eingemeindung aber auch profitiert: „Die neue Wendestelle für den Bus und die Sanierung der Dorfstraße wären ohne Potsdam nicht möglich gewesen.“

Was den Ort so liebenswert mache, sei aber vor allem die Dorfgemeinschaft. Das Wir-Gefühl der Uetzer war auch am Samstag zu spüren. Gemeinsam hatten sie das Fest vorbereitet, zeigten alte Handwerkskunst und servierten Apfelkuchen. Während Oberbürgermeister Jann Jakobs im Urlaub weilt, erlebten Katherina Reiche (CDU), Mike Schubert (SPD) und Horst Heinzel (CDU/ANW) das Dorfflair. „Ich vermute, den Einwohnern geht es so wie mir in Golm: Im Kopf Potsdamer, im Herzen Uetzer“, sagte Heinzel. Elke Affa würde das so unterschreiben. Vor 60 Jahren in Potsdam geboren und in Paaren aufgewachsen, fühlt sie sich heute als Uetzerin. „Obwohl Paarener und Uetzer immer ein bisschen sticheln müssen“, sagte sie. Das sei aber nicht böse gemeint. Seit 1961 sind die beiden Dörfer eine Gemeinde.

Still wurde es in Uetz am Samstag übrigens doch noch: Als am Fährhaus aus Fontanes „Wanderungen“ gelesen wurde, lauschten die Gäste – und ließen sich vom Fährmann ins 19. Jahrhundert entführen.

Von Meike Jänike

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