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Potsdam Ab 2. Mai wird’s hart für Autofahrer in Potsdam
Lokales Potsdam Ab 2. Mai wird’s hart für Autofahrer in Potsdam
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20:22 24.04.2017
Autofahrer müssen wegen Bauarbeiten bald mehr Zeit in Potsdam einplanen.
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Bornstedter Feld

Axel Mittelstädt, der als Bauleiter für die Tramverlängerung von der Viereckremise zur Wendeschleife am Campus Jungfernsee zuständig ist, konnte am Montag zufrieden den ersten Etappenerfolg bei dem Bauprojekt vorweisen: 200 neue Tramgleise-Meter sind schon in der Georg-Hermann-Allee verlegt. Bald ist die Weiche hin­über in die Nedlitzer Straße dran. Dort wird die Trasse auf der stadtauswärtigen Fahrspur angelegt. Wegen der knapp bemessenen Straßenbreite wird sie die 300 Meter bis zum Exerzierhaus nur mehr einspurig geführt.

Bauleiter Axel Mittelstädt erklärt die Fortschritte bei der Tramverlängerung in Richtung Norden. Quelle: Bernd Gartenschläger

Wenn die Bauarbeiten fertig sind, wird sich die Nedlitzer Straße an dieser Stelle in veränderter Form präsentierten. Die stadteinwärtige Fahrspur wird zu Lasten eines schmalen Grünstreifens verbreitert, um auf der anderen Fahrspur Platz für den Bau der Trasse zu schaffen. Schon jetzt künden die sieben Meter hohen Fahrleitungsmasten am Straßenrand von der neuen Tram-Ära.

Außerdem geplant sind drei neue Ampeln entlang der Nedlitzer Straße an der Fritz-von-der-Lancken-Straße, am Exerzierhaus und an der Straße Am Jungfernsee.

Baufortschritte in der Georg-Hermann-Allee. Quelle: Bernd Gartenschläger

Doch bevor es so weit ist, müssen Autofahrer ganz tapfer sein. Schon nächste Woche beginnt der Härtetest. Für die Tram-Bauarbeiten wird die Nedlitzer Straße vom 2. Mai bis 23. Juli im Bereich zwischen Amundsenstraße und Am Pfingstberg halbseitig gesperrt. In dieser Zeit kommen stadteinwärts nur noch Radler, Fußgänger und Busse durch – dank einer separaten Ampelregelung. Ab den Sommerferien kommt es richtig dicke: Vom 23. Juli bis 3. September wird die Nedlitzer Straße auf dieser Strecke voll gesperrt – 19 000 Fahrzeuge sind sonst hier täglich unterwegs.

In dieser Zeit müssen auch die Busse die Ausweichroute über die Amundsenstraße und die Potsdamer Straße nehmen. Glücklich können sich nur diejenigen schätzen, die gerne radeln oder zu Fuß gehen. Das wird nach wie vor auf der Strecke möglich sein. Ein bisschen Entspannung ist vom 4. September bis Mitte Oktober angesagt. Dann ist die Nedlitzer Straße erneut halbseitig gesperrt. Allerdings ist in diesem Zeitraum die stadtauswärtige Fahrspur dran.

Gute Zeiten für Baggerfahrer. Quelle: Bernd Gartenschläger

Das Datum, zu dem die Sektkorken bei der Eröffnung der Tramverlängerung knallen werden, steht jedenfalls schon fest: Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember soll die neue Strecke in Betrieb gehen.

Die Geschäftsführer der Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP), Oliver Glaser und Martin Grießner, baten am Montag beim Vor-Ort-Termin um Verständnis für die Einschränkungen. Zum Ausgleich wird es nach der entbehrungsreichen Zeit eine schnelle Anbindung von der Wendeschleife am Campus Jungfernsee in die Stadt geben: In 14 Minuten ist der Fahrgast dann am Platz der Einheit. Die Strecke bis zum Hauptbahnhof kann innerhalb von 19 Minuten bewältigt werden.

Geplant ist, die Haltestelle Viereckremise etwas in Richtung Biosphäre zu versetzen. Auf der neuen Strecke wird eine Haltestelle an der Georg-Hermann-Allee/Ecke Nedlitzer Straße eingerichtet. Ihr Name: Rote Kasernen. Die Endhaltestelle heißt Campus Jungfernsee.

Lärmschutz für Anwohner

Während der Baumaßnahme erfolgt die Neuordnung der unterirdischen Leitungssysteme, u. a. für Strom, Erdgas, Trink- und Abwasser.

Der bisherige Radweg wird durch einen neu markierten Radschutzstreifen ersetzt.

Für die Bewohner
auf der stadteinwärtigen Seite der Nedlitzer Straße sind Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen, da die Fahrbahn näher an die Häuser rücken wird.

Autofahrern soll das Umsteigen auf die „Öffentlichen“ mit einem Park&Ride-Platz neben der Wendeschleife an der Nedlitzer Straße schmackhaft gemacht werden. „Da die Tram künftig unabhängig vom motorisierten Individualverkehr auf einem eigenen Gleis fährt, entsteht so eine schnelle, staufreie und umweltfreundliche Verbindung in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof“, erklärten die ViP-Chefs.

Zusammen mit Norman Niehoff, Bereichsleiter Verkehrsentwicklung, warben Grießner und Glaser eindringlich dafür, während der heißen Bauphase auf den ÖPNV umzusatteln. So besteht die Möglichkeit, am Konrad-Zuse-Ring am Campus Jungfernsee das Auto auf einem der 40 Stellplätze stehen zu lassen und in einen Bus umzusteigen. Bei Bedarf werden auch zusätzliche Busse auf der Linie 638 eingesetzt.

Von Ildiko Röd

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