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Potsdam Abgeblitzt
Lokales Potsdam Abgeblitzt
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11:02 22.10.2013
Kommissarin Nicole Scholz schaut in der Potsdamer Großbeerenstraße durch ihr Laser-Gerät. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Diese 2374 Raser machen eine Quote von rund 2,7 Prozent aus – an Tagen ohne Ankündigung liegt diese bei etwa neun Prozent. Landesweit wurde an insgesamt 410 Messstellen kontrolliert. In Potsdam waren davon 14 Kontrollstellen an neuralgischen Punkten postiert; drei allein auf der Nutheschnellstraße, zwei an der Breiten Straße. In der Babelsberger Großbeerenstraße auf Höhe des Abzweigs An den Windmühlen war ebenfalls einer der mobilen Blitzer aufgebaut. Einer der Beamten peilte dort mit der auf einem Stativ befestigten Laserpistole das Nummernschild eines heranfahrenden Autos an. Einmal auf den Auslöser gedrückt, erfasst der Laser zweimal den Wagen. Dabei wird dessen Geschwindigkeit aus der Veränderung der Entfernungen der beiden Laserpunkte errechnet. Wer zu schnell war, wurde direkt rausgewinkt und verwarnt.

Beim Rasen und durch Raser starben auf Brandenburgs Straßen vergangenes Jahr 54 Menschen, 1696 wurden verletzt. „Überhöhte Geschwindigkeit ist bei Unfällen mit Schwerverletzten und Toten die Hauptunfallursache“, sagt Polizeisprecher Mario Heinemann. Beim Blitzermarathon gehe es nicht in erster Linie darum, Geld in die Kassen zu spülen – viel mehr zähle die Sicherheit auf den Straßen.

Die elf Autofahrer, die in der Großbeerenstraße erwischt wurden, weil sie zu viel Tempo in der 30er-Zone drauf hatten, zeigten sich alle einsichtig und zahlten ihre Bußgelder sofort vor Ort. Einige suchten allerdings nach Ausreden. Etwa der Temposünder Nummer 1 an dieser Stelle, der abzüglich der Toleranz von drei Stundenkilometern noch immer 23 Sachen zu schnell fuhr: „Ich habe aufs Navi geschaut, da waren 50 Stundenkilometer erlaubt.“ Die Tempo-50-Zeiten, klärt Heinemann auf, sind dort aber schon seid anderthalb Jahren vorbei.

Wie wird geblitzt?

  • Die Brandenburger Polizei hat sieben verschiedene Möglichkeiten der Geschwindigkeitsmessung.
  •  Am bekanntesten sind wahrscheinlich die „PoliScan-Anlagen“. Diese können innerhalb und außerhalb eines Fahrzeugs auf Laserbasis Geschwindigkeiten messen.
  •  Das Handlasermessgerät „Laser-FG 21“ ist flexibel und schnell einsetzbar. Da es die Messungen nicht dokumentiert, müssen Temposünder jedes Mal angehalten werden.
  •  Auf Autobahnen wird mit der Video-Brücken-Abstandsmessung, dem „ES 3.0“-Blitzer und mit Videowagen gearbeitet . Der „ES 3.0“ erkennt alle drei Fahrspuren. 

Potsdams schlimmster Bleifuß wurde auf der Nuthestraße erwischt – mit 150 Stundenkilometern bei erlaubten 60. Hier wurde innerhalb von zehn Stunden rund 23 000 Mal gemessen, darunter waren 368 Überschreitungen. In ganz Brandenburg wurden insgesamt nach zehn Stunden 87 686 Messungen durchgeführt. Innerhalb des Bereichs der Polizeidirektion West – sie umfasst Potsdam, Teltow, Nauen und Bad Belzig – gab es 24 925 Messungen, davon 479 Verstöße.

Von Friederike Steemann

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