Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Lauf nach Barcelona: Abiturienten haben 400 Kilometer geschafft
Lokales Potsdam Lauf nach Barcelona: Abiturienten haben 400 Kilometer geschafft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 31.07.2018
Im Dauerlauf nach Barcelona: Julius (l.) und Lukas joggen nach Barcelona. Quelle: Foto: Privat
Bremen

„Uns geht es gut - wir sitzen gerade an einem kleinen Bach und essen Brot“, berichtet Lukas. Vor vier Wochen, am 1. Juli, sind die beiden Abiturienten Lukas Sobota und Julius Gerlach in Potsdam-West gestartet, um rund 3300 Kilometer nach Barcelona zu joggen.

Gut 400 Kilometer haben 19-Jährigen hinter sich gebracht und befinden sich nach ihrem Stopp in Hamburg nun in Bremen. Die erste, etwa 20 Kilometer lange Etappe in Phöben erreichten sie schon nach etwa drei Stunden. Schulfreund Tobias begleitete sie die ersten zwei Tage bis nach Brandenburg. Entspannt liefen sie entlang des Elbradweges, mit der Elbe auf der linken und schönen Häuschen auf der rechten Seite.

Ursprünglich hatten sie geplant, an den Küsten von Deutschland, Holland und Belgien über die spanisch-französische Grenze in die spanische Hauptstadt zu laufen. „Wir haben aber gemerkt, dass wir nicht so schnell vorankommen, wie gedacht“, sagt Lukas. Deshalb haben sie beschlossen, den direkten Weg nach Barcelona zu nehmen. Von Bremen soll es auf dem Jakobsweg nach Osnabrück bis zum Rhein runter gehen, über Luxemburg nach Frankreich und dann entlang des Mittelmeers und über die Pyrenäen nach Barcelona. „Im Schnitt laufen wir gerade vier Tage und machen drei Tage Pause“, sagt Lukas.

Die freien Tage ohne Dauerlauf-Programm verbringen sie gerne in den örtlichen Bibliotheken, um zu lesen. Täglich sind es zwischen 25 und 30 Kilometer, die sie zurücklegen. In dieser Woche mussten sie zwischendurch viel wandern, die Knie machten den beiden bereits ab Wittenberge zu schaffen. Um sie zu stabilisieren, tragen sie momentan Bandagen. In Bremen versuchen sie gerade einen Termin beim Chiropraktiker zu bekommen, der die Beweglichkeit verbessern soll. Dennoch sind die zwei Jungs optimistisch, dass ihnen die Knieschmerzen nicht in die Quere kommen.

Schlechte Erfahrungen hätten sie bisher auch nicht gemacht. Unterwegs haben sie viele spannende Menschen getroffen. In dem niedersächsischen Scharpenlohe lernten sie zum Beispiel Martin kennen, einen Anti-Atom-Aktivisten, der ihnen von der Nutzung und Speicherung erneuerbarer Energien erzählte. Dort konnten sie auch schlafen. „Bisher haben wir nicht einmal Geld ausgegeben für Übernachtungen“, sagt Lukas. Meistens finden sie über Internetplattformen wie Couchsurfing ein Plätzchen – oder sie fragen unterwegs Leute, die sie treffen. „Wir erfahren viel Gastfreundschaft“, sagt Lukas. Und wenn sie gar kein Bett zum Übernachten finden, schlafen sie auch unter freiem Himmel. Einmal haben sie sogar in einer Röhre geschlafen. „Da war es auch nicht so kalt in der Nacht“, sagt Lukas.

Dass die Hose manchmal scheuert und der Rucksack nach dem Einkaufen von Lebensmitteln etwas schwer ist, sei zwar etwas unangenehm aber nicht der Rede wert. Mit der veränderten Route liegen dann noch gut 1800 Kilometer vor ihnen. Bis zum Januar wollten die beiden 19-Jährigen wieder in Potsdam sein. Ihre Erfahrungen halten sie unterwegs auf ihrem Blog „LaufUmsLeben“ fest.

Von Anne Knappe

Potsdam Potsdam – Medienstadt Babelsberg - Misstöne zum Baubeginn

Der Nachbarschaftskonflikt um einen Büroneubau am Eingang der Medienstadt Babelsberg gefährdet 100 Arbeitsplätze. Die Spezialfirma Rotor Film droht mit dem Wechsel nach Berlin.

27.07.2018
Potsdam Jubiläum „1000 plus 25 Jahre Potsdam“ - „Hoch emotionale Diskussionen“

Das Programm „1000 plus 25 Jahre Potsdam“ zum Stadtjubiläum geht in die zweite Halbzeit.

27.07.2018

Der Wasserverbrauch ist derzeit auf Rekordniveau, die Gärtner sind im Dauereinsatz und Getränke werden bereits gehortet. So kommen die Potsdamer mit der Hitze zurecht.

30.07.2018