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Potsdam Abriss der Alten Feuerwache ab Juni
Lokales Potsdam Abriss der Alten Feuerwache ab Juni
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22:05 31.03.2016
Die Alte Feuerwache von der Werner-Seelenbinder-Straße aus gesehen. Im Hintergrund der Lange Stall und das Rechenzentrum. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Kein Umzugsstress für die Jüdische Gemeinde Potsdam: Sie wird nun doch vorerst in ihren Räumen in der Alten Feuerwache in der Werner-Seelenbinder-Straße bleiben können – trotz der bald beginnenden Abrissarbeiten an dem Gebäude-Ensemble, die im Juni starten sollen. Noch beim jüdischen Chanukka-Fest im Dezember hatte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) angekündigt, dass die Gemeinde als Ausweichlösung in Container auf dem Parkplatz neben dem Rechenzentrum an der Dortustraße ziehen solle. Doch diese Pläne sind mittlerweile aus Kosten- und Sicherheitsgründen wieder vom Tisch, wie Pro-Potsdam-Sprecherin Anna Winkler am Donnerstag auf Nachfrage bestätigte. So müsste das neue Quartier beispielsweise erst an die Fernwärme-Versorgung angeschlossen werden. Außerdem müsste das zum Schutz jüdischer Einrichtungen notwendige Sicherheitskonzept erneut abgesegnet werden.

Blick in den Innenhof der Alten Feuerwache. Quelle: Bernd Gartenschläger

Unterm Strich heißt das, dass von Juni bis Jahresende die Abrissbagger auf dem Gelände an der Werner-Seelenbinder-Straße anrollen und die restlichen Gebäude auf dem Areal etappenweise fallen werden. Als letzte „Insel“ bleibt der Containerbau der Jüdischen Gemeinde direkt an der Straße stehen. Um trotz der Abbrucharbeiten weiterhin den problemlosen Zugang zu gewährleisten, soll ein zweites Treppenhaus angebaut werden.

Abriss muss bald passieren, sonst droht Verlust von Fördermitteln

Nach dem Abschluss der Abrissarbeiten an der Alten Feuerwache zu Jahresende heißt es auf dem Gelände der Alten Feuerwache erst einmal: Still ruht der See. Der Abbruch muss zwar jetzt durchgezogen werden, weil sonst der Verlust von Fördermitteln des Landes droht. Aber anschließend wird die Fläche noch einige Jahre lang eine Brache bleiben, weil ihre Entwicklung an die Zukunft des direkt angrenzenden Geländes des ehemaligen Langen Stalls gekoppelt ist. Dort steht bekanntlich immer noch die Rechnerhalle des Rechenzentrums, die bis 2018 vom Zentralen IT-Dienstleister des Landes Brandenburg (ZITT) genutzt wird. „Wir gehen davon aus, dass das Gebäude Ende 2018 leergezogen wird“, erklärt Pro-Potsdam-Sprecherin Winkler den weiteren Fahrplan für das Filetgrundstück an der Werner-Seelenbinder-Straße. Erst nach dem Auszug des ZITT will die kommunale Immobilienholding Pro Potsdam mit der Ausschreibung für interessierte Investoren beginnen. Sie soll nach dem Vorbild der Vergabe der Bebauung der Alten Fahrt gestaltet werden. Dort gab es eine Punktebewertung nach verschiedenen Kategorien – Nutzung, Kaufpreis, Architekturgestaltung. Die Investoren mit dem stimmigsten Gesamtpaket bekamen dann die höchste Punktezahl und den Zuschlag.

Leerstand seit dem Jahr 2010. Quelle: Bernd Gartenschläger

An der Werner-Seelenbinder-Straße sollen hauptsächlich Mehrfamilienhäuser entstehen – insgesamt bis zu 21 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für Wohnen. Prinzipiell ist es ein Mischgebiet mit Wohnen und Gewerbe, allerdings liegt das Schwergewicht klar auf Ersterem.

Von Ildiko Röd

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