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Abriss der alten Fachhochschule ist beschlossen

Potsdam besiegelt Leitbautenkonzept Abriss der alten Fachhochschule ist beschlossen

Die Neugestaltung der Potsdamer Mitte ist ein Dauerthema in der Stadt und eines, das sehr emotional diskutiert wird. Nun haben die Stadtverordneten am Mittwoch mehrheitlich das „Leitbautenkonzept“ beschlossen. Es sieht auch den Abriss der FH vor. Dort sollen neue Häuser entstehen. In einem Bürgerbegehren sprechen sich rund 14.000 Menschen dagegen aus.

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Die alte Fachhochschule soll bald abgerissen werden.

Quelle: dpa

Potsdam/Innenstadt. Im Bürgerbegehren gegen den Abriss des Mercure-Hotels, der alten Fachhochschule und des Wohnblocks am Staudenhof wurden bis Mittwoch rund 14.000 Unterschriften gesammelt. Das gab André Tomczak von der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“ bekannt. Rund 13.600 Unterschriften werden für den Erfolg des Begehrens benötigt. Doch die Initiatoren wollen laut Tomczak weiter sammeln, bis rund 16.500 Unterschriften beisammen sind. Dass ein Puffer nötig ist, zeigte das Bürgerbegehren „Freies Ufer am Griebnitzsee“, das 2010 scheiterte, weil fast 3600 der insgesamt rund 14.500 Stimmen ungültig waren.

Verabschiedung des Leitbautenkonzepts ist eine Richtungsentscheidung

Mit dem Beschluss über die „Konkretisierung des Leitbautenkonzeptes“ für das Gelände zwischen Friedrich-Ebert-Straße, Staudenhof und Altem Markt wurde von den Stadtverordneten am Mittwoch eine Richtungsentscheidung getroffen. Nach dem 2018 geplanten Abriss des Fachhochschulgebäudes sollen zwei Karrees in Anlehnung an die Vorkriegszeit entstehen. Mit den Gebäuden an der Schlossstraße/Ecke Friedrich-Ebert-Straße (ehemals der Plögersche Gasthof), Am Alten Markt/Ecke Schlossstraße sowie Schwertfegerstraße/Ecke Kaiserstraße sollen drei der insgesamt rund 40 Häuser mit einer Nachbildung der früheren Fassaden errichtet werden.

In einer teilweise emotional geführten Debatte wiesen Redner der bürgerlichen Rathauskooperation zuvor Kritik aus der Linken und der „Anderen“ sowie von „Mitte neu denken“ zurück. Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg schimpfte, die erst vor einem Monat eingebrachte Beschlussvorlage werde mit der Mehrheit der Rathauskooperation „im Schweinsgalopp“ durchgebracht.

Linke wollte eine Einwohnerversammlung erreichen

Die Linke scheiterte am Mittwoch mit dem Versuch, vor der Abstimmung über das Leitbautenkonzept eine Einwohnerversammlung zu erzwingen. Die bürgerliche Mehrheit lehnte in namentlicher Abstimmung den Antrag der Linken ab, die Abstimmung zugunsten einer Einwohnerversammlung um einen Monat auf Juli zu verschieben. Zurück gewiesen wurde von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) ein weiterer, kurz vor der Stadtverordnetensitzung im Rathaus eingegangener Antrag von rund 30 Anwohnern der Straße Am Alten Markt auf Durchführung einer solchen Versammlung. Auf Antrag des Bürgerbündnisses soll dafür nun ersatzweise noch vor der Sommerpause eine Bürgerversammlung kommen.

In seinem Monatsbericht bekräftigte Jakobs, das er beim Mercure-Hotel am eingeschlagenen Weg mit dem Ziel des Erwerbs zum Zwecke des langfristigen Abrisses festhalte, obwohl der erste Anlauf fehlschlug. Dem Vorgehen der Stadt liege „die Vermutung zugrunde, dass das Hotel Mercure, im Gegensatz zu vielen anderen ehemaligen Interhotels, nicht das attraktivste und schon gar nicht das am besten erhaltene Objekt ist“, sagte Jakobs. Mit dem Verkauf der insgesamt neun Hotels an eine französische Unternehmensgruppe habe sich „der bisherige Versuch des Erwerbs gewissermaßen erledigt“, so der Oberbürgermeister: „Wir werden aber natürlich auch mit dem neuen Eigentümer sprechen.“

Von Volker Oelschläger

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