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Abschied von unterirdischen Glascontainern

Abfall in Potsdam Abschied von unterirdischen Glascontainern

Brackwasser, Gestank, Lärm – die unterirdischen Altglascontainer in Potsdam haben echte Probleme. Die Anlagen kommen weg. Alle. Oberirdisch sei einfach günstiger, heißt es. Vormalige Gestaltungsaspekte der Stadt spielen keine Rolle mehr.

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Glascontainer in der Karl-Liebknecht-Straße in Babelsberg.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Die Stadt verabschiedet sich von unterirdischen Altglascontainern. Grund sind Probleme mit Brackwasser, Schmutz und Lärmbelästigung sowie der schlechte Zustand der Anlagen: „Alle Unterflurgestellungen befinden sich derzeit in einem stark reparaturbedürftigen Zustand“, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage von Clemens Viehrig (CDU). Die Behälter seien durch den ständigen Kontakt mit angesammeltem Regenwasser „teilweise stark angerostet“. Das mit Flüssigkeitsresten aus dem Glasabfall vermischte Brackwasser verursache Geruch und verteile sich bei der Leerung im Umfeld der Anlagen. „Mängel an sicherheitsrelevanten Anlagen“ seien „überall vorhanden“, beschädigter oder fehlender Schallschutz sorge für Lärm. „Alle Systeme entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards.“

„Gesichert, stillgelegt und fachgerecht zurückgebaut“

In den vergangenen Wochen wurden laut Verwaltung mehrere der sechs unterirdischen Anlagen außer Betrieb genommen worden. Im November sei durch den Stadtentsorgungsbetrieb mitgeteilt worden, dass ein Standort in der Hegelallee „nicht mehr nutzbar“ sei. Die Anlage sei „gesichert, stillgelegt und fachgerecht zurückgebaut“ worden. Ersatzcontainer stünden am Bassinplatz und in der Schopenhauerstraße, zeitweise sollten auch am Ort der Anlage Container stehen.

Im November verwandelte sich der Platz rund um die ehemalige unterirdische Rückgabestelle

Im November verwandelte sich der Platz rund um die ehemalige unterirdische Rückgabestelle

Quelle: MAZonline

Am 16. Dezember sei darüber informiert worden, dass die Anlage am Plantagenplatz „zurückgebaut“ wurde. Dort seien unmittelbar vor Ort Ersatzcontainer bereitgestellt worden. Nicht mehr nutzbar sei die 1998 gebaute Anlage in der Karl-Liebknecht-Straße, für die zunächst übergangsweise Ersatzcontainer aufgestellt wurden.

Die noch intakten Anlagen sollen „solange betrieben“ werden, „bis eine Außerdienststellung unumgänglich ist“. In der Innenstadt gebe es mit dem Bassinplatz und der Yorckstraße noch zwei unterirdische Anlagen, wie die Verwaltung auf Anfrage von Dennis Hohloch (AfD) mitteilte.

Oberirdisch ist günstiger

Die unterirdischen Anlagen seien „aus Gestaltungsaspekten auf Wunsch“ der Stadt „im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen errichtet“ worden. Durch das Duale System würden nur die kostengünstigeren „oberirdische Anlagen zur Erfassung von Altglas gefordert“. Im September 2016 wurden fast 140 Glascontainer im Stadtgebiet durch geräuscharme Dreikammer-Container ersetzt.

Für die ehemaligen Standorte in der Hegelallee wird es – begründet mit Denkmalschutz und städtebaulichen Vorgaben – am bisherigen Platz keine dauerhafte oberirdischen Ersatzlösung geben, wie die Verwaltung auf Viehrigs Anfrage mitteilte. Demnächst soll ein aktualisiertes Standplatzkonzept für Altglas- und Altkleidercontainer vorgelegt werden.

Von Volker Oelschläger

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