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Potsdam Älter, kränker, weniger
Lokales Potsdam Älter, kränker, weniger
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20:57 10.04.2013

Das entspricht einer Abnahme der Belegschaft von rund 22 Prozent. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Steeven Bretz und Björn Lakenmacher hervor.

Die Bevölkerung von Potsdam wird in derselben Zeit um prognostizierte fünf Prozent wachsen – also auf knapp 173 000. Das sind rund 14 000 Bürger mehr als heute. Auch für Teltow, das wie Kleinmachnow und Stahnsdorf zur Potsdamer Inspektion gehört, erwarten die Demographen einen Zuwachs – dort um 3000 Einwohner auf 27 000.

Nicht nur weniger Ordnungshüter wird es geben, sie werden auch im Schnitt deutlich älter sein als jetzt. Die Landesregierung geht davon aus, dass 2020 mehr als ein Drittel der Beamten älter sein wird als 50 Jahre. Im Moment liegt der Altersschnitt in der Inspektion Potsdam nach Angaben des Innenministeriums bei 43,4 Jahren. Am jüngsten sind jene Polizisten, die für den Wachdienst eingeteilt sind. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 39,4 Jahren.

Was die Alterung des Beamtenkörpers in der Inspektion für den Krankenstand bedeutet, lässt sich kaum prognostizieren. Derzeit liegt – nur auf das Potsdamer Stadtrevier bezogen – der Krankenstand bei 37 Tagen pro Jahr und Beamten. Die hausinterne Krankenstatistik, dass ältere Kollegen häufiger fehlen als jüngere. So fehlen Jungpolizisten (bis 30 Jahre) 17 Tage im Jahr, die 50 bis 60-Jährigen dagegen im Schnitt 50 Tage.

Derzeit reicht die Belegschaft aus, um acht Funkstreifenwagen pro Nacht im Einsatz zu haben – die fahren allerdings nicht nur in Potsdam, sondern auch in Werder, Schwielowsee, Nuthetal und den Gemeinden der Region Teltow Streife. „Änderungen sind nicht geplant“, heißt es in der Stellungnahme der Landesregierung.

„Die Antwort der Landesregierung belegt, dass es um die innere Sicherheit in Potsdam insgesamt und trotz gegenteiliger Behauptungen nicht gut bestellt ist“, folgert der Potsdamer CDU-Abgeordnete Bretz. Dagegen hatte jüngst der Chef der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, auf eine um 4,8 Prozent gesunkene Zahl von Straftaten im Direktionsbereich verwiesen. Die Aufklärungsquote war im Jahresvergleich um knapp drei Prozent gestiegen – rund die Hälfte aller Straftaten wird aufgeklärt. (uw)

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