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Ärger mit illegalen Techno-Partys in Potsdam

Anwohner beschweren sich über Lärm Ärger mit illegalen Techno-Partys in Potsdam

Am Wochenende rückte die Polizei nachts an den Drewitzer Nuthewiesen an. Technojünger feierten dort eine laute Party. Es war nicht die erste Fete, die die Anwohner nicht schlafen ließ. Die Beamten hoffen offenbar, dass sich das Problem von selbst regelt.

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Zwei Mal wurde die Polizei wegen Ruhestörung nach Drewitz gerufen, weil Menschen dort gefeiert hatten.

Quelle: imago stock&people

Drewitz. Ein neuer Partyort bringt Anwohner um ihre Nachtruhe: Die illegale Technofete in den Nuthewiesen und auf der Bahnbrücke über die Nuthe in Drewitz vom vergangenen Wochenende war nicht die erste. Bereits am 3. September gab es dort eine ähnliche Veranstaltung, wie Jana Birnbaum, Sprecherin der Polizeidirektion West, auf Anfrage bestätigt. Anwohner hatten auch in diesem Fall die Polizei alarmiert.

„Boom, boom, boom“ raubt Schlaf

„Boom, boom, boom, so ging das über Stunden bis zum Morgen. An Schlaf war nicht zu denken“, sagt eine Anwohnerin gegenüber der MAZ, die anonym bleiben möchte. Nicht nur sie, auch andere Bewohner der nahen Häuser fühlten sich gestört und riefen die Beamten. Diese hätten vergangenen Sonntag, obwohl es bereits die zweite Party in voller Lautstärke war, zunächst nichts unternommen, so die Anwohnerin. Der Beamte am Telefon habe erklärt, dass man von 200 Leuten auf der Party ausgehe – dafür seien nicht genügend Einsatzkräfte verfügbar. Laut Polizeibericht vom Wochenende waren dann tatsächlich rund 80 Feierende vor Ort. Mehrere Teilnehmer liefen wie berichtet in den anliegenden Gleisanlagen herum, so dass die Gleise kurzzeitig gesperrt werden mussten.

Ein Nachbar informierte die Leitstelle

Am 11. September um 2.52 Uhr sei bei der Leitstelle der Anruf eines Mannes eingegangen, der in der Nähe der Party in seinem Garten übernachtete, so Birnbaum. Wenig später sei ein weiterer Anruf eingegangen. „Wir waren dann mit drei Streifenwagen vor Ort“, so die Sprecherin. „Ich habe vollstes Verständnis für die Anwohner. Jeder hat das Recht auf eine friedliche Nachtruhe. “ Sowohl am 3. als auch am 11. September seien die Personalien der Veranstalter aufgenommen worden. Vier Männer im Alter zwischen 25 und 46 Jahren seien als Verantwortliche ausgemacht worden. Gegen alle vier wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. „Polizeibeamte in Zivil, die sich quasi unter das feiernde Volk mischten, haben keinerlei Straftaten registriert“, so Birnbaum.

Die Polizei hofft offenbar, dass sich das Problem von selbst erledigt. „Der Sommer neigt sich nun dem Ende entgegen und damit auch die wärmeren Nächte, die sich zum Feiern unter freiem Himmel anboten“, so Birnbaum. Die Kollegen der Polizeiinspektion Potsdam seien aber entsprechend sensibilisiert und würden auch bei zukünftigen Veranstaltungen „mit Augenmaß einschreiten“.

Von Marion Kaufmann

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