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Potsdam Ärger über Ausfälle bei Bussen und Trams
Lokales Potsdam Ärger über Ausfälle bei Bussen und Trams
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09:07 16.03.2018
Bus und Tram vielen dieser Tage häufig aus. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Klagen über Ausfälle bei Bussen und Straßenbahnen häufen sich in den vergangenen Wochen – das sorgt für Frust und Empörung unter der Fahrgästen. Auch die Stadtpolitik ist bereits aufmerksam geworden. Lutz Boede, Oberbürgermeisterkandidat der Wählergruppe „Die Andere“, moniert bei Facebook: „Teilweise werden Bahnen sogar auf den Anzeigetafeln angezeigt, obwohl sie offenbar gar nicht losgefahren sind.“

Viele Potsdamer pflichten Boede bei; sie posten ähnliche Beobachtungen. „Der 605, der 13.12 aus Golm in Richtung Hauptbahnhof gestartet sein soll, fährt laut App munter seine Strecke ab, wurde von uns an den Haltestellen vermisst“, schreibt eine Frau ironisch. Ein Vater berichtet: „Meinem Sohn ist das schon dreimal nach seinem Training passiert. Immer gegen 18.30 Uhr die Straßenbahn von der Glienicker Brücke kommend in Richtung Holzmarktstraße.“ Und noch eine Beschwerde: „Am Donnerstag, 22.2., kam die Tram 91 an der Dortustraße nicht. Das weiß ich ganz genau, weil ich zum Hauptbahnhof wollte, um den Regio um 16.55 Uhr zu erwischen. Hab bis 16.45 gewartet und bin dann mit dem Fahrrad losgedüst.“ Das ist nur ein Auszug aus den genervten Kommentaren.

Der Verkehrsbetrieb (ViP) bestätigt die angespannte Situation: „Es ist richtig, dass es im Januar zu erhöhten Ausfällen von Fahrten gekommen ist“, erklärte ViP-Geschäftsführer Martin Grießner am Donnerstag auf MAZ-Anfrage. Prozentual gesehen machen die Ausfälle zwar nur 0,65 Prozent aller Busfahrten aus. In konkreten Zahlen bedeutet dies jedoch, dass 296 Fahrten im Busbereich betroffen waren, davon 230 krankheitsbedingt. Wie berichtet, hat die Grippewelle dem Personal stark zugesetzt. Die übrigen Ausfälle sind laut Grießner auf Unfälle oder Fahrzeugdefekte zurückzuführen.

Hinsichtlich der Anzeigen an den Haltestellen räumt das Unternehmen ein, dass dort „bisher sowohl Ist-Abfahrtszeiten als auch Soll-Abfahrtszeiten“ angezeigt wurden. Sprich: Auch teilweise ausgefallene Fahrten seien dort entsprechend ihrer Fahrplanlage abgebildet worden. Aufgrund der Unzufriedenheit der Fahrgäste soll das aber nun geändert werden, kündigte der ViP-Geschäftsführer gegenüber der MAZ an. „Die Kundenhinweise und auch Hinweise unseres Kundenbeirats haben wir aufgegriffen und werden ab sofort nur noch Ist-Fahrzeiten für die Fahrzeuge der ViP abbilden.“

Auch langfristig muss sich der Betrieb im Hinblick auf die Personalknappheit Gedanken machen. Immerhin müssen bis 2023 ungefähr 60 der derzeit 240 Mitarbeiter im Fahrdienst ersetzt werden. Grießner: „Dies wird eine der zentralen Aufgabenstellungen für die kommenden Jahre sein.“

Von Ildiko Röd

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